Zitat daraus:
"Die Saatgut- und Lebensmittelkonzerne dagegen sind in Brüssel seit Jahren fest verankert.
Sie kennen die Gesetze, weil sie sie machen. Sie erstellen Studien, die beweisen sollen, ob ihre genmanipulierten Produkte schädlich sind oder nicht."
Lobbyarbeit ist das eine, die Tatsache, dass die Industrie die Studien finanziert und durchführt, mit denen die geforderten Nachweise zur Zulassung von etwas erbracht werden, das gesetzlich verlangt wird, das andere und gang und gäbe.
Dabei werden in aller Regel Prüfungen nach festgesetzten Standards gefordert.
Wäre es euch lieber, die Industrie entwickelt Produkte, und die Behörden - also der Staat - führen dann die Tests durch?
Den Aufschrei kann ich mir lebhaft vorstellen, wenn der Staat die Untersuchungen bezahlen müsste. Wieso sollte er?
Man könnte natürlich fordern, dass die Industrie bei Behörden oder anderen staatlichen Einrichtungen Untersuchungen in Auftrag gibt und dazu diesen das entsprechende Material zur Verfügung stellt.
Ob das in dieser Gesellschaft durchsetzbar wäre, bezweifle ich aber stark. Und ich höre auch hier den Aufschrei über die "staatliche Gängelung".
Im Übrigen: Monsanto ist ein Wirtschaftsunternehmen, dass genau das tut, was in unserer Gesellschaft sonst durchaus anerkannter Zweck ist: Profit zu machen, und das möglichst viel.
Dazu bedient sich dieser Betrieb wie andere auch aller möglichen Mittel.
Dabei geht es nicht zu wie auf dem Ponyhof.
Aber sich moralisch über etwas zu entrüsten, was den Kern dieser Gesellschaft ausmacht, also die Freiheit zu haben, Geschäfte mit Profit zu machen und sich dazu aller Möglichkeiten zu bedienen, die einem u.A. der Profit öffnet: Das ist schon ziemlich naiv.
Besonders wenn man sonst immer dioe Freiheit überhaupt für das höchste Gut hält.