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News: Da tun sich ja ganz neue Suizidmöglichkeiten auf: Verrottung in eigenem Kompost. (Dunkleborus)
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News: Da tun sich ja ganz neue Suizidmöglichkeiten auf: Verrottung in eigenem Kompost. (Dunkleborus)

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Autor Thema: Aprikosen- und Pfirsichsämlinge  (Gelesen 15485 mal)

b-hoernchen

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #15 am: 19. Mai 2013, 22:24:43 »


Ich habe auch schon öfters versucht Apfelsämlinge zu ziehen (ja ich weiß, da wird nicht viel brauchbares herauskommen....), ist mir aber noch nie gelungen. Nach dem Keimen sind die Keimlinge relativ schnell braun geworden und eingegangen. Weiß jemand woran das liegen könnte?
 

Ich hab' auch schon öfters Apfelsamen ausgesät und bei mir wachsen die ohne Probleme.
Ich nehme Torfmoos zum Keimenlassen und fange dann, nachdem die richtigen Blätter sich zeigen, ganz sachte (!) an, dem Gießwasser ein bisserl Blumenvolldünger (ich nehm den flüssigen von Mai...) beizumischen zur Ernährung.
Wenn die Blätter braun werden, könnt's auch an stehendem Wasser, zuwenig Luft an den Wurzeln liegen. Torfmoos lässt halt wunderbar Luft an die Wurzeln, locker und gut Wasser führend. Für viele "schwierige" Pflanzen bewährt!
Überwintert wird mindestens das erste Jahr im Haus. Meiner Erfahrung nach vertragen die noch nicht verholzten Keimlinge unsere starken Fröste nicht.
Dann umtopfen in normale Blumenerde, die ich ein bisserl gewaschen habe, damit nicht zuviel Dünger (Salze!) drin sind.
Ackererde hab' ich auch probiert, aber die verschlämmt im Topf und das mag der Apfel nicht, da kriegt er gleich Mehltau und Läuse.
Nach 2 bis 3 Jahren geht's dann in den Garten.
Am besten keimen übrigens die Samen der Sorte "Cripps Pink"/Pink Lady - da sieht man öfters schon keimende Samen im Apfel.

Mit Pfirsichen hatte ich noch nie Erfolg!
Was nimmst du für ein Aussatsubstrat?
« Letzte Änderung: 20. Mai 2013, 11:02:52 von b-hoernchen »
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partisanengärtner

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #16 am: 19. Mai 2013, 22:33:38 »

Das hängt sicher auch von den Sorten ab. Ich nehme das als Auslesekriterium. Wenn sie nicht gleich gut wachsen und gesund sind unter härtesten Bedingungen, lohnt es sich nicht sie aufzuziehen.
Manche Sorten bringen nur schwächliche Sämlinge. Gekaufte taugen selten als Eltern. In modernen Obstplantagen werden als Bestäuber Zieräpfel genommen. Das habe ich in Pillnitz beim Forumstreffen erfahren.
Es ist zu schwierig verschiedene Sorten in großem Stil zu beernten.
Das überfordert das Personal und die Logistik.
Zwergige Zieräpfel sind da besser. Also keine schönen neuen Sorten aus gekauften Äpfeln.
« Letzte Änderung: 19. Mai 2013, 22:35:57 von partisanengärtner »
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Axel

b-hoernchen

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #17 am: 20. Mai 2013, 11:00:49 »

. Also keine schönen neuen Sorten aus gekauften Äpfeln.
Da hat mein Bruder anscheinend Glück gehabt mit seinem ausgesäten Apfelbaum.
Ich lass meine Sämlinge trotzdem weiter wachsen, die sind noch klein und vielleicht können die mal als Unterlage dienen?

Hätte meinerseits Interesse an einem kräuselkrankheitsresisten, süßen, gelbfleischigen Pfirsich (wer hätte das nicht?). Da soll's unter den hierzulande gekeimten ja öfter mal was geben, wenn ich in den Foren richtig gelesen habe... .
Kann man sowas auf Kirschpflaume (Myrobalan/Kriacherl) propfen? Die wachsen bei mir nämlich zuhauf.
« Letzte Änderung: 20. Mai 2013, 11:43:05 von b-hoernchen »
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Prunus persica

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #18 am: 22. Mai 2013, 20:37:38 »


Mit Pfirsichen hatte ich noch nie Erfolg!
Was nimmst du für ein Aussatsubstrat?

