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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Kalkstickstoff, Abgase  (Gelesen 3572 mal)

Dendrobiumglotzer

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Kalkstickstoff, Abgase
« am: 25. Juli 2012, 20:28:29 »

Hallo, ich mal wieder!

Welche Gase entstehen, wenn man Kalkstickstoff auf feuchter Erde ausbringt und das Beet luftdicht mit Folie bedeckt?


Irgendwo las ich, dass dort giftige Gase entstehen, die auch dem Gekreuche und Gefleuche das Licht ausgasen. Und gegen auflaufendes Unkraut wirke es auch recht gut. Weeß ich scho

Richtig?
« Letzte Änderung: 25. Juli 2012, 20:35:53 von Dendrobiumglotzer »
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Günther

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #1 am: 25. Juli 2012, 20:42:21 »

So "aus dem Ärmel heraus" fiele mir nur Ammoniak ein.
Allerdings ist Kalkstickstoff alkalisch, bzw. das Zersetzungsprodukt Calciumhydroxid, und damit ätzend.
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Gartenplaner

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #2 am: 25. Juli 2012, 23:38:42 »

Offizieller Name ist Calciumcyanamid.
Da kann man sich dann schon vorstellen, was freigesetzt wird - irgendwas mit Blausäure :-X
Zitat wiki:
"Kalkstickstoff gehört zu den in der Europäischen Union zugelassenen Düngemitteln und hat wegen des im Zuge der Umsetzung zu pflanzenverfügbaren Stickstoffformen entstehenden Cyanamids eine abtötende Wirkung auf verschiedene Unkräuter, tierische Schädlinge, Weideparasiten sowie Plasmodien von Plasmodiophora brassicae. Für letzteren Einsatzzweck war Kalkstickstoff in den 1980er-Jahren von der seinerzeit noch für die Pflanzenschutzmittelzulassung verantwortlichen Biologischen Bundesanstalt als Pflanzenschutzmittel zugelassen..."
« Letzte Änderung: 25. Juli 2012, 23:40:31 von Gartenplaner »
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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #3 am: 26. Juli 2012, 06:50:57 »

Wenn es direkt gegen tierische Schädlinge geht, wird eher Branntkalk gestreut. Da wird alles getötet was Wasser enthält. Aber auch nicht schädliche, das dürfte klar sein.
So wurde (wird?) es zumindest in der Teichwirtschaft gemacht.
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Günther

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #4 am: 26. Juli 2012, 09:58:50 »

Offizieller Name ist Calciumcyanamid.
Da kann man sich dann schon vorstellen, was freigesetzt wird - irgendwas mit Blausäure :-X


Stells wieder weg.
Da wird nix mit Blausäure freigesetzt - bezüglich Blausäure sind Apfelkerne oder Pfirsichkerne gefährlicher.
Ist fast so, wie das gefährliche Chlor im Natriumchlorid......
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Gartenplaner

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #5 am: 26. Juli 2012, 19:56:58 »

Das Cyan ist jedenfalls schon mal da - im Gegensatz zum Ammoniak ;)
Abgesehen davon, gänzlich ungefährlich ist es so oder so nicht:
"Cyanamid ist ein Kontaktgift, das seine Wirkung durch Aufnahme über die Haut entfalten kann...
Die 50%ige wässrige Lösung wird außerdem als Biozid (Desinfektionsmittel) besonders in der Schweinezucht eingesetzt, da es wirksam Salmonellen und Dysenteriebakterien abtötet und Fliegen in allen Entwicklungsstadien bekämpft."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cyanamid
« Letzte Änderung: 26. Juli 2012, 20:00:14 von Gartenplaner »
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Günther

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #6 am: 26. Juli 2012, 20:21:29 »

Cyanamid ist nicht Cyan, Kalkstickstoff ist nicht Cyanamid - wie eben Natriumchlorid nicht Chlor ist.
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Daniel - reloaded

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #7 am: 26. Juli 2012, 20:37:30 »

Kalkstickstoff ist chemisch Calciumcyanamid.
Bei der Umsetzung wird Cyanamid frei das für die herbizide und insektizide Nebenwirkung dieses Düngers verantwortlich ist. Dieses wird über Carbamid (also Harnstoff) und Ammoniumcarbonat letztendlich zu Nitrat abgebaut.
Deshalb muss eine gewisse Wartezeit zwischen Ausbringung und Bepflanzung eingehalten werden. Bei warmem Wetter (und Feuchtigkeit!) kann man von etwa 3 Tagen je dt Kalkstickstoff und ha ausgehen, i.d.R. wartet man etwa 2 Wochen bis zur Bestellung. Unbelaubte Gehölze sind relativ unempfindlich gegenüber Calciumcyanamid, weshalb dieser Dünger gerne im zeitigen Frühjahr im Baumschulen eingesetzt wird um schon vorhandenes oder keimendes Unkraut zu bekämpfen.
Für die fungizide Wirkung dieses Düngers werden eher Umsetzungsnebenprodukte wie Guanylharnstoff verantwortlich gemacht.
Auf Grund der fungiziden Nebenwirkung wird/wurde Kalkstickstoff (meist in Kombination mit Dazomet) häufig zur Bekämpfung der Kohlhernie eingesetzt. Mangels Dazometzulassung ist Calciumcyanamid die einzig verbliebene Möglichkeit Kohlhernie zumindest einzudämmen.

Liebe Grüße,

Daniel
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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #8 am: 26. Juli 2012, 22:04:30 »

Die Cyanogruppe CN findet sich jedenfalls in beidem.
« Letzte Änderung: 26. Juli 2012, 22:31:58 von Gartenplaner »
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Günther

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #9 am: 26. Juli 2012, 22:40:44 »

Und?
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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #10 am: 26. Juli 2012, 23:39:28 »

Ich bin kein Chemiker, deswegen kann ich nur aus dem Fundus meines Schul-Chemieunterrichts von annodazumal heraus mutmaßen, dass die CN-Gruppe für die Giftigkeit beider Stoffe verantwortlich ist - lasse mich aber gern eines Besseren belehren :)

Übrigens sind Pflanzenschutzmittel mit Cyanamid anscheinend nicht mehr zugelassen seit 2008:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2008:251:0045:0046:DE:PDF
« Letzte Änderung: 26. Juli 2012, 23:46:27 von Gartenplaner »
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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #11 am: 26. Juli 2012, 23:51:01 »

Stimmt, wobei ich jetzt nicht weiss wann überhaupt Cyanamid als PSM (wenn man von Kalkstickstoff gegen Kohlhernie mal absieht) zugelassen war. Die letzte Verwendung von Cyanamid war meines Wissen die Schädlingsbekämpfung (Stallfliegenlarven).

Da Kalkstickstoff aber unter die Düngemittelverordnung fällt bleibt seine Anwendung davon unberührt...
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Dendrobiumglotzer

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #12 am: 28. Juli 2012, 15:23:37 »

Wirkt Kalkstickstoff und seine AUsdünstungen besser gegen alles, wenn man das auf ein Beet ausbringt, gut angießt, und dann luftdicht verschließt?


Wird wohl wieder so ein "Dendrobiumglotzer-Thread"
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oile

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Re:Kalkstickstoff, Abgase
« Antwort #13 am: 28. Juli 2012, 15:39:15 »

Wird wohl wieder so ein "Dendrobiumglotzer-Thread"

 ;D :-*
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Ich habe Besseres zu tun!

Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.
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