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21. Oktober 2019, 00:28:38
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Autor Thema: Melonenanbau  (Gelesen 71291 mal)

cydorian

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Re: Melonenanbau
« Antwort #780 am: 01. September 2019, 17:29:23 »

Es wird noch weiterhin viel reif, aber ein Resümee und ein Kurzbericht wie jedes Jahr ist nun fällig.

Von den koreanischen Chamoe-Melonen gab es wieder eimerweise Früchte. Die Art hat ungleichmässige Pflanzengrössen, einzelne Pflanzen können wild wuchern, anderen wachsen verhalten. Zwei Pflanzen haben ausgereicht, um mehr als genug Melonen zu bekommen. Beschrieben haben ich sie ja schon oft hier und im Blog. Hier das, was ich heute geerntet habe:



10kg pro Pflanze sind da fast normal, verteilt auf durchschnittlich 20 Melonen. Dann ein paar "sichere Mieten", hier Exelor, eine Netzmelone vom Galiatyp:



Sie ist länger haltbar wie die Cantaloupe-Melonen und schafft hohe Erträge. Grünes Fruchtfleisch, im Geschmack okay, aber kein Highlight. 10kg pro Pflanze ist die Obergrenze, typisch sind vier bis fünf grosse Früchte mit je 2-2,5kg. Auf nicht optimiertem Boden sind es noch zwei bis drei. Man sieht auf dem Foto die Risse am Nabel, sie ist erntereif. Eine sichere Miete ist auch "Stellio":



Sie ist früh, halbwegs gewächshausgeeignet, schmeckt schon etwas nach Charentais, lecker. Der Fruchtstiel beginnt sich eben zu lösen - ernten und essen. Für eine Charentais grosse Früchte, für eine Cantaloupe kleine Früchte. Erträge könnten besser sein. Die hier ist dieses Jahr im Erstanbau:



"Honey Dew", wie alles im Freiland. Zuviel habe ich mir von der nicht versprochen, aber es war eine positive Überraschung. Ist eine alte Kreuzung aus Honigmelone und Zuckermelone und zwar gelungen. Die Früchte recht uniform mit 2 bis 2,5kg, ebenfalls vier bis fünf Früchte pro Pflanze. Helle Farbe, schwach genetzt, bei Reife platzgefährdet. Fault und schimmelt aber nicht, robuste Früchte. Innen aprikosenfarbenes Fruchtfleisch. Geschmack mehr Cantaloupe, ausgesprochen saftig, süss aber nicht vollsüss, die Konsistenz ist feiner wie die Cantaloupes, ein bisschen samtig. Hält sich Dank Honigmelonengenen länger wie reine Cantaloupes. Werde ich wohl noch öfter anbauen.



Fruchtfleisch bis zum Rand essbar. Das war die erste Frucht. Sie reift allerdings erst in der mittleren Cantaloupegruppe, deutlich später wie die Frühsorten. Braucht viel Licht und Wärme. Gemischt gibt sie ein nettes Bild ab, fehlt nur noch meine kanariengelbe Chamoe:



Restliche Samen der Cantaloupe "Bari" hab ich auch nochmal rausgehauen. Hier ist "Bari":



Wassermelonen gab auch ein paar. Sind aber nicht so mein Ding, das zeigt markoxyz besser. Da finde ich den Unterschied zwischen guter Kaufware und selber anbauen nicht so gross und damit die Motivation geringer, selber was anzubauen. Hier noch die letzte, nicht mehr gross geratene Sweet Siberian:



