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|29|8|Ich wollte lieben, ich wollte geliebt werden. Also verliebte ich mich. Mit anderen Worten: Ich machte mich zum Narren.  Albert Camus

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Autor Thema: Beschnitt eines alten Rotdorn  (Gelesen 9527 mal)

Cass

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Beschnitt eines alten Rotdorn
« am: 07. März 2005, 13:18:25 »

Hallo,
vielleicht könnte mir jemand einen Tip geben. Vor unserem Haus steht ein ca. 25-30 Jahre alter Rotdorn, ca. 6 Meter hoch.
Seit wir das Haus gekauft haben (9 Jahre), haben wir ihn „in Ruhe“ gelassen – was vielleicht ein Fehler war.
Der Baum bekommt seit etwa 2 Sommern immer weniger Blätter und man sieht dementsprechend auch viele tote Äste etc. , die Rinde blättert stellenweise auch ab.
Meine Frage ist, wie „radikal“ darf man einen Rotdorn beschneiden? In einem Nachbardorf habe ich gesehen, daß dort die Rotdorne im Herbst komplett gestutzt wurden, so daß nur noch der Stumpf übrig blieb.
Darf man das bei einem so alten Baum überhaupt machen?
Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand sagen könnte, wie ich hier vorgehen soll.
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Hortulanus

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #1 am: 07. März 2005, 13:47:48 »

Habt ihr einen Kamin und benötigt Brennholz? ;D

Das gleiche Schadbild hatte auch mein sehr großer Rotdorn. Inzwischen steht nur noch der Stamm als Stütze für Wilden Wein, Clematis und Winterjasmin.

Offenbar handelt es sich um eine Pilz-/Virusinfektion (Feuerbrand?) mit tödlichem Ausgang.
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brennnessel

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #2 am: 07. März 2005, 14:50:39 »

Uah!!! :o Aber dann darf der nicht noch lange in der Gegend rumstehen, Hortulanus!!!!

Lisl
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brennnessel

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn - Feuerbrand?
« Antwort #3 am: 08. März 2005, 06:58:53 »

Also, hier würden in diesem Falle alle Alarmglocken schrillen !
Bei uns ist Feuerbrand anzeigepflichtig. Jede Gemeinde hat eigene Beauftragte, die dafür sorgen müssen, dass das untersucht wird, ob es sich tatsächlich um diese schwere Gehölzkrankheit handelt. Man dürfte hier ein befallenes Gehölz nicht einmal selber entsorgen!
LG Lisl
« Letzte Änderung: 08. März 2005, 07:16:52 von brennnessel »
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Feder

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #4 am: 08. März 2005, 09:49:41 »

Bei uns wird bei Feuerbrand auch rasch gehandelt, das ist gesetzlich geregelt. Die Gefahr dabei ist die weitere Ausbreitung und Infektion von Obstbäumen. Ein säumiger Bauer, und alle Nachbarn im weiteren Umkreis können ihre Obstgärten vergessen.
Ich glaube, in D ist das Problem noch nicht so verbreitet?
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Das Natürliche bleibt immer gleich. Das Normale ändert sich alle 100 km oder alle paar Jahre.
  Pat Parelli

brennnessel

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #5 am: 08. März 2005, 09:58:59 »

Maria, von da kam es aber angeblich - von der Bodenseegegend .... In Vorarlberg gab es schon vor vielen Jahren die ersten Fälle. Bei uns hört man erst seit ein paar Jahren davon. Unsere Baumfachwarte redeten bei den Gartenstammtischen schon ein paar Jahre von fast nichts anderem mehr....Das kommt mir wieder in die andere Richtung übertrieben vor. Zuviel Angst kommt mir genau so abträglich vor wie zuviel Laxheit....
LG Lisl
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Cass

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #6 am: 08. März 2005, 10:27:26 »

Danke für die Antworten. Habe im Netz einiges über Feuerbrand gelesen und bin der Ansicht, daß das Problem unseres Rotdorn eher das Alter ist!
Also kann mir hier niemand sagen, wie man Bäume richtig beschneidet?
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Hortulanus

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #7 am: 08. März 2005, 11:42:25 »

Die Antwort, Cass, hast du dir doch schon selber gegeben. Ja, man kann R. sehr stark zurückschneiden. Unabhängig von dessen Alter.

