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Autor Thema: Auberginen  (Gelesen 39547 mal)

cydorian

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Re: Auberginen
« Antwort #525 am: 13. Juli 2017, 07:53:49 »

Wie erkenne ich den optimalen Erntezustand?

Wenn die Schale von glänzend auf matt umschlägt, wars zu spät :-)
Dieser Umschlag bedeutet Überreife und auch, dass das Grössenwachstum aufgehört hat. Daran könnte man den besten Erntezeitpunkt auch ablesen, aber wer geht schon mit Schiebelehre und Tabelle durch die Pflanzen, um täglich die Wachstumsdynamik zu messen?

Im Zweifel lieber früh ernten. Unreife Auberginen gibts eigentlich nicht. Sie schmecken auch im Wachstum genauso gut, die Struktur ist sogar besser. Ganz reife Früchte bekommen oft Kavernen, die Kerne stören auch weil sie hart werden. Der Solaningehalt fällt ohnehin nicht wie bei Tomaten plötzlich in der Reife ab, sondern ist mehr eine langsam fallende Gerade. Er korrespondiert mit dem Bittergeschmack, wer da empfindlich ist sollte bittere Sorten meiden. Sind die Gartensorten aber eh nicht mehr, der alte Ratschlag sie aufzuschneiden und gesalzen stehen zu lassen musste ich noch nie anwenden.
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Wild Obst

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Re: Auberginen
« Antwort #526 am: 13. Juli 2017, 08:33:54 »

Dieses Jahr habe ich mal ein paar Sorten mehr ausprobiert. Seit einer Woche kann man ernten. Ein paar wenige stehen im Gewächshaus, der Rest im Beet, Freiland ohne Schutz. Da werden sie alle nur max. 1m hoch.

Danke für den ausführlichen Sortenvergleich. Ich habe dieses jahr auch zum ertsen Mal ernsthaft Auberginen im Versuchsanbau, aber die Pflanzen sind noch alle etwas kleiner als deine und die ersten habe vor 1-2 Wochen erst angefangen auch Früchte anzusetzen. Diese sind erst maxima 3 cm groß.

An Sorten versuche ich Dourga, Blaukönigin, Bonica (F1) und Laura, weswegen mir deine positive Bewertung der Sorte laura bei dir gleich gefallen hat. Ich hoffe sie verhält sich auch bei mir so. Auf jeden Fall habe ich auch schon beobachtet, dass sie etwas kleiner bleibt als die anderen Auberginensorten.

Bei Blaukönigin ist mir leider kein einziger Samen aufgegangen.
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cydorian

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Re: Auberginen
« Antwort #527 am: 13. Juli 2017, 09:46:19 »

Fürs gelungene keimen haben sie es gerne etwas wärmer wie Tomatensamen. Ausserdem sind die Samen nicht so lange haltbar. Am besten auf einer Wärmematte vorziehen. Und dann Licht. Viel Licht.

Laura habe ich schon mehrere Jahre im Anbau, weil sie einfach gut ist, um den Preis der geringeren Erträge. Die grössten Pflanzen und Früchte gab es bei guten Kompostgaben, Kalium. Stickstoffbetonte Düngung bringt nicht so viel. Ausserdem ist es wichtig, die ersten Früchte früh zu ernten oder die Erstblüten abzuschneiden. Wie bei Paprika. Sonst steht die Pflanze und verausgabt sich an der Erstfrucht, statt mehr Blattmasse zu bilden. Grössere Pflanzen = grössere Früchte. Es kommt vielleicht auch auf die Verwendung an, was einem wichtig ist. Eintöpfe, Ratatouille sind prima mit kleinen Früchten, durch den höheren Schalenanteil halten die Stücke gut zusammen. Für Spitzengerichte wie Auberginen Parmigiano sind grosse Früchte günstiger.

Andere Sorten früher waren z.B. Moneymaker. Auch okay.
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Vogelsberg

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Re: Auberginen
« Antwort #528 am: 19. Juli 2017, 17:55:50 »

Nachdem sich gerade auch meine - für mich neue- Thai-Sorte "Kermit F1" als weitestgehend bitterfrei entpuppt hat, suche ich nun Auberginen für mein Gewächshaus mit einem angenehm deutlichen Bitterton - natürlich nicht sooo bitter wie früher, wo man erst mit Salz die Bitterstoffe mit dem Zellwasser rausholen musste  ::)

Laura und Barbarella wurden als leicht bitter genannt - noch welche? De..lora hat ja einige Asiensorten im Angebot, hat die schon mal jemand getestet??

verschwitzte Grüße

Susanne
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Manche saufen, ich bin süchtig nach Pflanzen.

hemerocallis

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Re: Auberginen
« Antwort #529 am: 19. Juli 2017, 18:13:00 »

Heuer gibt es hier Prosperosa, die Jahre davor Violetta di Firenze (heuer keinen Samen bekommen) - Kultur immer im Freiland, diesmal aufgrund des ausreichenden Platzangebotes 16 schöne Pflanzen, die bereits reich fruchten. Die größte Frucht der heutigen Ernte hatte 235 g.
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Hemerocallis

cydorian

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Re: Auberginen
« Antwort #530 am: 22. Juli 2017, 18:43:30 »

