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Autor Thema: regenrinnen aus kupfer  (Gelesen 8655 mal)

hhi

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #15 am: 15. Januar 2007, 11:31:56 »

hallo, knorbs,

hast mich überzeugt. ich hatte vorhin einen halben blackout, und hab regenwasser und leitungswasser miteinander verwechselt. :-\ :-X

auf gut deutsch: entweder ich verzichte auf's regenwasser, oder wir schauen, daß wir andere regenrinnen bekommen.

lieben gruß

heike
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Dumm ist, was mit böser Absicht geschieht.

Wühlmaus

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #16 am: 15. Januar 2007, 13:27:54 »

Diese Fragen bz. Kupfer sollte man nach meinem Erachten etwas differenzierter betrachten.

Es ist doch ein Unterschied, ob (Regen)Wasser durch Rinnen/Rohre fließt oder ob eine Pflanze direkt in ein KupferGefäß gepflanzt ist.
Daß man bei TrinkWasserLeitungen sehr auf den pH-Wert achten muß ist naheliegend, da ja das Wasser teilweise recht lange im Haus in den Leitungen verbleibt.
RegenWasser fließt dagegen zügig und mit entsprechend kurzer Verweildauer durch die Rinnen/Rohre in die Zisterne, bzw. die Kanalisation. Wie weit sich in dieser Zeit durch die meist leicht säuerlichen Niederschläge Kupfer löst, weiß ich nicht. Auch kann ich nicht sagen, wie diese eventuell gelösten Cu-Ionen dann in einer BetonZisterne (wirkt sie noch alkalisch??) oder in einer KunststoffZisterne reagieren ??? Vielleicht kann ja Günther hier weiter helfen 8)

Seit mehr als 10 Jahren nutzen wir das durch KupferRohre in einer (6m²) BetonZisterne aufgefangene RegenWasser für Garten, Kübel/ZimmerPflanzen (auch eine Reihe von Orchideen) und Toiletten und ich stelle keine negativen Wirkungen fest. Einzig die Oleander mögen das ZisternenWasser nicht, weil es ihnen nicht kalhaltig genug ist...

Die biozide Wirkung des Kupfers kann ich auch hier bestens auf dem Terassenbelag im Tropfbereich der Dachrinne beobachten. Dort befindet sich auf dem Stein ein heller Streifen - ganz frei von jeglichem Belag. Aaaaaber: Das Wasser, das dort auf den Boden tropft, ist oft genug KondensWasser von NebelNiederschlägen, die, ehe sie auf den Boden tropfen, recht lange an dem Kupferblech verweilen. Da können mit dem säuerlichen Wasser reichlich chemische Reaktionen stattfinden. Entsprechendes gilt auch für alle Verkleidungsbleche an und auf den Dächern.

WühlmausGrüße
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Raphanus

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #17 am: 15. Januar 2007, 16:47:03 »

Deshalb ist es in Regionen, in denen der pH-Wert des Wassers unter 7,0 liegt, nicht mehr erlaubt, Kupferrohre einzubauen. Kupferkonzentrationen ab 10 Milligramm pro Liter können bei Säuglingen schwere Leberschäden auslösen. quelle).


Gilt das auch für abgekochtes Wasser? :-[
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Viele Grüße - Radisanne

ebbie

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #18 am: 15. Januar 2007, 18:03:09 »

knorbs, jetzt verunsicherst du mich aber gewaltig.
 
Ich verwende seit Jahren wegen unseres sehr harten Leitungswassers auschließlich Regenwasser zum Gießen, und zwar aus Kupferregenrinnen. Negative Auswirkungen sind mir bis jetzt nicht aufgefallen. Aber ich kann natürlich nicht sagen, ob das eine oder andere Pflänzchen nicht doch an Kupfervergiftung eingegangen ist. Die Argumente erscheinen mir durchaus stichhaltig. Insbes. die Auswirkungen auf den Flechtenbewuchs auf Dächern ist augenfällig.

Der Kupfergehalt in der Regentonne lässt sich wohl nicht so ohne weiteres messen? Dann müsste man auch wissen, ab welcher Konzentration Pflanzen toxisch reagieren. Ist nicht unser bristlecone Toxikologe? Vielleicht kann der aus wissenschaftliche Sicht dazu was beitragen.

Kann man evtl. das Kupfer aus dem Regentonnenwasser entfernen oder sonstwie unschädlich machen?
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bristlecone

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #19 am: 15. Januar 2007, 18:37:03 »

Dein Wunsch sei mir Befehl :)

Allerdings gibt es keine klare Ja-Nein-Antwort:
Die ökotoxischen Wirkungen von Kupfer und vielen anderen Schwermetallen hängen u.a. vom pH-Wert und der Wasserhärte ab, das wurde ja schon ausgiebig dargestellt.
Entscheidend ist nicht die Konzentration an Gesamtkupfer, sondern die an pflanzenverfügbarem Kupfer. Ob es toxische Wirkungen auf Pflanzen gibt, die mit dem Wasser dann gegossen werden, wird - bei gleicher Konzentration an gelösten Kupferionen im Gießwasser - somit auch von der Bodenzusammensetzung abhängen. Beispielsweise ist in kalkhaltigen Böden Kupfer weniger gut verfügbar als in sauren, in humushaltigen Böden möglichweise weniger als in humusarmen, sehr sandigen Böden.
Das Ganze ist analog zur bekannten Eisenverfügbarkeit: In kalkhaltigen, alkalischen Böden liegt das Eisen in einer Form vor, die von vielen Pflanzen sehr schlecht aufgenommen werden kann; die gleiche Eisenmenge in saurem Boden kann u.U. auf bestimmte Pflanzen schon toxisch wirken.