Aber ob das bei deinem Exemplar, das offenbar sehr krank ist (abblätternde Rinde), sinnvoll ist, kann dir nur ein Spezialist an Ort und Stelle sagen. Das Schadbild muss erst einam begutachtet werden (Gartenbauverein, Baumschulbesitzer o.ä.)
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Sepp

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #8 am: 08. März 2005, 14:01:41 »

Ich würde auch einen Spezialisten oder guten Hobby-Gärtner den Rotdorn zeigen. Es kann sein, dass es gar keinen Sinn mehr macht.
Ansonsten sind Crataegus insgesamt sehr schnittverträglich.
Kann es sein, dass der Schaden noch vom Sommer 2003 ist? Da haben letztes Jahr viele Gehölze drunter zu leden gehabt.
Rotdorn ist zwar sehr trockenheitsverträglich, aber irgendwann ist auch da eine Grenze erreicht.
Was heisst "die Rinde blättert ab"? Richtig tief ins lebende Gewebe oder nur die äussere Borke? Letzteres wäre nämlich normal.

Feuerbrand wäre übrigens auch in D meldepflichtig. Kann sonst teuer werden.

Sepp
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Hortulanus

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #9 am: 08. März 2005, 17:00:41 »

Feuerbrand wäre übrigens auch in D meldepflichtig. Kann sonst teuer werden.

Dazu müsste man ihn erst einmal erkennen. Viele Cotoneaster salicifolius floccosus sterben in Parkanlagen peu à peu vor sich hin. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass diese C.-Art besonders anfällig für F. sein soll. Das kümmert aber niemanden.
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Sepp

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #10 am: 08. März 2005, 18:16:02 »

Hortu,

da geb ich dir recht. Hab auch mal so ein Exemplar gesehen.
Vielleicht wird das in den Städten anders gesehen als auf dem Land?

Sepp
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brennnessel

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #11 am: 08. März 2005, 19:06:00 »

Wenn es Feuerbrand ist: Cotoneaster ist so leicht durch Gleichwertiges oder sogar Schöneres zu ersetzen, aber dabei bleibt es bei dieser Seuche ja leider nicht! Die vielen wunderschönen alten Obstbaumriesen in ländlichen Gegenden sind so schnell durch nichts zu ersetzen, vom wirtschaftlichen Schaden vieler Bauern und Obstbaubetriebe ganz zu schweigen......
Bei uns setzt man auf Vorbeugung und jeder Bauer und Gartenbesitzer wird durch Infos durch das Gemeindeamt aufgerufen, seine Bäume, Sträucher, Bodendecker (Rosengewächse) gut zu beobachten und die dafür zuständigen Beauftragten zu verständigen, wenn Verdächtiges festgestellt wird. Leider nützt das nicht auf Dauer, wenn das nicht generell im Auge behalten wird.

LG Lisl
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Urs

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Re:Beschnitt eines alten Rotdorn
« Antwort #12 am: 09. März 2005, 10:12:32 »

Die beschriebenen Symptome ("immer weniger Blätter") passen m. E. nicht zum Feuerbrand. Beim Feuerbrand verdorren ganze Zweige oder Zweigpartien innerhalb kurzer Zeit während andere Teile des betroffenen Gehölzes unbeeinträchtigt erscheinen.
Kann es sein, dass vieleicht z. B. Schermäuse die Wurzeln sehr stark befressen haben? Oder wurde der Boden im Wurzelbereich durch befahren verdichtet?
Zum Schnitt: Äste über 5 cm Durchmesser sollten nach Möglichkeit nicht gekappt werden, weil so große Wunden kaum mehr überwallt werden können bevor masive Fäulnis eingesetzt hat. Kleinere Äste können nofalls auch recht radikal entfernt werden. Weißdorne verfügen über viele "schlafende Knospen" und treiben deshalb auch nach sehr starkem Rückschnitt gut wieder aus.
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