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News: Man muß schon sein eigenes Glück schmieden, aber nicht andere als Amboss benutzen. (Unbekannt)
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11. Dezember 2018, 23:29:05
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News: Man muß schon sein eigenes Glück schmieden, aber nicht andere als Amboss benutzen. (Unbekannt)

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Autor Thema: Beweidungsprojekt  (Gelesen 57618 mal)

frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #870 am: 18. September 2018, 20:41:02 »

Sie stammen aus einer bekannten Baumschule hier. Sehr kleinfrüchtige Äpfel. Gefühlt in allen Farben. Mag sein, dass sich in dem Farnmeer auch noch Wildbirnen verbergen. Auf der anderen Wiese sind auch Wildbirnen.
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #871 am: 18. September 2018, 20:43:51 »

ähm... der Bläuling ist oberseits braun. Sachdienlicher Hinweise gerne erbeten  ;D
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #872 am: 18. September 2018, 20:52:42 »

Die Bezeichnung "Wildobstwiese" stammt von einem Schild. Vielleicht sollte man korrekter "Kleinfrüchtige Obstbaumwiese" sagen  ;)
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Staudo

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #873 am: 18. September 2018, 20:56:20 »

Ein bisschen klingt es, als ob da jemand Zieräpfel gepflanzt hat.
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #874 am: 19. September 2018, 06:17:28 »

 8) wahrscheinlich. Du musst zugeben... so ein Reh findet die kleinen Knusperteile nicht schlecht. Wie Pralinen zu konsumieren. Und PENG... war´s nicht geplatzt sondern geschossen. Ich nehme unschwer an, dass der Jäger von unserer Anwesenheit nicht begeistert ist.

Bei den Schafen musste Knut den Jungs erst beibringen, dass man Äpfel fressen kann. Als Bioland-Schaf sind Äpfel bzw. Trester für ihn eine bekannte Futterquelle  ;)
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Staudo

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #875 am: 19. September 2018, 07:43:23 »

dass der Jäger von unserer Anwesenheit nicht begeistert ist.

Jäger haben ebenso wie Wild ein ausgeprägtes Revierverhalten.  ;)
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #876 am: 19. September 2018, 14:59:39 »

 ::) menno… seit Jaaahren hat man da so rödeln können wie man wollte und auf einmal.... stehen da Schafe neben der Kirrung  :P

Eventuell muss man mal verbal Überzeugungsarbeit leisten. Es ist ja unvorstellbar viel Fläche bereits in Sukzession. Schafe bedeuten auch freies Schussfeld. Und wer muss mit hingetragenen Äpfeln Säue ködern, wenn man Dutzende Obstbäume auf der Fläche hätte. Wären selbige nicht bereits dabei im Aufwuchs zu verschwinden.

Ob nun Zierobst, Wildobst oder Wildes Zierobst, am besten wohl Pralinenobst... optisch... ist die Fläche doch seeehr gefällig, oder? Der dunkle Sollingwald, der immer wieder von Wiesentälern durchzogen ist (dies ist das abgeschnittene Ende eines Wiesentals).
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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #877 am: 19. September 2018, 15:01:19 »

Bitte über die links stehenden weißen Schafe genau hinschauen... da befinden sich auch alte Obstbaumveteranen. Weniger... pralinig
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Staudo

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #878 am: 19. September 2018, 15:03:44 »

Vermutlich wird das Wild das frisch sprießende Gras auf den freigestellten Flächen sehr gern äsen, wenn die Schafe nicht da sind.  ;)
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Wühlmaus

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #879 am: 19. September 2018, 15:03:51 »

Da wird ja das Wild auf dem Obstteller zum Abschuss serviert 8)

Solange die Jäger dann nicht auf eure Schafe ausweichen :-\ :-X
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Amur

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #880 am: 19. September 2018, 15:15:27 »

Das wäre nicht das erste Schaf dass versehentlich zur Strecke kommt >:(
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #881 am: 19. September 2018, 20:35:28 »

 :-X das ist umstritten, dass das Wild das besonders gern frisst. Wenn aber die Schafe so abschreckend wirken würden, wie das allgemeine Jägerlatein verspricht... warum kommt es bei uns gerade im Winterhalbjahr zu Wilddurchbrüchen?!

Ein Landwirt sieht unsere Schafe zumindest lieber als Rindnachbeweidung. Mangels Fladen würden weniger Larven auf der frisch gedüngten Wiese sein. Und das hieße weniger Wildschaden durch Säue. Nun gut, dass hieße auch weniger leicht schießbare Säue. Aber wenn ich die umgepflügten Grünländereien im Winter sehe, dann verstehe ich doch, dass man uns ganz gerne nachweiden lässt  ;)

Und dann gab es noch die Nicht-Jägerlatein-Story, dass ein Jäger seine Flinte neben den Schafen ausprobierte. Er wolle sehen, ob sie schussfest seien.