Wenn ich mir anschaue, mit welchen Mengen an Bordeauxbrühe (kupferhaltiger Kalkbrühe) im Weinbau gespritzt wird, scheinen zumindest die Reben und die dort wachsende Begleitflora nicht sehr empfindlich zu sein.

Eine Prognose, ob das Regenwasser aus kupferhaltigen Dachrinnen nun giftig auf die Pflanzen wirkt oder nicht, dürfte bei üblichen anzutreffenden Konzentrationen kaum möglich sein. Eine Analyse auf Kupfer wäre zwar nicht so teuer, gäbe aber nur eine Momentaufnahme, je nach Regenmenge und Standzeit kann der Kupfergehalt in Zukunft anders ausfallen.

Ich weiß nicht, ob es mit herkömmlichen Mitteln möglich ist, dass Kupfer im Wasser zu binden, ich muss mal sehen, ob ich was finde.

Ich würde mit dem Wasser durchaus im Garten gießen, allerdings meine besonders kostbaren Schätze nur vorsichtig oder lieber nicht. Knorbs hat da ja schon Erfahrungen gesammelt.
Außerdem würde ich darauf achten, dass die Blätter möglichst wenig benetzt werden, da die Aufnahme von Kupfer übers Blatt eher zu Schäden führen könnte.
« Letzte Änderung: 15. Januar 2007, 18:39:31 von bristlecone »
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ebbie

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Re:regenrinnen aus kupfer
« Antwort #20 am: 15. Januar 2007, 19:41:44 »

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, bristle. ;)
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Herbert951

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #21 am: 13. November 2018, 12:18:07 »

Was ich mich echt frage ich bin handwerklich begabt aber ich wollte mich gerne bei Euch erkündigen ich will mir eine neue Dachrinne montieren und frage mich wie ich am besten vorgehen sollte,i ch habe hier einen Betrag gesehen Link entfernt!1 und dachte mir ich frage lieber vorher mal bei Euch nach , was meint ihr , sowie in dem Video es gezeigt wird, ist es alles richtig? Denn ich möchte ungerne Fehler machen.

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« Letzte Änderung: 13. November 2018, 12:23:05 von Herbert951 »
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Schantalle

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Re: regenrinnen aus kupfer und Keilschrifttafeln
« Antwort #22 am: 13. November 2018, 12:33:58 »

Denn ich möchte ungerne Fehler machen.
Einen 11 Jahre alten Thread aufzuwärmen um eigenen ersten Link-Beitrag zu posten ist bereits ein solcher Fehler und Ursache für Sch***-Karma.  :-X
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Wühlmaus

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #23 am: 13. November 2018, 12:35:09 »

Die wenigsten Fehler machst du, wenn du zu einem Fachbetrieb gehst 8)

Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass du hier im falschen Forum gelandet bist :-X
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WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

Bufo

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #24 am: 13. November 2018, 12:42:30 »

Die Notwendigkeit von Regenrinnen im Allgemeinen ist sehr begrenzt, siehe hier.
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Beste Grüße Bufo

AndreasR

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #25 am: 13. November 2018, 13:26:03 »

Ich bin handwerklich eher unbegabt und habe mir auf YouTube diverse Videos angeschaut, wie man Regenrinnen montiert, meine dann aber doch falsch aufgehängt. Nach einem weiteren Arbeitsdurchgang ist der Fehler aber nun korrigiert, vielleicht sollte Herbert das auch so handhaben. ;)
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Viele Grüße
Andreas

Kasbek

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #26 am: 14. November 2018, 21:51:26 »

Wieso denke ich bei dem Threadtitel automatisch an „Nasenringe aus Phosphor“?  ;) ;D ;)
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Hyla

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Re: regenrinnen aus kupfer
« Antwort #27 am: 14. November 2018, 23:29:17 »

Ohne mir die Videos angeschaut zu haben, müssen die Kupferteile sicher weichgelötet werden.
Mit nem Lötkolben halte ich das für unmöglich, daher sollte man sich einen Lötbrenner für die Propangasflasche besorgen.
Einiges kann man am Boden löten, aber die endgültigen Verbindungen auf der Leiter sind allein nicht einfach zu machen.
Wenn man Zweifel hat, sollte man doch besser auf Kunststoff zurückgreifen. Die Steckverbindungen sind schon nervig genug, aber besser auszutauschen falls mal was bricht.
Außerdem werden Kupferrohre besonders gern geklaut. Wäre nichts neues, wenn einer nach dem Fernurlaub kein Fallrohr mehr hat. ::)

Der GG hätte gern Kupfer gehabt, aber wegen der Wirkung auf niedere Organismen haben wir drauf verzichtet.
Wer weiß, was die Gärtnerei früher schon hier verklappt hat. Da will ich nicht noch selber was einbringen. Vor allem weil es die Hunde und Hühner oft und wir manchmal trinken.
« Letzte Änderung: 14. November 2018, 23:33:20 von Hyla »
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Liebe Grüße!
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