Callis,
vielen Dank für Deinen Kommentar!
Wegen dieser schönen satten Farbe, die keinen Braunton enthält, und der zarten weißen Kante habe ich mir diesen Sämling ausgesucht. Die Blüte hat eine wunderschön samtige Oberfläche. Die Verzweigung ist in Ordnung, d. h. die Pflanze hat viele Knospen, zeigt eine lange Blütezeit und die Blüten befinden sich 20 bis 30 cm über dem Laub. Es ist keine Eigenzüchtung von mir, sondern ein Geschenk, das ich bei der Tagung in Holland erhalten habe. Die Blüte war damals stärker geöffnet und wunderbar symmetrisch. Das Laub ist in Ordnung; es zeigen sich nur wenige gelbe Blätter. Ich kenne die Elternpflanzen nicht.
Und Du hast auch sofort einen der Pferdefüße dieser Pflanze erkannt, was man gut an der Blüte sieht, die auf dem Foto von der Seite zu sehen ist. Das Öffnungsverhalten ist nur bei gutem Wetter sehr gut, unter 20 °C zeigt sich die Blüte je nach Temperatur schwach bis stark tütig, und bei Regen hat sie zusätzlich auch noch Wasserflecken.
Die Finger sind beim Abpflücken der verwelkten Blüte stark angefärbt. Die samtige Oberfläche, die ich so liebe, ist auch sehr empfindlich gegen Insekten, sodass sie fleckig wird. Mit anderen Worten: Es handelt sich nur um eine Schön-Wetter-Pflanze ohne Insektengetümmel. Und richtig heiß darf es natürlich auch nicht sein, sonst wird die Blüte ledrig. In dieser Saison habe ich nur an einem einzigen Tag die Blüten so gehabt, wie sie auf dem obigen Foto zu sehen sind, und dort sind sie schon nicht ganz optimal. Ich zeige noch einmal ein Bild von der ganzen Pflanze vom selben Tag zur selben Zeit wie Foto 1 gemacht.
Mein Verstand sagt mir, dass diese Taglilie auf den Kompost gehört. Aber wegen der oben genannten Vorteile kann sich mein Herz noch nicht so ganz von ihr trennen. Manchmal verhält man sich schon merkwürdig.
Liebe Grüße
Elke