Danke für eure Ideen.
Ja RosaRot, das gesellige Treiben und Krakelen ums Haus würde mir auch unendlich fehlen. Durch ihre selbsterwählte Nähe zum Menschen erscheint mir diese Vogelart fast wie wilde, freie 'Haustiere' und durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten ergeben sich sehr viele spannende Beobachtungsmöglichkeiten.
Auf unserem neuen Grundstück mit kleinem Häuschen war ich schon sehr traurig, weil ich noch keine gesehen habe, bis mir klar war warum.
Trotz aller Naturliebe hatten die Vorbesitzer oben wie so häufig im Dach ein Gitter verbaut (vielleicht wußten sie garnicht davon, was die Baufirma alles so 'installiert' hatte), damit auch keine ungebetenen Gäste unters Dach kriechen.
Bei nächster Gelegenheit werde ich mal versuchen, ob man das entfernen kann, vielleicht finden sich ja dann mal Brutpaare aus der Gegend ein... (wahrscheinlich wird der Marder der erste sein der im Dach hockt!

)
Mein Problem mit den beiden neuen 'Großen' ist nicht, dass sie sich überhaupt nicht füttern lassen, denn als sie die letzten Tage noch im Nest hockten, habe ich sie vorsichtig in die Hand genommen und dort konnte ich ihnen etwas geben, wenn sie sich etwas beruhigt hatten.
Aber jetzt, da sie flügge werden, sind sie, ihre Möglichkeiten nutzend, nur noch auf der Flucht.
Einer nimmt mittlerweile zaghaft einige kleine Stückchen, wenn ich ihm nur lange und langsam genug mit dem Futter hinterhergehe und es ihm bis auf dem letzten Ästchen unterm Dach anbiete.
Bei dem anderen noch Scheueren ist mir jetzt auch der Grund klar. Als ich ihn bekam, hatte ich mich schon gewundert, dass der eine Flügel etwas hing, mir aber noch nicht viel gedacht. Jetzt nachdem sogar mein Kleiner (da Jüngster) schon fliegt, habe ich gesehen, dass dieser Neue nur von Ast zu Ast flattern kann, wahrscheinlich ist er deshalb so panisch, weil er spürt, dass er a.g. seiner 'Behinderung' nicht fliehen kann.
Gott sei Dank flüchtet er jetzt nach gewisser Zeit immer wieder schutzsuchend in sein altes Nestchen, das noch in der Voliere steht, wo ich ihn dann nach einiger Zeit Beruhigung vorsichtig herausholen kann und er sich auch in der Hand füttern läßt, wenn der Hunger groß genug ist.
Scheinbar gibt ihm der feste und doch vorsichtige Halt der Hand eine gewisse Sicherheit.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass sich das mit dem Flügel bessert, was immer es auch sein mag, gebrochen ist er denke ich nicht, er bewegt ihn ja beim Flattern und kann ihn unter Spannung kurzzeitig auch anlegen.
Das mit dem Mauersegler ist ja verrückt, warum um alles in der Welt saugen die sich denn fest?
Von diesen 'schrillen' Gesellen haben auch mehrere ihr Nest über der löchrigen Dachunterseitenverkleidung. Manchmal erschrecke ich richtig, wenn sie wieder sirenenartig angesaust kommen und in den dunklen Löchern verschwinden. Von Ihnen habe ich seltsamerweise oder Gott sei Dank noch nie ein Junges am Boden gefunden, aber nach diesem Video wäre ich ja gut auf Eventualitäten vorbereitet.