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|6|10|Sobald ich das, was der heutige Spruch empfielt tu, ecke ich nur noch an und liege mit allen im Streit. (Gänselieschen)

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Autor Thema: Taro - Colocasia esculenta  (Gelesen 4597 mal)

andreasNB

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Taro - Colocasia esculenta
« am: 17. Oktober 2012, 16:57:42 »

Wer hat Erfahrungen in der Kultur und Überwinterung von Taro (Colocasia esculenta) ?
Gefragt sind hier vor allem die "neuen" Sorten, welche hier in Deutschland seit ein paar Jahren erhältlich sind.
Wie wachsen sie im Freiland, wie im Kübel, wie überwintern ?

Das Antreiben kleiner Knollen aus dem Asialaden hat sowohl bei mir, als auch bei 2 Freunden nicht wirklich funktioniert.
Einzig den Trieb einer großen Knolle konnte ich abnehmen und bewurzeln. Die Pflanze ist den ganzen Sommer über kaum gewachsen und steht nun schon seit September auf dem Fensterbrett.
Diesen "Sorten" aus dem Lebensmittelhandel scheint es wohl generell in D zu kühl zu sein - laut diversen Berichten im Netz.

Außerdem habe ich noch eine 'Black Magic' im Frühjahr bekommen.
Im Folientunnel ist sie gut gewachsen. Nur macht eine einzelne Pflanze ja nicht viel Blätter und damit was her.
Die an Stolonen (?) gebildeten Ableger habe ich vor 2 Wochen, so halbwegs bewurzelt, abgenommen und werde sie in der Wohnung überwintern.
Der Mutterpflanze kann ich aber nur einen kalten, halbdunklen Keller bieten. Ob das gut geht ?
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Joachim

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #1 am: 17. Oktober 2012, 20:57:21 »

Ich habe mal drei Jahre mit einer grünen Sorte experimentiert, als Kübelpflanze auf der Terrasse. Zumindest hier in HH sind die Sommer aber einfach nicht warm genug um ein zügiges Wachstum im Freiland zu erzeugen. Bis zum September waren sie zwar ganz ansehnlich, aber nicht wirklich überwältigend, mein Riesen-Petasites ist viel imposanter und macht kaum Arbeit ! Überwintert habe ich nach einer Methode , entnommen einem amerikanischem Forum: die Pflanzen im Herbst aus der Erde nehmen und mit einem scharfen Wasserstrahl möglichst die komplette Erde von den Wurzeln abspritzen, alles muss schön weiss und sauber sein. Dann die Knollen in einen Eimer mit klarem Wasser stellen und ab in den dunklen Keller. Die Blätter ziehen nach und nach ein und sollten entfernt werden. Auf diese Weise bleiben die Knollen saftig stramm und es gibt keine Fäulnis.

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mickeymuc

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #2 am: 18. Oktober 2012, 08:21:19 »

Ich hatte C "coffee cups", die sind gut gewachsen. Ich hatte sie dann trocken im Keller überwintert, das haben sie nicht überlebt. Eine kleine Pflanze, die ich mir dieses Jahr wieder besorgt hab werde ich warm überwintern. Wenn man gegen Spinnmilben behandelt sollte das gehen.
Bei den Sorten gibt es wohl große Unterschiede was den Wärmebedarf angeht, da lohnt es sicher ein bissl zu recherchieren.
Eine schöne Alternative mittlerer Größe finde ich übrigens Remusatia vivipara, die ist robust und sehr schön. Bekommt allerdings nur ein Blatt je Saison.
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Viele Grüße aus dem Ermstal !

micc

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #3 am: 19. Oktober 2012, 19:38:25 »

Ich halte sie, als kleine Knolle im Asialaden gekauft, seit vielen Jahren. Eine Übersommerung draußen ist überhaupt kein Problem. Man sollte aber sehr viel Wurzelraum, viel Feuchte und gut gedüngten Boden geben.

Spinnmilben hat sie leider im Winter auch, darum lasse ich sie draußen, bis die Blätter von den ersten Frösten zerstört sind. Dann hat sie so eine Art "Winterstarre" und kommt ca. 5 Monate in den dunklen und kühlen Keller. Sie sollte dabei in nicht mehr allzu feuchtem Substrat stehen, sonst treibt sie im Dunkeln nch einiger Zeit aus. Ist die Knolle aber groß genug (bei mir etliche Kilo), dann ist auch das kein Problem.

Ich vermehre sie ganz einfach - ein doppelfaustgroßes Stück mit dem Spaten abhacken, es soll aber schon Wurzeln haben, und dann in Blumenerde setzen.

:)
Michael
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andreasNB

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #4 am: 25. Oktober 2012, 13:39:33 »

Danke für eure Ausführungen.

