Ich gebe Sepp weitgehend recht, allerdings treiben die Robinien nur oder fast nur Ausläufer, wenn die Wurzeln verletzt werden, z. B. durch Umgraben oder Wühlmäuse. Da die Wurzeln deutlich weiter reichen als der Kronenschirm ist der Bereich, in dem nicht oder nur sehr vorsichtig gegraben werden sollte, ziemlich umfangreich. In rasenflächen gepflanzt machen Robinien dagegen nach meiner erfahrung keine Probleme.
Die "Frisias" unseres Nachbarn treiben bisher keine Ausläufer und eine "Casque Rouge", die wir selbst auf dem Grundstück haben, macht nur einzelne Wurzelschosse, wenn die Wurzeln trotz vorsichtiger Bodenbearbeitung mal verletzt werden. Auf jeden Fall ist dies durchaus beherrschbar.
Zu beachten wäre auch, dass ältere Robinien dazu neigen, im Wurzelbereich befindliche Gehwegplatten anzuheben.
Wenn man das Problem der Wurzelausläufer vermeiden möchte, wäre z. B. Gleditsia triancanthos "Sunburst" eine Alternative. Ich persönlich finde sie auch noch schöner als die Goldrobinie. Da die älteren Blätter vergrünen, haben die fast über die ganze Vegetationsperiode erscheinenden neuen gelben Austrieb einen schönen Hintergrund, was sich insbesondere beim Ansehen aus kurzer und mittlerer Entfernung bemerkbar macht. Aus der Ferne ist die Wirkung trotzdem genauso leuchtend wie die der Goldrobinie. Mitr gefällt auch, dass sie nicht fruchtet. Die langen Hülsen der Gelditschien mögen zwar interessant erscheinen, als eine Zierde emfinde ich sie zur laublosen Zeit jedoch nicht.
Was vielleicht auch noch eine Rolle spielt: das Laub der Gleditschie ist so fein, dass man auf Rasenflächen kaum etwas davon beseitigen muss, weil es sich bis auf die Blattstiele "verkrümelt".