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Autor Thema: Grabgestaltung  (Gelesen 29752 mal)

Mediterraneus

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Grabgestaltung
« am: 24. September 2012, 15:35:04 »

Es ist bald wieder soweit. Calluna, Erika und Stiefmütterchen treffen sich zum Ratschen auf dem Friedhof. Allerheiligen naht. ;)

Da ich auch (mindestens) ein Grab zu betreuen hab, such ich nach Anregungen.

Ich möchte nun mal etwas "alternativ" werden, und nicht das machen, was Alle haben.
Angefangen hab ich schon mal mit einem bleibenden Rahmen als Umrandung einer Insel mit Wechselbepflanzung. Im "Rahmen" sind Hauswurze, Thymiane, Sedum "Angelina", Carex humilis "Hexe", Paxistima canbyi.

Jetzt gehn die Ideen aus. Gehts euch auch immer so?

Auf zum fröhlichen Friedhofsaustausch!
« Letzte Änderung: 28. Mai 2013, 09:53:12 von Mediterraneus »
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Lehm

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Re:Grabgestaltung 2012
« Antwort #1 am: 24. September 2012, 15:43:31 »

Auf zum fröhlichen Friedhofsaustausch!

Immer wieder fällt mir auf, dass Grabpflege offenbar eine fröhliche Angelegenheit ist. Das sollte in der Bepflanzung zum Ausdruck kommen. Warum es also nicht mal mit Wurzelgemüse versuchen? So hat der Tote die Chance, dem Pflegenden was zurückzugeben. Was sicher kommt ist Topinambur.
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ninabeth

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Re:Grabgestaltung 2012
« Antwort #2 am: 24. September 2012, 17:49:19 »

Auf das Grab das ich zu betreuen habe kommen immer nur die Lieblingspflanzen des Verstorbenen.
Ich halte mich nicht nach dem üblichen Schema, also keine Violen, Erika, usw. ;D
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Ninabeth

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murkelbi

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Re:Grabgestaltung 2012
« Antwort #3 am: 24. September 2012, 18:31:39 »

Hallo ninabeth,
bei mir ist es so ähnlich.
Das Grab meiner Eltern wird wie ein kleiner Garten behandelt, bepflanzt zur Zeit mit Stauden. (Bergenien, Geranium, Waldsteinia ternata ,mehrere Gäser, Heuchera und eine Euphorbie)-alles erstaunlich trockenheitsverträglich.
Im Winter wird das Grab eingedeckt. Ich weiß aber noch nicht genau, was ich über den Winter stehen lasse. Auf alle Fälle kommen unter die Abdeckung Frühlingsblüher, die dann im Frühling für Farbe sorgen.(letztes Jahr Hyazinthen) Meine Mama war eine Seelenverwandte und liebte Pflanzen, besonders Rosen. Oft weiss ich, wenn ich Gärtnereien besuche, dass sie daran auch ihre Freude hätte. Manchmal auch hab ich Pflanzen für meinen Garten gekauft und die landen dann irgendwie auf dem Friedhof.
Ihr hätte der kleine Garten gefallen :-)

LG
murkelbi
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Mediterraneus

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #4 am: 28. Mai 2013, 09:55:11 »

Hallo, es ist wieder soweit für die Sommerbepflanzung. Bißchen spät dieses Jahr.

Ich überlege, ob man die Hängegeranien auch als "Bodendecker" aufs Grab setzen kann. Normalerweise nimmt man ja die stehenden Geranien (Pelargonium zonale).

Oder faulen die irgendwie, wenn sie am Boden aufliegen?
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Re:Grabgestaltung
« Antwort #5 am: 11. Juli 2013, 13:52:59 »

hmm, nicht so viele grabgärtner hier 8)

also, ich betreue 2 gräber, lage vollsonnig.

grab 1:
rose "planten und Blomen", unter/hinter der rose als bodendecke Veronica "Georgia blue" mit primula veris.
als hauptbodendecker habe ich die graue Teppiche bildende Veronica surculosa.
in diesem hauptbodendecker ist ein 40 cm loch frei für die wechselbepflanzung, die dieses jahr aus rosa hängepelargonien besteht.

