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Autor Thema: "Deschampsia caespitosa Wiese"  (Gelesen 16486 mal)

Danilo

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #90 am: 23. November 2012, 21:56:28 »

Ich finde, die Molinia-Variante klingt unter den gegebenen Umständen sinnvoll und vernünftig.
Bei mir wären ebenfalls Konsorten wie Acker-Winde der Knackpunkt, da bringen auch 50cm Bodenaustausch nichts. Aber wenn der Boden frei davon ist, würd ich's mit der Molinia versuchen. Der Wunsch nach Begleitern kommt womöglich irgendwann sowieso von selbst. :)
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #91 am: 23. November 2012, 22:03:46 »

Molinia kann ich nur wärmstens empfehlen! Es wäre sogar ein Versuch wert, unterschiedliche Monilia-Sorten miteinander-ineinander zu verweben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dies ein tolles Bild abgibt, ganz zu schweigen von den überschwänglichen Farben, die dadurch im Herbst entstehen. Ich bin mir sicher, dass dies auf Gartenschauen schon längst Einzug gehalten hätte, wenn da nur nicht die für Gärtner und Besucher viel zu grüne Soße im Sommer wäre und die Herbstfarben erst weit nach Schließung der Gartenschau eintreten würde.
Eine Vorahnung liefert der Böhmerwald, wo Molinia auf den freien Lichtungen zuhauf gedeiht.
'Moorhexe', 'Windspiel', Transparent' und 'Dauerstrahl' geben zumindest bei uns ein tolles Bild ab, allerdings im Verein mit Miscanthus und anderem.

Ackerwinden sind immer ein Problem. Versuch's mal mit Gesal Antiliseron. Ständiges Abreißen hilft auch schon recht weit.
« Letzte Änderung: 23. November 2012, 22:05:49 von sarastro »
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troll13

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #92 am: 23. November 2012, 22:16:45 »

Ackerwinde ist glücklicherweise das einzige "Kraut", das ich noch nicht im Garten habe. :D

Für diese Idee sollte es jedoch bei einer Sorte bleiben. Nur welche ist die wüchsigste Molinia caerulea?

Nachtrag: Und wo bekommt man sie wirklich sortenecht? Ich habe bis auf 'Variegata' manchmal Zweifel, was ich da gekauft habe. ???
« Letzte Änderung: 23. November 2012, 22:19:35 von troll13 »
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Danilo

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #93 am: 23. November 2012, 22:36:03 »

Ich habe bis auf 'Variegata' manchmal Zweifel, was ich da gekauft habe. ???

Da sind wir schon zwei. ::)
Gaissmayer nennt 'Edith Dudszus' als wuchsstarken Vertreter und beinahe Zwischending zwischen M. caerulaea und M. arundinacea.
Das mit der Echtheit bleibt ja leider ein Glücksspiel, wenn zwei Sorten im Quartier nebeneinanderstehen und die Kunden in den Beständen wühlen. Kenn ich aus Bornim zur Genüge. ;D

Die Grüne Soße würde ich wie gehabt mit Wellen von Geophyten überbrücken, dahingehend ist sandig-humos ja recht dankbar.
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #94 am: 23. November 2012, 22:50:06 »

Camassia sind nicht nur Vertreter der Prärie, sondern insbesondere super geeignet für solche Gräser"monotonien", als Vorläufer sozusagen.

Wenn Molinia konsequent durch Teilung des Haupthorstes vermehrt werden, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Viel schlimmer verhält es sich bei Panicum! Allerdings ist es schon positiv, wenn alle paar Jahre die Pflanzen probehalber auf ein Mutterpflanzenfeld aufgeschult werden, nur zur Echtheitkontrolle!
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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #95 am: 24. November 2012, 00:29:17 »

Es stellt sich jedoch weiterhin die Frage, welche Gräserart die geeignete ist? Ich tendiere inzwischen in Richtung Molinia caerulea. Das blaue Pfeifengras kommt hier in der Umgebung auf trockengelegten Moorflächen bestandsbildend vor. Mein Gartenboden ist sandig humos und tendenziell vom PH-Wert her eher sauer.

Auf einer begrenzten Fläche mag ich mich auch mit der einmaligen "Bodenverbesserung" durch Weißtorf abfinden. Eine Mulchschicht aus sauberer Kiefernrinde sollte dieser Pflanzung auch nicht schaden oder...

