So, jetzt endlich.
GG versucht nun schon seit geraumer Zeit mir die Unterschiede zwischen „Brenitzern“ und Fokusstacken, zu erklären. Jetzt hat er es mir sogar aufgeschrieben damit ich es nicht immer wieder durcheinanderwerfe. Hihi, die Erkenntnis stellt sich trotzdem nur schleppend ein. Vielleicht gelingt es Euch ja besser.
„Beim Brenizern wird
1. Grob gesagt aus einem Normal- ein Weitwinkel- bzw. aus einem Portrait- ein Normal-Objektiv  die Brennweite wird kleiner.
2. Immer wird mit Offenblende fotografiert, sonst ist es ein normales Panorama. Diese Offenblende wird im Gesamtbild größer, d.h. die Schärfentiefe verringert sich bezüglich der erreichten Brennweite.
Unter
http://brettmaxwellphoto.com/Brenizer-Method-Calculation/index.htm kann man die Punkte konkret umrechnen. Dabei ist wichtig, dass die Offenblende immer noch offener wird! Also z.B. von 1.4 nach 0.9. D.h. beim „BokehPanoramaStich“ wird man immer (relativ) Schärfentiefe verlieren, sonst ist es kein „Brenitzern“.
Die Bilder von Lonicera funktionieren so gut, da die Blumen in der Schärfentiefe wegen der gut gewählten Ebene beim Brenitzern ausreichen, de facto hat sich aber die Schärfentiefe gegenüber der Offenblende des Originalobjektivs verringert!
Beim Fokus Stacking passieren dagegen zwei Sachen gleichzeitig: man stackt um Schärfentiefe zu gewinnen und stoppt an den Rändern um dann Schärfentiefe zu erhalten.
Wenn man erst Brenitzert und dann stackt (bei einem 2x3 Panorama mit 10 Stackebenen sind das aber dann 60 Bilder welche bezüglich des stacking sehr schwierig zu synchronisieren sind…) würde man beide Effekte kombinieren und DANN wäre das Ergebnis (besonders) überzeugend, da man einen extremen Abriss der Schärfentiefe an den Fokus-Ebenen-Rändern und trotzdem eine durchgehende Schärfentiefe innerhalb der Fokus-Ebenen-Ränder hätte. „
Ojeh! Wenn ich den letzten Abschnitt außer Acht lasse heißt das nach meinem Verständnis: beim Brenitzern mache ich eine simulierte weitwinkeligere Aufnahme mit einem „offenem“ Objektiv um bildanteilsmäßig mehr unscharfen Hintergrund zu bekommen. Während beim Fokusstacking z.B. bei Makroaufnahmen die Schärfentiefe sowieso schon nicht ausreicht um das gewünschte Objekt komplett scharf zu zeichnen.
Ob sich das wirklich kombinieren lässt?
Verwendet/kombiniert Ihr eine der beiden Techniken? Würdet Ihr vielleicht weitere Fotos zeigen?
LG pi