Viking und andere gibts auch noch. Weitere Zuckermelonen-Sorten habe ich auch, die kleinen Charentais, die baue ich jedes Jahr an. Aber insgesamt war es trotz der netten Bildchen ein schwieriges Jahr. Es erinnerte etwas an 2017. Hitze, Wasser und Kälte kamen immer zur maximalen Unzeit und am schlimmsten war wieder einmal die permanent hohe Luftfeuchtigkeit mit allnächtlichem Tau. Das hat einige Pflanzen viel zu früh dahingerafft. Falscher Mehltau musst sehr konsequent bekämpft werden, sonst war früh Schluss. Auch Brennfleckenkrankheit und Alternaria kamen wieder sehr früh, kaum bekämpfbar. Ein Pflanze war im Gewächshaus, die ist gut gewachsen (aber gegen Spinnmilben vorgegangen) und fast krankheitsfrei, hat aber die üblichen Gewächshausprobleme mit Aromaschwäche im Vergleich zum Freiland.
« Letzte Änderung: 02. September 2019, 09:39:03 von cydorian »
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markoxyz

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Re: Melonenanbau
« Antwort #781 am: 01. September 2019, 20:51:59 »

Sieht auf jeden Fall schön bunt und abwechslungsreich aus. Das Wetter muss wohl regional recht unterschiedlich ausgefallen sein. Hier war es eher wie letztes Jahr und nicht wie 2017. Dadurch, dass es nur alle 3 Wochen wenig Regen gab ist mir Tau nicht oft aufgefallen. Sweet Siberian werde ich vielleicht nächstes Jahr mal testen, sieht auch sehr gut aus.
Aromaschwäche wegen Gewächshaus hatte ich bei der 10Kg Orangeglo ja auch befürchtet, gerade auch, weil sie so spät im Mittelgang im Schatten der mächtige Chili Büsche wuchs. Dazu kamen noch auf 1-1,5m vor der Frucht seit 2-3 Wochen fehlende Blätter, wegen Spinnmilben. Aber da konnte ich keinerlei Auswirkungen feststellen. Zuckersüß bis zur Rinde und sehr volles Aroma. Trotz der Überreife noch deutlich besser essbar als befürchtet, die Konsistenz mag ich lieber knackiger, aber das Aroma hat nicht gelitten. Leider etwas zu spät war ich dann noch auf die Idee gekommen Saft draus zu pressen. In den amerikanischen Foren und Shop-Bewertungen hab ich das schon öfter gelesen, dass dort in den Anbaugebieten gerne frisch Saft draus gepresst wird. Ich hatte es immer für Verschwendung gehalten, aber wenn man zu viel hat,... . Supermarkt Melonen püriert hab ich schon öffter. Dann ist das Ergebnis aber so griesig, Farbe setzt sich gleich ab und oben ist es transparent. Auch das Aroma war pur nie dolle, dann lieber zusamen mit überwiegend Platt-Pfirsichen. Aber die Orangeglo ließ sich sogar sehr einfach und schnell durch ein Küchensieb drücken. Es blieb kaum Fruchtfleisch über und  gab einen schönen homogenen und feinen Saft. Richtig genial hat hatte es dann noch geschmeckt, mit einer frischen Maracuja die mit durchs Sieb gepresst wurde. Schmeckte süß wie Traubensaft:



Die Tender Gold die ich letztes Jahr am besten fand hat mich etwas enttäuscht. Genau so aufgerissen und reif wie die Orangeglo, dabei aber eine Woche jünger. Im Kern schon recht griesig weich und ein leichten Überreife Stich im Aroma. Essbar war sie zwar, aber langweilig süß und nichts im Vergleich zur knackig saftigen Ernte vom letzten Jahr.



Die erste Yamato Cream.



Die nächsten drei liegen schon im Keller und drei sind noch an der Pflanze. Wie beschrieben sehr ergiebig durch dünne Rinde. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, die Reife war genau richtig, aber es ist recht weich:



Um das Aroma besser deuten zu können muss ich erst mal mehr davon essen. Irgenwie ungewohnt. Extrem süß, fast schon übertrieben süß. Schmeckt eisgekühlt so süß wie andere direkt nach der Ernte in der Sonne angeschnittene. Keine der gewohnten Aromen von roten, gelben oder orangen Sorten, aber auch kein klar auszumachendes eigenes Aroma. Aber andererseits trotzdem nicht leer. Irgendwie komisch. Noch bin ich damit nicht ganz klar gekommen. Aber die werde ich definitiv auch noch mal versuchen zu pressen, am besten mit Maracuja (hat nur noch keine gekriegt).