Die fruchten wie irre dieses Jahr. Heute wieder eine Schüssel voll geerntet:



Gewicht der grossen Früchte liegt bei 350-400g. Vielleicht wären sie noch grösser geworden, aber bei Auberginen ist zeitiges Ernten enorm wichtig, damit die Pflanze nicht Blüten abwirft und kleinere Früchte im Wachstum stehenbleiben. "Dnipropetrovsk" ist der Grössenkönig, knapp vor Barbarella. "Dnipropetrovsk" sieht zwar aus wie eine Supermarktaubergine aus Holland, ist aber im Fleisch wesentlich dichter, fester und aromatischer. Bei der haben auch kleine Pflanzen grosse Früchte bekommen:



Die Grundfarbe sieht man an den Stellen mit weniger UV-Licht oder bei Gewächshauspflanzen. Hier Barbarella aus dem Freiland:



Ist einfach schön. "Laura" bleibt da z.B. auch bei Reife grün. An Auberginen ist vieles schön. Auch die Blüten:

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Christina

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Re: Auberginen
« Antwort #531 am: 22. Juli 2017, 19:51:07 »

Cydorian, hier gibt es in diesem Jahr auch tolle viele Auberginen, so eine Ernte hatte ich noch nie!  Ich habe die Caspars, White Finger und Carlson.
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cydorian

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Re: Auberginen
« Antwort #532 am: 22. Juli 2017, 20:05:42 »

Wie schmecken diese Sorten? Grösse, Gewicht, Konsistenz?
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Christina

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Re: Auberginen
« Antwort #533 am: 22. Juli 2017, 20:26:57 »

Die Carlson sieht aus wie eine dunkle Supermarktaubergine, sie kommt mir aber weicher, zarte vor. Die Caspar ist eine lange weiße Aubergine und fester im Fleisch. Bitter ist keine, ich salze Auberginen nicht mehr vor dem braten ein. Die White Finger habe ich gestern alle meiner Tochter mitgegeben, sie ist noch schmaler als die Caspar. Allerdings ist es das erste Mal, daß ich so bewußt Auberginen teste, bisher habe ich sie immer auf dem Markt geholt, aber auch immer nur hiesige Ware.
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cydorian

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Re: Auberginen
« Antwort #534 am: 06. September 2017, 20:55:04 »

Tomaten fast ganz braunfäulekaputt, Kraut geplatzt, Salat rottet... aber die Auberginen wachsen trotz der Wetterabkühlung weiter und blühen und fruchten und fruchten. An den unteren Blättern gibts jetzt gelbe und braune Stellen, aber oben wächsts fröhlich weiter:



Die erreichten Fruchtgrössen ändern sich nicht. Wer richtige Riesenteile will, sollte Konkurrenzfrüchte abschneiden. Hier Barbarella:



Ronde de Valence, setzte gerne viel an, Früchte bleiben dann kleiner aber sehen toll aus:



Nach einem Sommer voller Auberginen werd ich wohl Laura und Ronde de Valence oder Obsidian wieder anbauen und Sorten suchen, die grösser werden aber auch so schön dichtes und aromatisches Fruchtfleisch wie Laura haben. Barbarella schaffte die Grösse, aber war etwas weicher und zeigte auch Kavernen bei Vollreife.
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Wild Obst

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Re: Auberginen
« Antwort #535 am: 06. September 2017, 23:22:52 »

Bei Laura gefällt mir auch die Fruchtfleischfestigkeit und Dichte. Bis jetzt hatte ich keine riesige Ernte, aber das war wegen einigen Schneckenverlusten, nicht der Pflanzen, sondern der angesetzten Früchte.
Bonica (F1) hat bei mir deutlich mehr Ertrag, aber dafür deutlich weicheres, leichteres Fruchtfleisch. Die größte Bonica hatte bei ca 25x15 cm LängexBreite über 500g, während Lauras meist bei 100-150g bleiben, bei kugeligen 5-7 cm Durchmesser.

Dourga hat bei mir im Freiland versagt und letztes Wochenende die erste Aubergine erst angesetzt.
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hemerocallis

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Re: Auberginen
« Antwort #536 am: 21. September 2017, 10:00:09 »

Hier war der Ertrag bisher heuer auch enorm - allerdings hat der hier sehr kalte und nasse September dem Segen nun ein Ende bereitet. Die Pflanzen haben zwar noch Blüten aber alles Laub abgeworfen (stehen im Freiland).

Eine seltsame Erscheinung konnten wir heuer beobachten - mit zunehmender Saisondauer haben sich immer mehr Früchte mit Korkszellenstreifen auf der Schale gebildet, einige wirkten sogar irgendwie aufgeplatzt. Innen waren sie in Ordnung wie immer - auch die Pflanzen selbst haben bis vor kurzem noch gesund ausgesehen. Kennt jemand dieses Phänomen und die Ursache dafür? Handelt es sich um einen Kulturfehler, ein Wetterphänomen oder ist das vielleicht sortenabhängig?

PS: hat jemand Rezepte auf Lager, mit denen man den großen Ertrag verarbeiten kann? Wir hatten heuer so oft Ratatouille, Parmigiana und Moussakka wie nie zuvor und immer noch eine Riesenschüssel davon im Kühlschrank.
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Hemerocallis
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