im Hintergrund vor dem Grabstein ist noch Euphorbia myrsinites, bergenia stracheyi "alba" und Asparagus tenuifolius.

ganz vorne hab ich noch ein paar dianthus gratianopolitanus und Geranium dalmaticum.

mal gespannt, ob sichs bewährt. ich möchte nämlich künftig nur noch die wechselbepflanzung austauschen
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Santolin

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #6 am: 11. Juli 2013, 14:03:05 »

Ich finde es ziemlich schwer, das Grab für einen längeren Zeitraum schön zu bepflanzen. Unseres liegt auch bis zum späten Abend in der prallen Sonne. Das macht das Gießen auch nicht leicht. Entweder sehr früh oder fast schon Nachts.
Ein seltsamer Nebenaspekt der Grabpflege ist, dass ich mich dort irgendwie unbeholfen fühle. Vielleicht weil es so öffentlich ist. Ich wühle sonst mit Wonne in der Erde, aber am Grab stelle ich mich schon mit der Hacke an, als ob ich noch nie in einem Garten gewesen wäre.
Dieses Jahr sieht wieder alles richtig struppig aus.
Wir haben als Rahmen immergrün und eine Art Mauerpfeffer.
Innen seit letztem Sommer einen Kreis aus Buchs, der dieses Jahr mit lila Kriechverbenen und dieser fluffigen Euphorbie bepflanzt ist.
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Mediterraneus

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #7 am: 11. Juli 2013, 14:28:23 »

gärtnerlampenfieber ;D

bei mir isses immer so, dass ich immer das benötigte gerät nicht dabei habe. ich hab mir deshalb schon ein altes schäufelchen und eine billighacke hintern Grabstein gelegt, dass immer was Vorort ist.

für mich ist das "grabgärtnern" vor allem interessant, weil ich im eigenen garten weniger sonne hab. und ich mag ja solche mediterranen brutzelstellen :D
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Re:Grabgestaltung
« Antwort #8 am: 11. Juli 2013, 14:33:07 »

grab 2:

als gehölz: prunus x cistena (Zwergblutpflaume).

rahmen: Geranium dalmaticum, Sedum "angelina, teucrum montanum "Purpureum", miniblattbergenie, Thymus vulgaris (kompakte form), gypsophila "Filou rose" und carex humilis (weinbergsegge).

als wechselbepflanzung; kirschrote Pelargonium zonale und schwarzblättrige orange-einfachblühende Begonie.
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Danilo

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #9 am: 11. Juli 2013, 14:37:06 »

Ich behandle hiesige Gräber eigentlich auch nicht anders als den eigenen Garten.
Ich habe entsprechende Pläne erstellt und wähle pflegeleichte "Ordnungshelden" und "Langspielplatten". Das beginnt mit Geophytenwellen von Januar bis Mai, geht dann in eine Grünphase des Staudenblattwerks über, eine blühende, zentrale Deschampsia caespitosa und alte Wurmfarne geben dann Struktur, in der Sonne vor allem Geranium renardii, Nepeta und Festuca glauca.
Derzeit blühen Hostas, Astilben im Schatten, kleine Sedum-Arten, später dann hohe Sedum, frühe und späte Astern (A. amellus, A. dumosus) etc. in der Sonne.
Winterstruktur geben erneut Astilben, Astern, Fetthennen, kleine Sedum und allerlei andere Staudenreste.
Also praktisch ein Garten im Miniaturformat. Im Prinzip brauchts nicht mal einen monatlichen Pflegegang und natürlich auch keine Bewässerung, da alles standortgerecht gepflanzt ist.
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Mediterraneus

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #10 am: 11. Juli 2013, 15:04:18 »

das ist der Idealfall, danilo.

hier ist die grabpflege noch sehr ähem..traditionell. da ich die Betreuung neu übernommen habe, werde ich mich so peu a peu von der masse absetzen. gerade weil halt neu gepflanzte gräber aus kleinwüchsigen stauden noch nicht soviel hermachen, wie mit üppig wachsenden und blühenden vorkultivierten einjährigen bepflanzten Gräbern, werde ich auch eine "Insel" aus wechselflor beibehalten. erst mal.
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Santolin

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #11 am: 11. Juli 2013, 16:18:08 »