Wenn das Gras in deiner Gegend auf ähnlichen Böden wie dem in deinem Garten vorkommt würd ich die Verschwendung des nicht so schnell nachwachsenden Rohstoffs Weißtorf gleich ganz bleiben lassen.
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #96 am: 24. November 2012, 08:05:02 »

Was ist besser: Sinnlos Resourcenverschwendung durch Weißtorf, was für 99 % der Neupflanzungen sinnlos und unnötig ist oder eine einmalige Spritzung gegen ausdauernde Unkräuter? Es ist richtig, hat beides nichts miteinander zu tun, aber eine Spritzung hilft zumindest, die Fläche vorerst sauber zu bekommen. Ich bin wirklich nicht der große Giftschleuderer, ganz im Gegenteil!

Wenn eine Exkursion zu uns in die Schaugärten kommt und ich den Besuchern erkläre, wie man ein Beet sinnvoll vorbereitet und dass von Fall zu Fall eben gespritzt werden muss, dann kommen immer Aussagen "Huch, das ist ja Chemie!". Und dann erzähle ich immer das Beispiel meines Nachbarn gleich neben der Gärtnerei, der seine Erdäpfel bis zur Ernte sage und schreibe 14 x gespritzt hat (Cimicifuga ist Zeuge, hat darüber sogar Buch geführt!). Und so etwas fressen wir dann noch... Dann so zu tun, dass eine einmalige Behandlung der Fläche im Garten eine Kapitalsünde gegen die Natur ist, ohne den Hauptverursacher Landwirtschaft ins Boot zu holen, finde ich zutiefst heuchlerisch.

Allerdings, und dies muss auch gesagt werden, nützt eine chemische Behandlung gegen Unkräuter nur für die ersten Jahre. Wenn nicht dafür gesorgt wird, dass danach die Fläche zwischen den Molinias unterm Jahr sauber gehalten wird, ist das Ganze "für den Hugo", wie wir hier sagen. Und darum sind Füllstauden wie Geranium so wichtig. Molinia setzen sich gegen die Konkurrenz von Geranium locker durch.
« Letzte Änderung: 24. November 2012, 08:14:30 von sarastro »
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troll13

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #97 am: 25. November 2012, 15:29:00 »

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. So weit, dass ich mit einer Rückenspritze durch den Garten ziehen muss, kommt es hoffentlich nie!

Zur Verhinderung der Keimung von Wildkräutern wollte ich eigentlich ausmanhmsweise einmal Sarastros Idee mit dem Rindenmulch aufgreifen. Ich denke hier an Kiefern-Rindenschrot (Körnung 8/20).

Zwischen meinem Gartenboden (aufgelassenes Gemüsestück, seit vielen Jahren gemähte Grasfläche) und den Böden der entwässerten Hochmoorstandorte in der weiteren Umgebung besteht schon ein großer Unterschied. Andererseits habt ihr vielleicht ja Recht. Molinia caerulea scheint eine relativ große Standortamplitude zu besitzen. Einzelexemplare wachsen bei mir zufriedenstellend, brauchen jedoch einige Zeit, um ansehnliche Horste zu bilden.

An "Füllstauden" hatte ich bisher nicht gedacht. Nur was kommt in Frage? Mir fällt hier nur Granium versicolor ein, das bei mir sehr zuverlässig ist, ohne sich allzu sehr auszubreiten.
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #98 am: 25. November 2012, 20:14:45 »

Ich denke immer in dem Schema "Leitstauden, Begleitstauden, Solitärstauden", das macht man im Laufe der Zeit automatisch und du gruppierst so, dass es dir in Fleisch und Blut geht, besonders auch dann, wenn man den Wuchscharakter der Stauden kennt. Und dann gruppiere ich so, dass entsprechende Farbsinfonien entstehen. Auch schadet es nicht, wenn man über das Alter der Stauden Bescheid weiß und sich geistig ein Bild von der Pflanzung in ca. 5 Jahren macht. Hellsehen ist also gefragt! ;D ;)

Molinia wächst in nahezu jedem Boden, auch in puncto Bodenreaktion sehe ich keine Schwierigkeiten. Und sie sehen auch überall gut aus. Wenn ich mir allerdings den Charakter einer Pflanzun besehe, würde ich sie nicht gerade in einen Steppengarten oder in ein Alpnum setzen. Aber selbst auf trockensten Verkehrsinseln geben sie ein tadelloses Bild ab!