@mickeymuc,
Von Remusatia vivipara ist im letzten Winter ne Zwiebel mit in die Bestellung gehüpft. Waren glaub ich nur 2 GBP oder noch weniger...
Sie hat zwar nur ein Blatt, vermehrt sich aber gut. Mal schaun wie es in 2 Jahren aussieht.
Hier mit der Arisaema fargesii vom ZWIEBELTOM die er im Frühjahr verteilt hat.


Arisaema fargesii und Remusatia vivipara


Von Spinnmilben habe ich im Netz gelesen. Meine Taros sind von den Viechern aber bisher verschont.
Ich werde die Mutterpflanze, steht ja nun schon seit längerem ohne Wassergabe in ihrem 12-L-Baueimer im GWH, irgendwann im November in den Keller räumen und zuvor die Blätter (bis auf das jüngste Blatt) entfernen und wenn es gut geht Ende März/April umtopfen, ins Gewächshaus und später raus in den Garten.
Als Backup habe ich ja 3-5 Jungpflanzen auf dem Fensterbrett in der Wohnung. Wenn sie jedes Jahr Stolone macht, brauch ich die Mutterpflanze nicht zu zerhacken.
Bei sowas produziere ich nur jede Menge fauliges Gemüse ::)

@Joachim,
Zugegeben, Petasites musste ich erst einmal googlen.
Meinst Du den Japanischen Huflattich Petasites japonicus ?
Er sieht schon etwas exotisch aus, paßt m.M. nach aber mehr ins Freiland und natürlich gestaltete Gartenbereiche. Frisch-feuchten Boden kann ich ihm aber nicht bieten.
Für Exotik und Wasserbecken bzw. Kübel dann doch besser Taro & Co. Arbeit hält sich ziemlich in Grenzen, sofern man jeden Herbst Jungpflanzen von den Stolonen aufnimmt, in der Wohnung überwintert (10er Topf ausreichend) und im Frühjahr neu setzt.
Ich bin durch die Google-Suche aber wieder mal auf die HP vom Staudengarten in Gross Potrems gestossen. Will ich mir seit Jahren schon anschauen, vergesse es aber immer wieder. Sind zwar auch 100km von hier, aber für die hiesige Gegend noch im "Nahbereich".
Für mein Pachtland von 0,7ha brauchts ja sehr pflegeextensive Stauden, damit es hier endlich mehr blühendes gibt 8)
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Zwiebeltom

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #5 am: 25. Oktober 2012, 14:02:36 »

Wenn du für beeindruckende Blätter eh schon die Aronstabgewächse A. fargesii und R. vivipara (ich wusste gar nicht, dass deren Blatt SO groß wird!) verwendest, kannst du noch Typhonium venosum 'Indian Giant' (deutlich größer als die Normalform) oder Typhonium giganteum versuchen. Von ersterer habe ich Brutknollen zum Tausch.
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Das Leben ist kein Ponyschlecken.

andreasNB

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #6 am: 25. Oktober 2012, 14:37:07 »

Zitat
...(ich wusste gar nicht, dass deren Blatt SO groß wird!)...

Und dabei hatte ich sie nur in einen 4 Liter-Pott mit normaler Blumenerde gesetzt und vielleicht sind im Sommer auch mal 2-3 Kügelchen Blaukorn im Topf gelandet.
Zwei Tochterzwieblchen scheint sie gebildet zu haben (kleine Blätter) + 5 Stolonen.

Ich muß aufpassen das ich mich nicht verzettele ;-)
Immer mal was extra als neue Erfahrung Ok, aber wie hatte ich es letztens mal sinngemäß im Zusammenhang mit Sammlern gehört:
"Man muß aufpassen das einem die Sachen gehören und nicht umgedreht !" ;D
Zum Tausch hätte ich als Zwiebelhaftes im Moment eh nur normale N.bowdenii und albivetta welche aber auch hellrosa blühen ::)
Ansonsten Delosperma, Agaven, Kakteen, Canna und Allium carinatum ssp. pulchellum + Allium olympicum

Ach, ich hatte im letzten Winter Entzugserscheinungen und so bei Mauro in Brasilien diverse Hippestrum-Samen bestellt.
Jetzt stehen hier so 8-10 verschiedene Arten/Hybriden rum.
Ein Tausch macht aber frühestens im nächsten Jahr Sinn.
Noch sind sie zu klein.
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mickeymuc

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Re:Taro - Colocasia esculenta
« Antwort #7 am: 25. Oktober 2012, 15:08:13 »

Hey Andreas,

Wenn Du Remusatia hookeriana möchtest kann ich Dir gern ein Stück geben. Hat nicht ganz so große Blätter wie vivipara aber ist auch nett.

Viele Grüße,

Michael
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Viele Grüße aus dem Ermstal !
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