Vielleicht ist das das Problem. So sehen einige Horste bei mir nämlich gerade nicht aus - vorrangig die tetraploiden, großen Blüten erschlagen teilweise regelrecht das spärliche Grün.
Die meisten Sorten sind in den letzten 2-4 Jahren gepflanzt worden und auf meinem Sandboden wachsen nicht alle so üppig, wie man sich das manchmal wünschen würde. So tellergroße Blüten über 3 oder 5 Fächern Laub wirken auf mich dann halt unelegant, irgendwie plump.
70 cm hat meine Destined to See übrigens ganz sicher nicht. Ich müsste nachmessen, aber ich schätze so um die 50...
Ich hab Destined To See in Vollblüte aus einem Taglilienfeld in vollsonniger Hanglage gekauft - da war sie wohl noch höher. Dort gibt es aber Vulkansand (fruchtbareren Boden als den gibt es wohl nirgends).
Hier steht sie halbschattig auf durchlässigem schottrigen Material, aber wir bewässern vollautomatisch und seit vorigem Sommer dünge ich sehr konsequent. Deswegen haben heuer alle Sorten sehr fettes und üppiges Laub, die Stängelanzahl bei den Knospen hat sich auch stark vermehrt. Ältere Sorten wie Highland Lord oder Charles Johnston haben sich zu wahren Monstern mit 70-80 cm Laubhöhe entwickelt - auch nicht mehr wünschenswert).
Würde ich die Umgebungsbedingungen nicht optimieren, würde hier wohl außer Fulva, Disteln und Fetthennen kaum etwas wachsen und blühen. Es ist hier für gewöhnlich sehr trocken und heiß (aktuell gerade 36°C) und der Boden ist nährstoffarm, aber durchlässig, was Hems normalerweise lieben.
Sind die Rahmenbedingungen nicht günstig, bleiben leider viele Sorten weit hinter dem zurück, was sie eigentlich leisten könnten - da muß man dann wohl gezielt auf robustere zurückgreifen oder eben an den Bedingungen drehen. Das erstere dürfte einfacher zu bewerkstelligen sein - die Auswahl ist ohnehin riesig.
LG