So hat man es früher ja auch gemacht und heute soll jedermann teure Pflanzkartoffeln kaufen, was auch immer daran anders ist als an normal gekauften Kartoffeln oder eigen geernteten und überwinterten Knollen.
Kann ja jeder machen, wie's paßt.

Ich spreche ja auch nicht für die Pflanzkartoffelhändler/Baumärkte...., deren Preispolitik gegenüber dem Kleinstabnehmer ist postmodernes Raubrittertum. Das ändert aber nichts an der Existenz von Pflanzenkrankheiten und daran, daß ein guter Pflanzguthersteller bemüht ist, krankes Material auszusortieren, was in der Spreisekartoffelerzeugung schlicht mit verkauft wird, weil es ja auch für den Verzehr unbedenklich ist. In der Pflanzkartoffelproduktion kommen somit eben auch nur ein Teil der Knollen in den Handel, was die Sache schon mal verteuert und Arbeit macht es auch. Ich gebe aber auch zu, was manchmal in den Baumärkten liegt, hat nix mit Pflanzkartoffeln zu tun. In meinem früheren Leben habe ich schon welches erworben, daß zu Beginn der Pflanzsaison so krank aussah, daß ich es weggeschmissen habe. Zudem erkennt man es oft schon daran, daß Pflanzkartoffeln 50-70 gr. haben, in den Baumärkten sind sie meist größer, daher auch der Hinweis auf meine Bezugsquelle im Eingangsposting.
Letzlich teile ich ja auch nur meine Erfahrungen mit meiner Kartoffelkultur und meinen Erfahrungen, die ich mit Leuten, die Kartoffeln selektieren, um eine Sorte gesund zu erhalten. Ist ja quasi ein freibleibendes Angebot.

Da hätte ich auch sicherlich einiges an Fotos beizusteuern, aber dafür muß ich erst mal ein paar ältere Festplatten entstauben und durchforsten, vieleicht später im Jahr.....
Und das man es früher auch so gemacht hat, gilt auch nur bedingt. In Irland hat man Kartoffeln auch wie immer angebaut, bis es dann zur Hungersnot zwischen 1845 und 1849 kam und erstmals die Krautäule zuschlug, vorher kannte man die nicht. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hat hier jeder Kleingärtner seine Tomaten im Freiland gehalten, bis einer nach dam anderen den Tomatenbau aufgab. Es ändern sich halt auch die Bedingungen und mit ihnen auch die Krankheiten. Nicht umsonst gibt es z.B. jedes Jahr ein neues Grippeimpfserum.
Aber wie gesagt, freibleibend und nur demjenigen gewidmet, der vielleicht mit Kartoffeln Probleme hat und nicht weiß, warum und nicht denen, die es als Mießmacherei verstehen könnten, das ist meine Absicht nicht. Ich habe durchaus mühelosen Spaß im Kartoffelbau.

Grüße
pocoloco