Dessert King:



Scheinen sehr unterschiedlich groß zu werden. Da hängen auch noch mehrere dran. Teils schwer erreichbar im Melonen Dschungel, wird schwer die alle bei richtiger Reife zu finden und zu ernten.



Auch sehr interessant aufgerissen. Aber im Gegensatz zu den letzten beiden orangen die optimale Reife. Extrem harte Rinde. Auch rech dick. Saftig, gutes Aroma. Aber die Konsistenz ist etwas wechselhaft. Holziger Mittelstrang, ein paar Verwachsungen um die Kerne. Teils recht festes Fruchtfleisch, dann mal wieder deutlich zarter. Mal schauen ob die anderen auch so ungleichmäßig sind.

Ich hätte ja nie mit so einer Schwämme gerechnet. In Zukunft nur noch mit Datums-Markierungen an den Früchten.
In 7 Tagen hab ich jetzt so zwischen 40 und 50 Kilo geerntet. Pro Tag esse ich gerade etwa 5 Kilo.

Ich muss noch mal rauskriegen, was es mit dem Aufreißen im Inneren auf sich hat. War gerade irgendwie bei jeder ab 7 Kilo. Egal welche Sorte und was für ein Reifezustand. Vielleicht mehr wässern? Zu starkes Wachstum wegen Hitze? Oder Zufall?



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Natura

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Re: Melonenanbau
« Antwort #782 am: 01. September 2019, 21:17:58 »

So aufgerissen und "hohl" wie deine Yamata Cream sah meine zweite auch aus. Ich verabschiede mich nun endgültig von den Melonen. dieses Jahr konnte nur meine Tochter der Versuchung nicht widerstehen, nachdem ein Lohnunternehmer unseren Acker anstatt zu mähen, gefräst hatte.
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cydorian

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Re: Melonenanbau
« Antwort #783 am: 01. September 2019, 23:07:08 »

Süsse kann sich im Gewächshaus fast so aufbauen wie im Freiland, Säure baut sich etwas schneller ab. Subjektiv wirken die Früchte damit süss, auch wenn die Inhaltsstoffe mal schwächer sind. Aber das Aroma ist im direkten Vergleich im Gewächshaus immer schwächer gewesen. Es kann schon sein, dass einem die Gewächshauspflanze auch sehr gut schmeckt, ich gehe allerdings von Versuchen im direkten Vergleich aus. Das bedeutet gleiche Sorte, gleiche Anzucht, gleiches Jahr, einmal im Gewächshaus, einmal im Freiland. Wie schmeckt das Ergebnis aus dem Freiland, wie schmeckt dieselbe Sorte im gleichen Jahr aus dem Gewächshaus?

Bei Sorten, die eh kein deutliches Aroma haben (Honigmelonen, viele Zuckermelonen) stört das nicht wirklich. Hauptsache süss. Aber das göttliche Moschusaroma reifer Charentais oder Zuckermelonensorten mit viel Eigencharakter, das bekommt im Gewächshaus einen gewaltigen Weichzeichner. Schon bei den Chamoes ist es zu spüren.

Die Kavernenbildung an Melonen hat verschiedene Ursachen. In der Reihenfolge der Wirkung:
1. Natürlicher Prozess im Zuge der Alterung
2. Calziummangel
3. Sortenbedingte Neigung
4. sehr unbalancierte Wasserversorung
5. Stickstoffüberversorgung.
« Letzte Änderung: 01. September 2019, 23:11:23 von cydorian »
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Azubi

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Re: Melonenanbau
« Antwort #784 am: 02. September 2019, 08:37:32 »

Ein Pflanze war im Gewächshaus, die ist gut gewachsen (aber gegen Spinnmilben vorgegangen) und fast krankheitsfrei, hat aber die üblichen Gewächshausprobleme mit Aromaschwäche im Vergleich zum Freiland.

