Hmm....beim Bauhaus ging es darum:
"Ein Leitbild des Bauhauses war, die Architektur als Gesamtkunstwerk mit den anderen Künsten zu verbinden." (Quelle: wikipedia-Artikel zu Bauhaus, interessant der Abschnitt "Grundgedanke")
Allerdings war das sehr architektur-zentriert.
Ein sehr wichtiger Aspekt war immer die großzügige Öffnung des Innenraums zum Außenraum durch große Glasflächen, hab heute noch einen Artikel über Mies van der Rohe gelesen, kein Bauhäusler, aber ebenso ein Architekt der "Moderne", dem dies auch sehr wichtig war.
Ich weiß allerdings nicht, ob es von den Architekten des Bauhaus Aussagen zur Gestaltung der Flächen um ihre Bauten herum gibt.
Wenn mich die Erinnerungen an die Vorlesung zur Geschichte der Landschafts- und Gartenarchitektur nicht trügt, waren die Konzepte aus der Epoche Bauhaus eher stadtplanerischer Art - also großräumig für Stadtplanung, die Gartenstadt-Konzepte wurden auch in der Zeit entwickelt.
Die deutschen Hausgärten der 20er Jahre orientierten sich noch an Arts and Crafts-Vorbildern aus England, die 30er waren dann sehr "heimat-tümmelnd" - die Nazis lehnten Bauhaus und die Moderne ja ab und alle wichtigen Köpfe gingen ins Exil.
Ich glaube, die Landschaftsarchitektur hatte vor Ort in Deutschland, durch die kurze Blüte des Bauhauses, keine wirkliche Chance einer fruchtbaren Auseinandersetzung mit dieser völlig neuen Form des Bauens - die ja gerade dazu prädestiniert ist, von durchdachter "Gartenlandschaft" umgeben zu werden - angesichts der großflächigen Öffnung des Innenraumes zur Umgebung.
Wie die Gärten aus dem verlinkten Buch aussehen, würde mich schon interessieren, ich glaube nicht so recht, dass die Gartenarchitekten jener Zeit zwischen 1925 und 1930 schon wirklich gute Antworten zu der Architektur parat hatten - vielleicht von Ausnahmen oder späteren, auf die Häuser abgestimmten Überplanungen abgesehen.
Erst in den 50er Jahren kam die "Moderne" im Hausgarten an.
Als eine Art Wendepunkt gilt "Der Garten des Poeten", 1959 von Ernst F. Cramer, einem schweizer Gartenarchitekten für die erste schweizerische Gartenbauaustellung in Zürich als temporäre Installation geplant.
Und da ist es fast schon ein Übergang zur "Land Art"