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Autor Thema: Suche Samen Kerbelrübe  (Gelesen 4254 mal)

Bienchen99

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #15 am: 13. Januar 2013, 23:16:14 »

hab noch nie Kerbelrübchen gegessen :(
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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #16 am: 14. Januar 2013, 07:35:28 »

Ich leider auch noch nicht, im öffenlichen Gelände zu buddeln hab ich mich nicht getraut (Kanal bei der Landesgartenschau Radweg unterer Leinritt). Das die Wilden gut sind weiß ich also nur aus zweiter und dritter Hand.
Es sind aber sehr kräftige Pflanzen da muß also was dran sein. Die bei uns vorkommen sind verwilderte Nahrungspflanzen. Dieses Jahr bin ich aber dabei.
Ich hatte schon mal Samen ausgesäht aber da ist keine Pflanze durchgekommen. War zu Anfang meiner Gärtnerkarriere. Die Mäuse waren schneller. Die hatte ich noch unter einem ihrer alten Namen "Erdkastanie".
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Axel

micc

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #17 am: 14. Januar 2013, 18:46:06 »

Aha, es gibt mehrere Doldenblütler, die man Erdkastanie nennt. Bisher kannte ich nur als Erdkastanie Bunium bulbocastanum. Aber die kenne ich geschmacklich noch nicht, obwohl ich sie mal hier stehen hatte.

:)
Michael
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M

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #18 am: 14. Januar 2013, 18:54:41 »

Ich oute mich jetzt mal.
Ich hab heut nacht den Thread gelesen und die Sucht brach durch 8)
o.k. waren noch bunte Beete und lila Zuckererbsen... dabei

Über die Bezeichnung Erdkastanie und das Dreschflegel zur Zeit nicht liefern könne bin ich stutzig geworden.
Die Erdkastanie nicht Mandel hatte ich von DF auch mal aber leider keimte gar nix.
Michael wäre es unverschämt wenn ich bitte nicht dumm sterben zu müssen ?

Liebe Grüße
« Letzte Änderung: 14. Januar 2013, 18:56:22 von M »
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Crambe

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #19 am: 14. Januar 2013, 21:04:17 »

Bei Pötschke heißt es, dass die Kerbelrübe auch Erdkastanie genannt wird .
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micc

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #20 am: 14. Januar 2013, 21:48:28 »

Naja, mit deutschen Namen kann man nicht immer was anfangen, weil sie häufig mehrfach belegt sind. Darum sind wissenschaftliche Namen meist nicht als Zusatz verkehrt, wenn man eine ganz bestimmte Pflanze meint. "Erdkastanie" ist wohl eher ein Sammelbegriff für lekker Sachen unter der Ähd.

Ich meinte nur den Knollenkerbel fürs Saatgut, der aber kein Kerbel ist, sondern eine Kälberkropf-Art, nämlich Chaerophyllum bulbosum. Diese Pflanze heißt manchmal auch Erdkastanie. Ist ja nichts gegen einzuwenden, denn das Rübchen schmeckt etwas nach Maroni, d.h. Esskastanie.

Erdkastanie nennt man auch andere Doldenblütler.

Rühlemanns hat unter diesem Namen Oenanthe silaifolia im Programm, der zu den Wasserfencheln gehört.

Die einzige Erdkastanie, die ich vorher unter diesem Namen kannte, ist Bunium bulbocastanum (in diesem Namen ist ja schon die "Kastanie" und die Bulbe enthalten), der ein Knollenkümmel ist.

Erdmandel ist ein Zyperngras.

:)
Michael
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Buchsini

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #21 am: 15. Januar 2013, 21:03:08 »

Hallo,

ich habe hier auch noch Kerbelrübensaat rumliegen von Frau Gehlsen.
Den hatte ich für 2012 bestellt, also nehme ich an,die Saat war aus 2011, aber wissen tue ich das nicht, weil kein Datum auf der Tüte drauf steht.
Leider hat die Aussaat im letzten Jahr schon nichts ergeben. Nicht eine Rübe war gekeimt. Jetzt hatte ich vor dem Frost noch mal eine Reihe gesät.
Kann ich davon ausgehen das die Saat zu alt ist, wenn jetzt auch wieder nichts keimt?
Ich meine, dann kann ich die gleich in die Tonne hauen. :-\
Vielleicht kann ich auch noch eine Saatprobe machen, jetzt wo es draußen friert.
wie mache ich das am besten?

LG
Buchsini
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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #22 am: 15. Januar 2013, 21:06:35 »

Scheint eine längere Kühlphase zum Keimen zu brauchen. Vielleicht 8 Wochen Kühlschrank mit Moos oder Erde und dann nach draußen?
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Axel

micc

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #23 am: 16. Januar 2013, 05:45:39 »

Wie ich schon sagte, auch frischere Samen haben eine sehr geringe Keimrate und mit Samen von 2011 sollte man sich keine Mühe geben. Auch im Handbuch Samengärtnerei wird eine Keimfähigkeit von einem Jahr angegeben. Lieber neue Saat kaufen.