Ich lass die Samen meistens auf feuchtem Küchenkrepp keimen und setze sie danach in eine Mischung aus normaler Blumenerde, Perlite und ggfs. etwas Sand. Den Pfirsichen, die vor ein paar Wochen geschlüpft sind, scheint das jedenfalls zu bekommen. Die Äpfel hatten anfangs auch einen ziemlichen Wachstumsschub, inzwischen werden allerdings schon wieder die Blätter dunkel und die Keimlinge gehen ein. Ein Umtopfen in ein größeres Gefäß hat auch nicht geholfen. Dabei ist mir noch aufgefallen, daß die Apfelkeimlinge nur eine gerade unverzweigte Wurzel haben, während die gleichzeitig ausgesäten Pfirsiche bereits ein verzweigtes Wurzelsystem.

Wie trocken bzw. feucht hältst du deine Sämlinge?
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Prunus persica

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #19 am: 22. Mai 2013, 20:57:53 »

Das hängt sicher auch von den Sorten ab. Ich nehme das als Auslesekriterium. Wenn sie nicht gleich gut wachsen und gesund sind unter härtesten Bedingungen, lohnt es sich nicht sie aufzuziehen.
Manche Sorten bringen nur schwächliche Sämlinge. Gekaufte taugen selten als Eltern. In modernen Obstplantagen werden als Bestäuber Zieräpfel genommen. Das habe ich in Pillnitz beim Forumstreffen erfahren.
Es ist zu schwierig verschiedene Sorten in großem Stil zu beernten.
Das überfordert das Personal und die Logistik.
Zwergige Zieräpfel sind da besser. Also keine schönen neuen Sorten aus gekauften Äpfeln.

Das habe ich auch schon vermutet, daß dies der Grund für schwächliche Sämlinge sein könnte. Daher hatte ich bei meinem letzten Versuch Sorten genommen, bei denen ich es entweder weiß oder vermute, daß sie nicht von der Plantage stammen:
  • Boskop von der Streuobstwiese: Ist erst gar nicht gekeimt.
  • Ananasrenette vom Markt: Wie oben geschildert, Braunfärbung der Blätter.
  • Reinette d'Anjou: Meine einzigen Apfelkeimlinge im derzeit noch vitalen Zustand.
D.h. so richtig erfolgreich war diese Strategie bei mir noch nicht.
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b-hoernchen

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #20 am: 22. Mai 2013, 20:58:33 »

Hallo Prunus persica,

ich halte die eigentlich recht gut feucht, also gieße auch mal, bis es unten rausläuft, lass aber den Topf nicht im Wasser stehen!
Torfmoos hält die Feuchtigkeit exzellent.
Zum Keimen und bis sich einige echte Blätter zeigen, steht er bei mir am sonnenbeschienenen (West-)Fenster. Da wird's am Nachmittag richtig warm und man passt besser auf, dass er nie austrocknet!
Vielleicht liegt's auch am Pflanzgefäß?
Ich nehme zum Auskeimen 1/2 Liter Buttermilchbecher, in die ich unten drei kleine Löchlein bohre, damit die Wurzel nie im Wasser steht. Der langgestreckte Becher kommt der Pfahlwurzel irgendwie entgegen.
Das Sphagnum-Moos ist so schön locker, das lässt auch in nassem Zustand genug Luft an die Wurzel.
Das ist, glaube ich, ganz wichtig für den Apfel - genug Luft an die Wurzel!
Auch beim Folgesubstrat. Und lass dir mit dem Umsetzen ruhig Zeit bis die Pflanze kräftiger geworden ist, also bis nach dem ersten Winter (für den ich sie wieder ins Haus hole).
Ernähren kannst du sie während des Wachstums mit diesem Mai...dings Flüssigvolldünger, aber nie zuviel, also anfangen homöopathisch mit zwei Tropfen auf 1/2 Liter Gießwasser, langsam steigern auf 1/4 der empfohlenen Konzentration) und immer schön beobachten. Etwas Calcium bekommt sie auch noch über unser kalkhaltiges Wasser.

Wenn du die Pflanze dann umtopfst und die käufliche Blumenerde (ich würde die billige nehmen, die hat gröbere Kompostbestandteile) wäschst (im Eimer mit Wasser aufschlämmst), dann setzen sich verschlammende Bestandteile gerne ab und die abgeschöpfte Erde ist lockerer und vor allem weniger salzhaltig als ungewaschene Erde.
« Letzte Änderung: 22. Mai 2013, 21:20:29 von b-hoernchen »
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Prunus persica

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #21 am: 22. Mai 2013, 21:26:17 »

Mein Gießverhalten ist ähnlich, das dürfte dann also nicht das Problem sein. Die Perlite bewirken ebenfalls eine gute Wasserspeicherung und Belüftung der Wurzeln.
Höhere Gefäße könnten aber durchaus die Lösung des Problems sein. Beim Einpflanzen haben ich bisher max. 8 bis 9cm hohe Gefäße benutzt. Beim Umtopfen habe ich die Apfelkeimlinge zwar in einen höheren Topf gesetzt, aber vielleicht waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits zu sehr geschwächt. Werde das nächste Mal auch gleich in höhere Gefäße pflanzen. Meine Pfirsiche stehen bereits in 20cm hohen Gefäßen, ich hoffe das reicht erstmal für die nächste Zeit.
« Letzte Änderung: 22. Mai 2013, 21:27:59 von Prunus persica »
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Zuccalmaglio

