Mal ein Zwischenbericht meiner Experimente mit Schwefelblüte.
Mein Gartenboden ist ja folgendermaßen charakterisiert:
"Tonstein, mergelig, fein blättrig, grau, (Bitumenschiefer), kerogenhaltig" und kalkhaltig.
Ich hatte in dekorative und günstige Aluminiumgefäße für die Dachterrasse einige Pflanzen gesetzt, ein Lavendelhochstämmchen vor 2 oder 3 Jahren, ebenso eine Pistacia lentiscus die ich geerbt hatte und letztes Jahr im Frühjahr eine Kumquat in eine Schale, die 30cm Durchmasser und eine Höhe von 15cm hat.
Extra in den lehmigen Gartenboden, damit mir die Töpfe nicht so rasch auf der windigen Terrasse austrocknen.
Nach der hier intensiv stattgefundenen Diskussion habe ich im Sommer die Schwefelblüte um die Pseudolarix ausgebracht, hatte auch schon einen Monat später den Eindruck, dass sich die Nadeln wieder von sehr hellgelbgrün zu satter grün verfärbt hatten - aber da will ich noch kein abschliessendes Urteil über die Wirksamkeit fällen, erst mal abwarten, wie sie dieses Jahr austreibt
Die Kumquat - wie das bisher immer so war bei den Versuchen vorher - zeigte alsbald chlorotische Aufhellungen der Blätter, bedingt durch den kalkhaltigen Gartenboden.
Ich versuchte mit Fertrilon zu kurieren über den spätes Frühjahr und Frühsommer, allerdings mit sehr mäßigem Erfolg.
Da kam mir die Idee, doch auch bei der Kumquat mal die Schwefel-Methode auszuprobieren.
Also brachte ich Anfang August einen Esslöffel Schwefelpulver auf der Bodenoberfläche aus und stocherte es mit einer Gabel etwas in die Erde.
Das erste Ergebnis war, dass zum Herbst hin, so im September, das Laub der Kumquat endlich wieder sattgrün wurde.
Soweit, so gut, der Versuch hatte also seinen Zweck erfüllt.
Vor 2 Wochen fiel mir jetzt allerdings auf, dass die Schale an der Unterseite auf einmal so ein Klümpchen aufwies - zuerst dachte ich, es wäre Dreck, von übergelaufenem Gießwasser.
Als ich dann aber mal auf den Knien rumrutschte und mir das genauer anschaute, stellte ich fest, dass es ganz viele kleinere und größere Klümpchen waren.
Vor allem aber stellte ich fest, dass diese Klümpchen am Rand und über Löchern in der Aluwand der Schale klebten und kristallin abbröselten, wenn man daran kratzte.
Anscheinend hat sich trotz dem Kalk in meinem Boden und der geringen Menge an Schwefelpulver, den ich ausgebracht habe, genug Säure auf Dauer gebildet und erhalten, um jetzt die Aluminiumwand zu zerfressen.
Die anderen Aluminiumgefäße, die ich ja auch schon bedeutend länger bepflanzt habe, mit der geleichen Erdbefüllung, weisen keine solchen Zerfressungen auf.
Das lässt mich natürlich positiver auf meinen Versuch bei der Pseudolarix blicken, auch wenn das im offenen Boden ist, da hatte ich 200g/m² ausgebracht - anscheinend könnte es auf meinem Boden mit dem Schwefel funktionieren