Hatte ich irgendwo gelesen, dass du Neem gegen Spinnmilben verwendest? Wie genau verwendest du Neem? Ich hatte im Frühjahr meine Apfelbäumchen wegen heftigem Läusebefall mit Neem gespritzt, was die Triebspitzen so gar nicht mochten (sind abgefallen).

Wie bekämpfst du falschen Mehltau?

Würde eine Überdachung (wie für Tomaten) gegen Pilzinfektionen helfen ohne sich die Gewächshausprobleme einzufangen?
« Letzte Änderung: 02. September 2019, 09:15:28 von Azubi »
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cydorian

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Re: Melonenanbau
« Antwort #785 am: 02. September 2019, 09:36:17 »

Melonen und Krankheiten, das ist leider ein laaaanges Thema, ich habs hier mal zusammengefasst aber auch da fehlt noch viel und jedes Jahr kommt Neues hinzu.

Würde eine Überdachung (wie für Tomaten) gegen Pilzinfektionen helfen ohne sich die Gewächshausprobleme einzufangen?

Da hast du einen guten Weg genannt und das wird im Profianbau auch so gemacht. Aber es sieht nicht so aus wie ein Tomatenhaus. Das sieht vielmehr aus wie der geschützte Anbau von Erdbeeren. Es sind grosse Folientunnelgewächshäuser, die vorne und hinten sowie an den Seiten 1m hochgeschlagene Folien haben. Tagsüber zieht Wind durch und Hitze ab. Die werden je nach Temperatur und Taupunkt geschlossen und zur Reife hin wird die Folie ganz abgezogen. Die Melonen wachsen auf aufgepflügten Dämmen. So ähnlich habe ich das in Südfrankreich und auch in Korea bei den Chamoe-Melonen gesehen. Wichtiger Grund dafür ist natürlich auch die Anbauverfrühung.
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Flora1957

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Re: Melonenanbau
« Antwort #786 am: 10. September 2019, 15:13:50 »

Diese beiden Früchte habe ich von derselben Pflanze geerntet.
Die Charentais wies schon im noch nicht angeschnittenen Zustand einen kräftigen Melonenduft auf. Diese Melone habe ich erst nach 7 Wochen geerntet, nachdem die nach 6 Wochen geerntete noch nicht durchgereift war. Sie ist saftig, gutes Armoa.
Das andere Bild zeigt eine Frucht der Unterlage. Der Trieb entwickelte sich direkt unter der Veredelungstelle.  Was wird hier für gewöhnlich genommen? Kürbis? Eher geschmacksneutral.
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Flora1957

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Re: Melonenanbau
« Antwort #787 am: 10. September 2019, 15:14:28 »

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michaelbasso

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Re: Melonenanbau
« Antwort #788 am: 10. September 2019, 15:20:40 »

Der Trieb entwickelte sich direkt unter der Veredelungstelle.  Was wird hier für gewöhnlich genommen? Kürbis?

die Frucht bei Dir sieht jetzt nicht danach aus, aber oftmals wird der Feigenblattkürbis ficifolia genommen.
Dem Stielansatz nach sieht es fast wie ein moschata Kürbis aus, die Fruchtform würde auch passen.
« Letzte Änderung: 10. September 2019, 15:23:08 von michaelbasso »
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Aquilegia vulgaris

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Re: Melonenanbau
« Antwort #789 am: 11. September 2019, 19:54:40 »

Die Frage geht besonders @cydorian und @markoxyz (aber nicht nur):

Woher bekommt ihr das Saatgut, insbesondere auch für die koreanischen Melonen?
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markoxyz

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Re: Melonenanbau
« Antwort #790 am: 11. September 2019, 20:58:40 »

Für letztes Jahr hatte ich bei bobby-seeds.com (Deutschland) bestellt, für dieses Jahr bei rareseeds.com (USA) und cydorian hatte schon mal deaflora.de empfohlen.
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cydorian

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Re: Melonenanbau
« Antwort #791 am: 11. September 2019, 21:01:03 »

Woher bekommt ihr das Saatgut, insbesondere auch für die koreanischen Melonen?

