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|9|5|Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. (Wilhelm Busch)

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Autor Thema: Winterschutz für Hemerocallis  (Gelesen 4035 mal)

wildwuchs

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Winterschutz für Hemerocallis
« am: 26. November 2012, 14:00:44 »

Die letzen 2 Wochen habe ich damit verbracht mich durch die Hemerocallis-Themen zu lesen, aber entweder hat noch niemand diese dusselige Frage gestellt oder ich habe sie schlicht überlesen/vergessen ::)
Dies Jahr sind viele neue hems in meinem Garten eingezogen und obwohl ich eigentlich nach dem Motto Friß oder stirb gärtnere, wäre es um einige der hems einfach schade wenn sie den Winter nicht schaffen würden. Gedanken mache ich mir ausschließlich um die im Herbst als wurzelnackte Fächer neu gesetzten Sorten. Alle sind angegangen, aber der Autrieb ist zum Teil spärlich und da ich jede Menge Tannenreisig zur Verfügung habe, überlege ich ob es sinnvoll ist die Hems abzudecken. Und damt wären wir auch endlich bei der eigentlichen Frage: Ab wann deckt man die Pflanzen denn zu? Wenn ernsthaft Frost herrscht, jetzt schon oder wirklich erst wenn Kahlfröste kommen ??? Und wie lange läßt man es dann drauf? Ich hab noch nie einer meiner Stauden extra winterschutz zukommen lassen und bin da totaler Frischling.
Ich hab bei davesgarden für die Sorten schon die Winterhärte nachgeschaut, wirkliche Mimosen sind nicht dabei (-29 bis -39 Grad), aber bei diesen 17 Sorten ist mir sehr daran gelegen das sie auch überleben.
Kann mir da bitte jemand auf die Sprünge helfen? Danke
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Mediterraneus

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #1 am: 26. November 2012, 14:08:31 »

Auf dass mich die Hemfetischisten wieder verbal steinigen werden:

Ich halte Hemerocallis (bis auf die Immergrünen) für sehr "anwenderfreundlich" (ich hab mal das Wort idiotensicher gebraucht, das möchte ich hier aber nicht wieder schreiben ;) )

Die Winterhärteangabe von bis -39 ist utopisch, damit kan man eigentlich nichts anfangen, außer dass sie wohl sehr winterhart sein werden, egal wie man die Winterhärteskala benennt.

Im ersten Jahr kannst du nichts falsch machen, wenn du beispielsweise eine dünne lockere Schicht Laub aufbringst, oder die Fichtenzweige auflegst.
Ansonsten behandeln wie jede andere Beetstaude auch.

Grundsätzlich bringt man den Winterschutz so spät wie möglich an, damit die Pflanze nicht unter dem Schutz zu vorzeitigem Austrieb angeregt wird.
« Letzte Änderung: 26. November 2012, 14:12:01 von Mediterraneus »
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

pearl

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #2 am: 26. November 2012, 17:04:27 »

welche 17 Sorten sind es? Wenn man das weiß, dann kann man auch nachschauen wo sie herkommen und ob sie dormant oder evergreen sind. Im Grunde muss man nur mit ganz modernen Sorten aus Florida Aufwand betreiben. Ob der sich allerdings Jahr für Jahr lohnt, das habe ich für mich entschieden. Lohnt nicht.

Meine Last Snowflake und Green Mystique kann also jemand haben. ;) ;D
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maliko

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #3 am: 26. November 2012, 17:19:47 »

Ach was, Mediterraneus - steinigen ist doch out ;D

Winterschutz würde ich genauso aufbringen wie Du schreibst. Fichtenzweige.
Und so spät wie möglich ist auch bei den Hems das Richtige.

Allerdings mache ich das diese Woche bei all den Jammerlappen (immergrüne Hutzlinge). Mit Hitzeperioden ist nicht mehr zu rechnen... Und wenn es richtig kalt ist, fehlt mir dafür der Nerv.
Herbstpflanzung würde ich in jedem Fall abdecken. Unabhängig vom Laubverhalten.

maliko
« Letzte Änderung: 26. November 2012, 17:20:03 von maliko »
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maliko

wildwuchs

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #4 am: 26. November 2012, 17:23:39 »

Florida-Sorten sind denk ich nicht dabei, ich mag die plüschig rüschigen mit Auge bis dato nicht besonders (was sich ja im Laufe der zeit noch ändern kann :P)
Die 17 um die es mir geht sind:
Heidi Edelweiß
Nyirangongo
Black Prince
Walt Reinke
Louis Burns
Go Seminoles
Spider Breeder
Holiday delight
Spider man
Radition biohazard
Black plush
Lotsa dots
Autumn minarett
Alexander the Great
Green Flutter
Altissima
und plemplem (wobei ich da eigentlich recht sicher bin das sie keinen Schutz braucht, ich denke Callis züchtet eher keine Mimosen).