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #22 am: 23. Mai 2013, 08:26:29 »

- nicht in allen Apfelplantagen werden Zieräpfel als Bestäuber eingesetzt
- Zierapfelsorten sind nicht per se Schwächlinge und zwergig, denen man
  mangelndes Keimverhalten und nicht vitale Sämlinge anlasten kann, ganz unab-
  hängig davon, mit welcher Wahrscheinlichkeit daraus neue tafelfähige Sorten
  ergeben könnten
- gleich ob ich Mandel, Pfirsich- oder Apfelsamen nehme. Ich versenke sie lediglich
  an der Stelle im Garten, an der ich sie später auch aufziehen will. Die
  Stellen/Areale werden lediglich mit Stöcken und etwas Band
  markiert/abgegrrenzt und fertig ist. Warum der ganze Topfaufwand mit dem
  drumherum?
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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #23 am: 23. Mai 2013, 08:45:09 »

Ich finde sogar das die Zieräpfel besonders lebenskräftig sind. Die schwächlichen Sämlinge führe ich eher auf genetische Inkompatibilität zurück.
Apfelsamen schmeiß ich eigentlich in irgendwelche bepflanzten Töpfe und freu mich dann später wenn dann Pflanzen auftauchen.
Dabei ist bei meiner Methode natürlich die Elternart eher nicht mehr bekannt.
Da ich die aber nur zum veredeln verwende ist das auch nicht so schlimm.
Einen waagrechten schwachen Ast lass ich solchen Unterlagen immer um den Apfel gegebenenfalls zu kosten. Das ist aber nicht mehr bei mir da ich für sowas keinen Platz mehr habe.
Wenn ich dann zufällig an einem meiner alten Bäume vorbeikomme wenn was reif ist probiere ich schon. Bis jetzt war noch nichts überzeugendes dabei.
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hargrand

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #24 am: 23. Mai 2013, 14:24:32 »

18 Aprikosen :D
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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #25 am: 23. Mai 2013, 15:03:50 »

Bei mir liegen dutzende Pfirsichkerne um den Baum rum von fauligen und von welchen die man eben am Baum gegessen hat.
Aber da hat noch nie einer gekeimt.
Zumindest ist mir noch nie ein Keimling untergekommen, aber jede Menge Kerne beim Unkraut jäten oder was einsetzen.
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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #26 am: 23. Mai 2013, 16:13:15 »

Pfirsiche keimen hervorragend in Staudenrabatten oder im nicht umgegrabenen Nutzgarten.
Allerdings meist erst im folgenden Frühjahr.

Meine Türkischen Zuckeraprikosenkerne hab ich in den Kübel eines Olivenbaumes mit reingesteckt. Dort wurden sie mitgepflegt, wie sie groß genug waren, hab ich sie rausgenommen.

So läuft das alles nebenbei. Ich möchte schließlich nicht ein ganzes Jahr leere Blumentöpfe gießen, wo dann vielleicht doch nix aufgeht.

Der "Garten des intelligenten Faulen" lässt grüßen ;D
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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #27 am: 23. Mai 2013, 16:33:37 »

wenn die Samen starken frost abbekommen haben oder gefroren wahren, fangen die an zu schimmeln, weil sie weich und matschig sind.
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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #28 am: 23. Mai 2013, 16:41:33 »

Deshalb ja in die richtige Erde pflanzen, da sind die Pfirsichkerne geschützt. Auch vor starken Temperaturschwankungen.

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cydorian

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Re:Aprikosen- und Pfirsichsämlinge
« Antwort #29 am: 23. Mai 2013, 16:53:24 »

Meine Pfirsichkerne sind in einem mit Vogelsand gefüllten Blumentopf (vermeidung Staunässe) gekeimt, der im Halbschatten auf dem Balkon stand. Dauert aber ein oder zwei Jahre.

Da dann alle Kerne gekeimt sind (die entstandenen Bäume sind ausgepflanzt und tragen bereits), denke ich das Problem sind die geeigneten Keimbedingungen und nicht ein eventuell hoher Prohzentsatz von Samen, der nicht keimfähig ist oder irgendeine Spezialbehandlung a la anfeilen der Schale braucht. Das ist offenbar alles unnötig. Nötig sind nur die richtigen Umgebungsbedingungen. Stratifikation im Winter mit nicht zu tiefen Temperaturen, keine Staunässe, eher zu trocken wie zu feucht, warm aber nicht heiss im Sommer.
« Letzte Änderung: 23. Mai 2013, 16:53:49 von cydorian »
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