Ich habe aufgehört mich über so was aufzuregen. Als ehemaliger Hundeführer dachte ich nur: Na ganz offensichtlich sind die Schafe schussfest gewesen. Sie sind ja noch da.

Aber ziele mir einer mal auf ein Wollie, eh >:( dann wäre Schluss mit lustig!

Sonst haben wir im Solling eigentlich ein ganz gutes Verhältnis zu den hiesigen Jägern. Mir scheint indes auf der Pralinenobstwiese ein anderer Pächter zu jagen. Man wird sehen...
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frauenschuh

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #882 am: 19. September 2018, 20:38:07 »

Die Nachmittagszäunung ein Tal weiter ergab schon den ersten Wildschadenbefund. Auf dem frisch gezäunten Stück haben die Wildschweine schon mal mit Grabungen begonnen. Wir sind somit gerade rechtzeitig auf dem letzten Teilstück des Pachtlandes angekommen
Der Mais ist halt abgeerntet  ::)
« Letzte Änderung: 19. September 2018, 20:40:52 von frauenschuh »
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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #883 am: 25. September 2018, 13:18:23 »

Zumindest einer der Jäger war sehr angetan. So ordentlich habe es da noch nie ausgesehen  ;)

Dennoch ist heute ein Tag, an dem ich wütend vor mich hin koche. Mich schmückt eine äußerst gesunde Gesichtsfarbe.

Was ist geschehen:

Ein Freund von uns kann seine Tiere nicht absetzen. Der hat u.a. Coburger und Skudden. Er hat die Idee einer eigenen Vermarktungsplattform und kam auf uns zu. Sabine nickte zwar, wackelte aber auch mit dem Kopf... ohoh, da lauern rechtliche Fallen. Aber ich klemme mich dahinter.

Schlussendlich stehen auch bei uns 14 Jungböcke, die wir nicht alle behalten können. Oder wollen. Weil das nicht der Sinn ist. Es macht keinen Sinn Fleischmassenware aus Mastställen zu kaufen, wenn es doch auch anders geht.

Ich versuchte mein Glück bei der Landwirtschaftskammer. Ich bekam 4 Telefonnummer. Keiner wusste was man bei so einer Plattform beachten muss oder gar ob man irgendwie Schafe verkauft bekommt. Als nächstes rief ich den Landschaftspflegeverband an. Daher rührt jetzt der dezente Gesichtsflush. Ich fasse mal in etwa so zusammen:

Dieses Jahr bekommst Du gar kein Schaf verkauft. Keiner kauft mehr. Es werden ganze Herden reihenweise aufgelöst.

So weit so gut. Der nachfolgende Satz aber... der hat es in sich:

Und Skudden oder Schnucken kannst Du eh maximal verschenken. Ihr habt das Schlachtgewicht nicht. Das wird nie was. So was hat man schon mal versucht aufzuziehen, das bringt es nichts. Im November gibt es eine Veranstaltung, dann kann man dann noch mal sehen, ob das noch mal aufgezogen wird. Aber eigentlich ist es eh sinnlos.

Das mag so sein. Wenn mir das ein Metzger sagt, dann ist das eines. Wenn das ein Landschaftspflegeverband sagt, dann ist das allerdings fatal. Denn es sind eben diese kleinen Rassen, die mit den mageren Naturschutzflächen klar kommen und trotzdem gut gedeihen.

Während der Verbraucher also Kobe Rind, Straußenfleisch und Insektenburger verschlingt, sind alte vom Aussterben bedrohte (warum wohl?!) Nutztierrassen im Schafsegment zumindest ein Ladenhüter.

Für uns ist das Problem ein finanzielles, aber kein existenzbedrohendes. Wir holen notfalls über eBay Kleinanzeigen ein paar alte Tiefkühltruhen und bemitleiden andere, was sie für Fleisch essen müssen. Allerdings... bedroht das die Existenz der Flächen. Gestern erst haben wir weitere Flächen angeboten bekommen. Wieder bereits total verbuscht. Wieder ein Wiesental. In diesem Fall eines, in dem wir noch gar nicht sind. Und wo ebenfalls reihenweise Flächen verloren gehen. Es müssen also mehr Tiere werden als dieses Jahr.

Und schlussendlich... wenn es gaaaanz gut läuft machen wir das noch 2 Jahrzehnte. Wenn sich bis dahin an der Situation nichts geändert hat, wird es keine Nachfolge geben. Und werden 2 bedrohte Nutztierrassen ein Züchterpaar weniger haben.

Für Anregungen bin ich herzlich dankbar, denn wie gesagt... vom Naturpark oder vom Landschaftspflegeverband... kommt nichts an Unterstützung.
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Staudo

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Re: Beweidungsprojekt
« Antwort #884 am: 25. September 2018, 13:30:23 »

Eigenvermarktung geht nur halblegal an gute Freunde?
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