Das raussuchen ob dormant, semi-evergreen oder evergreen und alle anderen Details hab ich mir für den Winter vorgenommen, wenn ich draußen nicht groß was machen kann.
Alle oben genannten habe ich als Einzel-oder Doppelfächer erstanden. Die anderen meiner Taglilien haben bereits beim Kauf schon mehr Fächer gehabt und waren zum Teil ganze Horste, deshalb fehlt mir hier die Erfahrung (ganz abgesehen davon das die kleinen mich eine für meine Verhältnisse große Summe gekostet haben, weshalb ich auch bereit bin im ersten Jahr zu hätscheln).
Da ich immernoch nicht herausgefunden habe welche Klimazone das hier bei mir ist :-[: Ich komme aus der Gegend zwischen Bremen und Osnabrück. :)
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wildwuchs

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #5 am: 26. November 2012, 17:28:32 »

Danke schonmal für die antworten.
Wenn Herbstpflanzungen besser alle abgedeckt werden, gilt das für alle, sind ja erst im Oktober bei mir eingezogen.
Bleibt also noch die Frage nach dem wann. Wenn ich das richtig verstanden habe dann am besten erst, wenn Dauerfrost herrscht?
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maliko

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #6 am: 26. November 2012, 19:24:12 »

Die genannten Arten sind weitgehend als "robust" und "winterhart" bekannt. Und besitzen einziehendes Laub.

Ausnahmen sind

Black Plush - immergrün (hat bei mir den Löffel abgegeben)
Lois Burns - immergrün, ein Elternteil ist Green Widow, die bei mir schon mal mit Blütenausfall nach harten Wintern reagierte
Beide würde ich als eher empfindlich einstufen.

Plemplem, Green Flutter und Go Seminole sind halbimmergrün. Davon ist mir Green Flutter als Taglilie bekannt, die es im Topf ohne besonderen Winterschutz aushält. Zu den anderen kann ich nichts sagen.

Laubverhalten ist aber nicht alleine ausschlaggebend für die Winterhärte, wenn sich auch die Ausfälle im letzten Jahr auf die Immergrünen konzentrierten.

Also abdecken ist bei Oktoberpflanzung sicher nicht falsch, ich würde es an Deiner Stelle (wenn die Zweige bereit liegen und kurzfristige Aktionen möglich sind) machen, wenn die ersten Fröste gemeldet werden.
Auf Dauerfrost warten ist verwegen.....wieviele Tage willst Du warten, bis Du weißt, es ist "Dauer"frost ?

Übrigens: Nicht alles was aus Florida kommt ist plüschig rüschig mit Auge....

maliko
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maliko

wildwuchs

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #7 am: 26. November 2012, 19:36:24 »

Hallo Maliko,
der Reisig liegt hier griffbereit herum, ich kann also recht schnell reagieren. Mit Dauerfrost meinte ich wenn es halt nicht nur kurze Nachtfröste gibt (wie die letzten Wochen), sondern permanente (wie ab kommendem Wochenende vorhergesagt). War wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
Zum WE werde ich einfach vorsichtshalber alle abdecken und hoffen das der Winter mir nichts dahinrafft. Muß man zwischendurch irgendwas kontrollieren oder einfach im Frühjahr schauen ob die Schnecken schneller gewesen sind als man selbst?

Das es in Florida nicht nur rüschig, plüschig und mit Auge gibt sondern auch sehr viele schöne, meinem Geschmack entsprechende weiß ich nur zu gut ;), aber ich würd mich nicht trauen diese Sorten hier zu pflanzen.
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Dunkleborus

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #8 am: 26. November 2012, 19:40:17 »


Da ich immernoch nicht herausgefunden habe welche Klimazone das hier bei mir ist :-[: Ich komme aus der Gegend zwischen Bremen und Osnabrück. :)


Schau mal hier .
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maliko

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #9 am: 26. November 2012, 19:51:12 »


Je nach Wetterlage ist eine Kontrolle, ob der Schutz noch gewährleistet ist (nix weggeweht) sinnvoll. Wenn Dein Garten beim Haus ist, siehst Du das ja schon so. Ansonsten - nö, ich gucke erst wieder, wenn der Schnee, der dieses Jahr hoffentlich wieder liegt, schmilzt.....