Verschiedene Anbieter, die Chamoe-Melonensamen hatte ich mitgebracht aus Korea, dann aus Deutschland (gibt aber nicht mehr) schliesslich über einen Verkäufer aus Rom und einen aus den USA.
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Aquilegia vulgaris

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Re: Melonenanbau
« Antwort #792 am: 11. September 2019, 21:26:03 »

Danke für die Infos.
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michaelbasso

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Re: Melonenanbau
« Antwort #793 am: 16. September 2019, 20:19:52 »

Dieses Jahr gab es die ersten Carosello. Jung als Gurke reif wie eine leicht süße Melone.
Recht klein, das geht noch größer...
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cydorian

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Re: Melonenanbau
« Antwort #794 am: 16. September 2019, 21:05:04 »

Heute habe ich die vermutlich letzte Cantaloupemelonen geerntet. Chamoe und Galiamelonen wirds noch länger geben. Diese letzten Cantaloupes waren die Sorte "Stellio", schon öfter hier im Thread beschrieben. Interessant dabei war, dass ich erneut den Vergleich Freiland / Gewächshaus damit machen konnte. Zwei "Stellio" wurden zeitgleich an einer Pflanze im Gewächshaus und zwei andere "Stellio" an einer Pflanze 2m daneben reif. Aber im Freiland, ausserhalb des Gewächshauses.

Reifezustand identisch, gelbe Farbe, kräftiger Duft, erste Risse an der Frucht, Stiel löst sich mit etwas Kraft. Beide Pflanzen trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit noch weitgehend gesund und etwa gleich gross. Die Gewächshaus - Stellio hatte eine um ein paar Tage verkürzte Reifezeit. Der Zuckergehalt unterschied sich sehr deutlich. Gewächshaus: 55° OE, Freiland 70° OE. Das Aroma der Gewächshausmelone schmeckte allen, gut, süss, die Frucht hatte einen intensiven Duft nach Erdbeeren und Mango. Hat man nur Gewächshaus, sagt man: Gut! Klappt doch prima. Aber dann die aus dem Freiland: Ungleich würziger, käftiger, seltsamerweise aber weniger Duft. Die Süsse wirkt ein bisschen stärker, aber mehr Säure hat sie ebenfalls, so dass der Gedamteindruck nicht viel süsser ist. Es ist das Aroma, das den deutlichen Unterschied ausmacht. Die Spitze wird nur im Freiland erreicht, wie früher schon festgestellt.

Weiterer Versuch. Extensiver Anbau von Wassermelonen ohne viel Pflege. Gepflanzt im kühlen Aussengarten, nie gegossen, nichts gedüngt, kein Pflanzenschutz, Wuchs zwischen viel Unkaut.  Durch den Wintereinbruch im Mai dauerte es lange, bis Fruchtansatz kam. Dann trugen die Dinger aber erstaunlichweise. Hier eine Crimson Sweet, schon angeschnitten:



Fruchtgewichte aber nicht riesig, 2-6kg. Auch sweet Siberia ging gut. Die Pflanzen bleiben auch erstaunlich gesund. Offenbar ist das Sommerklima mittlerweile so verändert, dass auch extensiver Anbau gelingen kann.

Die Früchte wirkten kompakt und dichtfleischig, ohne Kavernen, aber eben kleiner. Ich schreibe das der fehlenden Düngung zu. Qualität gut, aber weniger Masse.
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