Füllstauden dann, wenn ich merke, dass Molinia allein zu gewissen Jahreszeiten kärglich wirken.
« Letzte Änderung: 25. November 2012, 20:15:42 von sarastro »
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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #99 am: 25. November 2012, 22:14:05 »

Normalerweise gehören diese Begriffe auch in mein Repertoire, auch wenn es in einem kleinen Garten mit viel zu vielen unterschiedlichen Pflanzen nicht leicht ist, dies auch immer konsequent umzusetzen. :P

Die "Wiese", sei es nun aus Deschampsia oder aus Molinia, war jedoch zunächst ganz bewusst als "Monokultur" bzw. als flächiger Unterpflanzung eines Gehölzsolitärs mit einer Gräserart angedacht.

Der Einwand, dass solche Pflanzungen im Frühsommer langweilig wirken können, ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Hat jemand eine Ahnung, wie die "Bürobaubegrünungen" oder die immer wieder gezeigten, großflächigen Gräserpflanzungen von Oudolf und Co. zu dieser Zeit aussehen?

Und wie steht es um eine Fläche von 10 bis 12 qm? Ist da ein da eine Pflanzung von "Füllstauden" überhaupt sinnvoll? (Krokusse, Schneeglöckchen u.ä. ausgenommen) Mit straff aufrecht wachsenden Molinias wie 'Heidebraut' kann ich mir das jedenfalls irgendwie nicht so recht vorstellen. Das müssten dann schon Sorten wie 'Strahlenquelle' sein, deren ausladendende Rispen zur Blütezeit die Lücken zwischen den Gräsern überspielen können.

 
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #100 am: 25. November 2012, 22:18:59 »

Bei 10 qm brauchen wir nicht diskutieren! Dies sieht auch in kleinen Gärten an einem Ort durchaus perfekt und in Szene gesetzt aus. Wenn es dabei bleibt. Oudolf u.a. haben viel größere Flächen in Beschlag genommen. Darum finde ich es müßig, wenn über Präriegärten, Oehme, naturalistische Sukzession und Co. philosopiert wird und dabei die Größe des Gartens und der Pflegewillen der Besitzer außen vor geht, denn eine Prärie lebt von ihrer Weite...
« Letzte Änderung: 25. November 2012, 22:20:11 von sarastro »
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troll13

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #101 am: 25. November 2012, 22:32:52 »

Trotzdem würde es mich interessieren, wie die Pflanzungen von Oudolf im Frühjahr und Frühsommer aussehen.

Man bekommt auf Fotos immer nur die Situation zur Blütezeit zu sehen. Gibt es da "Füllstauden"?
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pearl

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #102 am: 25. November 2012, 22:54:28 »

nein, die Pflanzungen sahen 1999 im Mai sehr "leer" aus. ;) ;D
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sarastro

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #103 am: 26. November 2012, 06:46:51 »

Das stimmt allerdings. Inwiefern Piet eigentlich Zwiebelpflanzen verwendet, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei sämtlichen Pflanzungen, welche im Hochsommer oder Herbst top aussehen, fehlt meist der Frühjahrsaspekt zur Gänze. Camassia, Narcissus, Allium und Fritillaria werden aber immer wieder empfohlen.
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Treasure-Jo

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Re:"Deschampsia caespitosa Wiese"
« Antwort #104 am: 26. November 2012, 10:32:33 »

Das stimmt allerdings. Inwiefern Piet eigentlich Zwiebelpflanzen verwendet, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei sämtlichen Pflanzungen, welche im Hochsommer oder Herbst top aussehen, fehlt meist der Frühjahrsaspekt zur Gänze. Camassia, Narcissus, Allium und Fritillaria werden aber immer wieder empfohlen.

Piet verwendet sehr wohl Zwiebelpflanzen. Im High-Line-Projekt New York weiß ich das ganz konkret. Camassia, div. Allium und Narcissus verwendet er sehr häufig. Leider findet man in keinem seiner Bücher Hinweise dazu.
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Liebe Grüße

Jo
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