Du Glücklicher! Das Wort "reichlich" im Zusammenhang mit "Platz" ist mir völlig fremd
.
Beschränkt sich hier ebenfalls auf die Nebengelasse. Ansonsten herrscht analog ständig und immer Platzmangel.
und dann vorerst etwas nicht allzu Teures zu pflanzen. [...]
fars' Vorschlag, eine Hortensie hineinzusetzen, gefällt mir eigentlich am besten.
Mein Reden:
unspektakulär.

Ich setze definitiv eine robuste, pflegeextensive, nichtraritäre Pflanze, womöglich sogar eine schon vorhandene, das Risiko hält sich also in Grenzen.
Der Standort ist ist sowieso kein bevorzugter Lieblingsplatz, drumherum steht nichts Anspruchsvolles. ich will dort einfach nur die Lücke zwischen niedriger Krautschicht und den Gehölzen mit einer etwas höheren Pflanze füllen.
Ausläuferbildende Pflanzen werden über kurz oder lang am Rand entlang streichen und damit ringförmig wachsen.
Den Aspekt "Rhizomsperre" gedenke ich sowieso zu streichen. Standort und meine Anforderungen an die Wunschpflanze machen diesen Faktor unerheblich. Das meiste hat dort keine Chance zum Wuchern, und die Pflanzen, die das vermögen, scheiden aus, da regelmäßige Kontrolle des Rhizoms schon unter "pflegeaufwändig" fällt.
Kurzum: Sasa, Hortensien (Standort zu unwirtlich) und alles was über kurz oder lang in Arbeit ausartet, scheidet ohnehin aus. Klimmer/Kletterer sind an dieser Stelle ungeeignet.
Die Wahl wird wohl auf eine große horstige Gehölz(-rand)staude fallen.
Bristlecone hat Recht, für Aralien etwa ist der Wurzelraum auf Dauer zu klein, auf solche Experimente werde ich verzichten.
Die passende Pflanze wird sich durch Ausprobieren finden.
Für mich bleibt die wichtigste Frage, ob die seitliche Abgeschlossenheit weitere Risiken birgt, die einem nicht sofort ersichtlich sind.
Neben dem Wasserhaushalt (Irms Erfahrungen stimmen zuversichtlich) zählt auch das von macrantha Angemerkte dazu, nämlich die Wechselwirkung von Beton und Boden. An den Einfluss auf den pH-Wert, Schadstoffemission und dergleichen dachte ich auch schon.
Der Schacht ist über 50 Jahre alt. Eventuelles Wasseraufsaugen und Schadstoffabgabe haben bisher keine offensichtlichen Auswirkungen.
Diese Ansaugkapazität wird ja irgendwann mal erschöpft bzw. überhaupt endlich sein.
Alle Pflanzen, die derzeit Betonkontakt und nebenbei Gehölzkonkurrenz ertragen (Luzula nivea, Epimedium x rubrum, Dryopteris carthusiana, Hosta), sehen gut aus.
Im Moment sieht mein Plan so aus:
Aus Faulheit lasse ich das Ding drin und fülle es entsprechend der umgebenden Bodenschichtung auf, Oberschicht weniger lehmig, dafür humoser.
Das Ganze darf sich eine Weile setzen und wird mit Überbrückungskleinzeug als Indikator bepflanzt - was gerade an Gehölzrandigem übrig ist - Akelei, Astilbe, mal sehen.
Pflanzen und Standortbedingungen behalte ich im Auge, und danach wird später die eigentliche Bepflanzung ausgewählt. Viel schiefgehen kann da erstmal nicht.