:)
Michael
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bea

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #24 am: 16. Januar 2013, 16:42:06 »

Nach jahrelangen erfolglosen Aussaatversuchen mit Saatgut von allen nur möglichen Anbietern, keimten vor ca 7 Jahren einige Pflänzchen deren Samen von Rühlemanns kamen.
Man sollte sie schon im Herbst aussäen, damit sie einen richtigen Kältereiz bekommen.
Obwohl hier ideales Klima herrscht und der Boden sehr fruchtbar ist, sind die Rüben nie grösser als max. walnussgross. Die meisten haben Erdnussgrösse. Auch zusätzliche Düngung liess sie nicht grösser werden. Vielleicht wurde mir die Wildform, anstatt der Kulturform verkauft?
Mittlerweile sind sie ins Spargelbeet gewandert. Dort versamen sie sich gut. Sie sind mehrjährig und haben schöne und wertvolle Blüten für Wildbienen und Kleininsekten.
Die Rüben schmecken sehr gut, sind aber wegen ihrer geringen Grösse für die Küche unbrauchbar.
Falls Interesse an diesen kleinrübigen Kerbelrüben besteht, kann ich schauen, ob evtl noch Samen an den dürren Pflanzen sind oder kleine Rübchen verschicken.

Sehr ertragreich oder leicht zu ziehen können die "richtigen" Kerbelrüben nicht sein, sonst gäbe es ein grösseres Angebot davon und der Kilopreis wäre nicht so astronomisch hoch

@micc: Du könntest auch einige wenige Rübchen kaufen und diese mäusesicher im Garten versenken. Sie werden wie alles Wurzelgemüse im Fruhjahr beginnen, auszutreiben. Dann kannst du die Blüte abwarten und dein eigenes frisches Saatgut ernten.
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micc

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #25 am: 16. Januar 2013, 21:40:32 »

Hallo Bea,

naja, das habe ich ja, aber der besagte Kilopreis von bis zu 40 Euro ist heftig und ernten könnte ich dann auch erst 2014. Wenn ich jetzt aussäe, dann keimts im Frühling und ernte ein paar Monate später. Soweit ich verstanden habe, entet man nicht im zweiten Jahr, wenn die Pflanze blüht.

:)
Michael
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bea

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #26 am: 21. Januar 2013, 23:07:56 »

versteh ich jetzt nicht, was du meinst. ??? ??? ???
Die Rüben würden doch dieses Jahr blühen, du könntest Samen ernten und gleich wieder für den Anbau versenken. Von einer Rübe bekommst du doch zig bis hunderte Samen.
Frisches Saatgut bekommst du jetzt eh nimmer und zum aussäen ist es auch zu spät.
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micc

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #27 am: 22. Januar 2013, 05:42:29 »

Hallo bea,

die Samen bekomme ich von Crambe. Die Samen sollten nach einigen Wochen Kältebehandlung eigentlich noch in diesem Jahr keimen und im Herbst Rüben geben. Falls der Frühling zu schnell kommt, gibt es immer noch den Kühlschrank für die Aussaat. Und Gibberellinsäure kommt auch noch zum Einsatz - muss das Zeug mal aufbrauchen, und für die Brechung der Keimhemmung meiner geliebten Familie der Doldenblütler war's eh gedacht.

:)
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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #28 am: 22. Januar 2013, 18:42:11 »

Jetzt bin etwas schlauer. Diese 8wöchige feuchte Stratifikation ist erforderlich, damit sich der Embryo bis zur Keimfähigkeit entwickeln kann. Ab dann kann man auch die Temperaturen erhöhen. Wenn man allerdings ohne Stratifikation aussät, dann hemmen 20 Grad sogar die Keimung. Ob Licht oder Dunkel ist auch egal. Und die Gibberellinsäure kann ich mir sparen, weil Chaerophyllum bulbosum darauf nicht reagiert.

:)
Michael
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tiarello

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Re:Suche Samen Kerbelrübe
« Antwort #29 am: 26. Januar 2013, 09:12:20 »

Man sollte sie schon im Herbst aussäen, damit sie einen richtigen Kältereiz bekommen.
Obwohl hier ideales Klima herrscht und der Boden sehr fruchtbar ist, sind die Rüben nie grösser als max. walnussgross. Die meisten haben Erdnussgrösse. Auch zusätzliche Düngung ließ sie nicht grösser werden. Vielleicht wurde mir die Wildform, anstatt der Kulturform verkauft?

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und zwar mit wild gesammelten Samen. Bei solchen Rübchengrößen ist der Aufwand sie zu verarbeiten einfach zu groß.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass weitere Experimente auch mit wilden Samenherkünften eventuell lohnenswert sein könnten, da ich schon oft Vorkommen über 2 m Höhe gefunden habe. Es sind dann immer sehr nährstoffreiche Standorte auf Auelehm gewesen. In unmittelbarer Flussnähe und gelegentlich überschwemmt. Meine Pflänzchen waren dagegen nur 70 bis 1,50 m hoch.

Neben der Nährstoffversorgung ist gleichmäßige Feuchtigkeit wahrscheinlich sehr wichtig und dass früh im Jahr. (Ich glaub die trieben bei mir im zweiten Jahr schon Ende Februar aus). Meine persönliche Spekulation und Hoffnung ist, dass sich ein zweites vegetatives Kulturjahr mit anschließender akzeptablerer Rübchengröße erreichen läßt, wenn im zweiten Frühjahr mit Wasser und Nährstoffen geprasst wird ...

Das möchte ich gerne noch mal probieren. Und deshalb werde ich voraussichtlich im Herbst 13 noch mal Samen sammeln. Wenn Interesse besteht, bitte PM...

Ich habe übrigens noch nie eine Kultivarbezeichnung bei dieser Art gesehen. Vielleicht gibt 's ja gar keine.

edit: Rechtschr. und Inhalt verbessert

« Letzte Änderung: 26. Januar 2013, 09:30:13 von tiarello »
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