Zucchini im Kübel lohnt sich nach all meinen Erfahrungen überhaupt nicht, da kannst du deinen Verwandten lieber irgendwann mal ein paar fertige Freilandzuchinis zukommen lassen, wenn alle wieder nicht wissen, wohin mit den Dingern..
Es geht ja wohl darum, immer zwischendurch mal etwas grünes, vitaminreiches in greifbarer Nähe zu haben.
Ich würde eine "Babyleaf" Salatmischung aussähen und man kann die Blättchen als Schnittsalat abschneiden und sie wachsen rasch nach, wenn man das Herz stehen lässt. Wenn sie wirklich das Schießen anfangen, gleich raus und vielleicht schon rechtzeitig vorher in Schalen (diese Plastikschalen, in den Fleisch im Discounter verkauft werden sind sehr gut geeignet, unten mit einem heißen Nagel ein paar Löcher reingebrannt und eine weitere Schale zum Wasserauffangen drunter) neugesäte einpflanzen.
Lauch/Porre braucht auch ewig, bis man da was ernten kann.
Rucola (aber sowas mögen alte Leute eher weniger) geht auch wunderbar schnell,
vielleicht auch mal Stielmus oder Spinat, die Kulturdauer ist recht kurz, ob das im Kübel geht, weiß ich nicht.
Radieschen sind auch flink beim Wachsen, wenn die Umstände gerade passen, die könnte ich mir auch gut vorstellen, richtige Sorten wählen (Sommer/Frühjahrsorten) , ich hab gute Erfahrungen mit der Sorte "Sofia" vom Lidl, aber auch da hab ich keine Ahnung von Kübelkultur.
Auf jeden Fall lohnt sich der Kauf einiger Kräuter im Frühjahr (als erstes Petersilie, dann Schnittlauch, Basilikum und anderes), befreit aus den Töpfen und in etwas größere Gefäße mit guter Erde und Düngung gesetzt, hat man das ganze Jahr was zum Ernten.
Erdbeeren in Kübeln bieten auch was zum Naschen im Frühsommer,
Ein paar Feuerbohnen wachsen auch im Kübel gut und man entweder Schoten, oder, wenn der Standplatz optimal ist, auch Kerne ernten.
Trotzdem halte ich die Kübelgärtnerei für eher ein nettes Nebenbei, was viel Arbeit und Zeit kostet, ob es wirklich der gesunden Ernährung dienen kann, bei den Mengen, weiß ich nicht.
Vielleicht sollte man mit den älteren Verwandten (falls die in erreichbarer Nähe wohnen) einfach mal alle zwei Wochen gemeinsam auf den Wochenmarkt fahren

!
Vielleicht können sie sich auch, wenn es nicht so teuer wird und machbar, einmal wöchentlich solch eine Gemüsekiste liefern lassen, sowas gibt es heute in vielen Gegenden.
Ich kenne diese Einkaufsprobleme, keine kleinen Läden mehr im Dorf, wo man hingehen kann, nur noch Einkaufscenter auf der grünen Wiese, wo man ohne Auto nicht hinkommt, GG ist (schon vor 20 Jahren) einmal im Monat mit seiner Oma (damals fast 90) zu Aldi gefahren, um einen Großeinkauf zu tätigen, schon ein logistischer Großakt.