Nicht das hier der Eindruck entsteht, ich wäre allwissend in Sachen Taglilien. Das sind meine Erfahrungen und dass, was ich machen würde. Andere haben vielleicht andere Erfahrungen.

Hey, das klappt schon ! Taglilien sind auch nur Stauden....

maliko
« Letzte Änderung: 26. November 2012, 19:59:01 von maliko »
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Callis

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #10 am: 26. November 2012, 21:10:35 »

Zitat
Nyirangongo
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Radiation biohazard
Black plush
Lotsa dots
Autumn minaret
Altissima

Ich kann nur für diese sprechen, die bis auf die erste (habe ich erst 2 Jahre) alle in meinem Garten (Zone 7a) seit vielen Jahren ohne jeglichen Schutz überwintern.

Zitat
Gedanken mache ich mir ausschließlich um die im Herbst als wurzelnackte Fächer neu gesetzten Sorten. Alle sind angegangen, aber der Autrieb ist zum Teil spärlich ...

Bei Oktoberpflanzung (Anfang oder Ende?) ist nicht mehr mit viel Austrieb zu rechnen, bei Einziehenden ohnehin nicht.

Da das Tannenreisig ohnehin da ist und es jetzt mehr um die 0 Grad werden soll, kann man es schon mal drauflegen. Sollte es aber nochmal gegen 10° gehen, würde ich es eventuell nochmal wegnehmen.

Sonst haben die andere schon alles gesagt.
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wildwuchs

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #11 am: 26. November 2012, 22:37:03 »

Danke für den Link auf die Klimazonenkarte, ich wohn demnach in 7b und werd mir das auf jeden Fall notieren.

Am WE wird abgedeckt und wenn meine Neugier und der Winterverlauf es zulassen, bis zum Frühjahr nicht mehr nachgeschaut.

Die Fächer sind übrigens im Laufe des Oktobers eingetrudelt und das Wuchsverhalten der einzelnen Sorten war doch recht unterschiedlich. Einige schieben neue Minifächer an den Seiten, andere haben am abgeschnittenen Grün weiter ausgetrieben und wieder andere einen neuen Fächer aus dem tot aussehenden alten. Mangels Erfahrung hat mich das doch verunsichert, ich hab bei meinen anderen hems nie darauf geachtet, da ich auch das alte Laub nie entferne.

Also danke nochmal, wenn die Burschen überleben kann ich in den nächsten 3 Jahren wohl das eine oder andere Bild einstellen.
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hymenocallis

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #12 am: 27. November 2012, 10:25:08 »

Ich habe bisher keine Sorte geschützt, egal ob immergrün, halbimmergrün oder einziehend - bisher ist auch keine trotz des strengen Frostes im heurigen Februar eingegangen.

Trotzdem habe ich jetzt einige mit Reisig abgedeckt (eigentlich Tipis drumherum gebaut, die Pflanzen zuvor handbreit über dem Boden zurückgeschnitten). Es sind die Sorten, auf die ich lange warten mußte und für die ich viele Euronen ausgegeben habe - die Wiederbeschaffung wäre also schwierig, langwierig und teuer - bei denen riskiere ich nichts (wir haben regional für den Winter eine unterdurchschnittlich kalte Saisonprognose). Das Reisig dient auch als Schutz vor weiterem Austrieb an sonnigen Tagen - es schattiert und hält die Pflanzen kühler; deswegen habe ich damit nicht gewartet, bis es hier richtig kalt geworden ist.

Das registrierte Laubverhalten scheint ca. die Hälfte der Sorten hier (in Summe ca. 120) nicht zu kümmern. Ein Teil der dormanten hat noch wunderbar frisch grüne Austriebe, ein Teil der immergrünen ist inzwischen völlig braun und trocken.

LG
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pearl

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #13 am: 27. November 2012, 13:25:28 »

in Österreich ist immer alles ganz anders! ;D
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Mediterraneus

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Re:Winterschutz für Hemerocallis
« Antwort #14 am: 27. November 2012, 13:45:26 »

in Österreich ist immer alles ganz anders! ;D

boah, etz abber.... :o ;)

Jetzt wo sich hymenocallis und ich sich halbwegs zusammengerauft haben muss ich aufs äußerste protestieren ;D ;)

Und wo überhaupt bekommt wildwuchs als Anfänger eine Hemerocallis altissima her?
Das Ding such ich schon lange....Allerhand! 8)
« Letzte Änderung: 27. November 2012, 13:48:14 von Mediterraneus »
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Mediterraneus

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