Das hört sich richtig nachpflanzenswert an danilo. So zu pflanzen, dass nacheinander ein schöner Eindruck entsteht, ist bei mir immer noch eher Glückssache. Es ist das Grab meiner Großeltern und meine Mutter hätte am liebsten im Sommer "Gottesaugen" Lässt du die Zwiebelpflanzen in der Erde?
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enaira

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #12 am: 11. Juli 2013, 17:11:19 »

Spannendes Thema!
Ich kann das Grab meiner Eltern leider nicht selber betreuen, ist zu weit weg.
Da meine Eltern aber auch große Gartenfreaks waren, wollten wir ihnen eigentlich nicht die übliche 0-8-15-Bepflanzung zumuten und haben es erst einmal mit einem Kompromiss versucht:
(Es ist ein Einzelgrab, Urne über Sarg)
Buchsumrandung, hinten eine Rose Bernstein, vorne liegt die Grabplatte, dazwischen hatten wir Frühlingszwiebeln, eine Glockenblume und ein kleines Gras sitzen. Die Pflegegärtnerei platziert dann immer noch einige Saisonpflanzen (nacheinander Hornveilchen, Apfelblütchen, Heidekraut). Das passt aus unserer Sicht eigentlich gar nicht so richtig (bis auf die Hornveilchen).
Wegen des Buchbaumpilzes musste die Umrandung weg, und wurde nach Rücksprache durch buntlaubigen Euonymus ersetzt.
Das sieht jetzt vermutlich völlig anders aus, und deshalb hatten wir die Idee, zwischen Platte und Rose 3 Heuchera Osidian (nach unten offenes Dreieck) und Salvia Caradonna (in die Mitte des Dreiecks) setzen zu lassen, als Gegenpol zu der hellen Rose und der bunten Umrandung.
Ein Gras würde uns auch gefallen, aber das passt vermutlich nicht mehr.
Was könnte man der Rose zu Füßen setzen, damit die Pflegegärtner auf die Saisonpflanzen verzichten können? Das Grab liegt in der Sonne.

Übrigens gab es auf der Buga 2011 hier in Koblenz wunderschöne Grabgestaltungen zu sehen. Von einigen Ideen war ich ganz begeistert!
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Ariane

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Danilo

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #13 am: 11. Juli 2013, 17:43:45 »

Das hört sich richtig nachpflanzenswert an danilo. So zu pflanzen, dass nacheinander ein schöner Eindruck entsteht, ist bei mir immer noch eher Glückssache. Es ist das Grab meiner Großeltern und meine Mutter hätte am liebsten im Sommer "Gottesaugen" Lässt du die Zwiebelpflanzen in der Erde?

Hier sind (waren) es gar fünf Gräber, bis zu den Urgroßeltern, also viel pflanzlicher Spielraum an verschiedenen Standorten. Ziel war (schon der Menge an Grabstellen wegen) eine Bepflanzung, die nicht auf übermäßig zeit- und kostenintensive Pflege angewiesen ist. Ein paar "Gottesaugen" und weiterer Wechselflor ist aber ebenfalls eingestreut, jedoch profitieren diese Pflanzen vom dichten Staudenwuchs, der sich positiv auf die Bodenfeuchtigkeit auswirkt.
Die Zwiebeln blieben im Boden - bis vor kurzem, denn sämtliche Grabstellen laufen in diesem Jahr ab, befinden sich daher in allgemeiner Abrüstung. ;)
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chris_wb

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Re:Grabgestaltung
« Antwort #14 am: 11. Juli 2013, 17:57:55 »

Ich versuche auch immer wieder was anderes. Dieses Jahr steht eine Mischung aus stehenden Pelargonien, Korallenfuchsien, Schneeflockenblume, Scaevola, Verbena speciosa und Kapkörbchen auf dem Grab. Farblich einigermaßen abgestimmt.

Ich habe es schon mit mehrjährigen Stauden, Sempervivum und vielem anderen versucht.

Das allergrößte Problem ist und bleiben die von unten in die Grabumrandung wurzelnden Linden auf dem Friedhof. In dem Filz hält sich bei der gleichzeitig auftretenden Trockenheit kaum etwas länger als einige Monate. ::)
Selbst jährliches Austauschen der gesamten Erde kommt dagegen nicht an.
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