Dieses Gerede über versiegelte Flächen, eingeengte Flußbetten durch Deiche usw als Grund für die Überschwemmungen greift nur leider nicht für das Elbtal. Es regnet hier seit zwei Wochen nahezu ununterbrochen. Die Böden sind seit über einer Woche gesättigt und nehmen keinerlei Wasser mehr auf. Der Regen fließt praktisch direkt in die Bäche und Flüsse. Überall kann man "Seen" auf Wiesen und Äckern sehen, incl. massive Erosionsrinnen in Hanglagen. Da ist es dann egal, ob Flächen versiegelt sind oder nicht. Wassergesättigte Böden sind dann auch versiegelte Flächen.
Im Elbtal und besonders in Dresden sind große Areale am Fluss seit jeher unbebaut (Elbwiesen, Flutrinne). Da ist nichts kanalisiert und einbetoniert wie z.T. am Rhein. Aber wenn die Pegel über 7,50m für Dresden steigen, werden trozudem etliche Stadtteile überschwemmt. Wie soll der geforderte "Rückbau" zugunsten des Hochwasserschutzes denn aussehen? Die betroffenen Stadtteile einebnen? Da müßte selbst das Schloss Pillnitz mit Park dran glauben. Hat ja seinerzei August der Starke grob fahrlässig an die Elbe gebaut.
In den Kerbtälern die vom Erzgebirge zur Elbe zu laufen, müßten auch die Dörfer geschleift werden. Siedeln ist nur noch auf den Plateaus möglich.
Wie man schnell merkt, ist das alles Stuss. Es wurde hier wirklich seit 2002 das machbare umgesetzt. Die Müglitz z.B. hat ein oft doppelt so breites Flussbett wie zuvor. Genau das macht sich jetzt positiv bemerkbar. Und auch die ausgebauten Rückhaltebecken im Einzugsgebiet. Ansonsten würde es am Fluss jetzt ganz anders aussehen.
Diese stereotypen Antworten die die Lobbyisten von der Urwaldabholzorganisation WWF immerzu geben, sind für die hieseige Gegend komplett falsch. Da kennt man die örtlichen Gegebenheiten einfach nicht. Elbabwärts hinter Meissen sieht die Sache ganz anders aus und für da stimmen die Argumente.