Hallo,
Kies- und Splittflächen verunkrauten nicht ganz so schnell, wenn sie von vorneherein auf einem etwa 20-30cm tiefen Schotterbett angelegt werden - dann fliesst das Wasser so schnell ab und alles trocknet aus, dass Samen von Unkräutern einige lang Jahre kaum aufkeimen, außer extremste Trockenheitsspezialisten.
Auf diese Schotterschicht kommt dann erst die 5-10cm Splitt- oder Kiesschicht.
Splitt, also scharfkantig gebrochen, ist übrigens angenehmer zu begehen.
Aber wie schon geschrieben muss man auch bei einer so aufgebauten Fläche darauf achten, dass möglichst kein Fallalub liegen bleibt, und nach Jahren mal die oberste Schicht erneuern, da trotzdem sich Staub und Humus ansammelt, der wieder zum Keimbett für Samen wird.
Ich habe, obwohl ich wusste, wie es richtig gemacht wird, auch vor 3 Jahren eine Schiefersplittfläche angelegt, indem ich nur Bändchengewebe ausbreitete, welches im übrigen das stabilste und somit beste für so eine Verwendung wäre, und darauf den Splitt verteilte.
Weil ich damals keine Helfer zur Hand hatte, um die Fläche auszuheben und das Erdreich anschliessend zu entsorgen.
Da wir gut feuchtigkeitsspeichernden Lehmboden haben, bleibt der Splitt von unten immer schön feucht und ist ein ideales Keimbett - Unkrautrupfen dort ist eine Sisyphusarbeit und ohne chemische Keule eigentlich nicht zu lösen
Schiefersplitt scheint allerdings durch die Plättchenform auch mehr Feuchtigkeit zwischen den Steinen zu halten.
Ich werde jedenfalls auf Dauer nicht drum rum kommen, alles nochmal abzutragen und auf Schotter neu anzulegen
Eine Direktlösung für dein Problem - ohne Chemie - gibts nicht.
Die Idee von Staudo mit dem Magerrasen ist gar nicht schlecht - besser allerdings wäre für deine Situation ein Schotterrasen, das ist kein "Rasen" im klassischen Sinn!
Auf die vorhandene Kiesfläche - nach letztmaligem Unkrautrupfen - würdest du eine Schotterrasen-Saatmischung ausbringen.
Darin sind Gräser und Pflanzen enthalten, die sowohl trockenheitsverträglich als auch bis zu einem gewissen Grad trittfest sind - Schotterrasen wird öfters für nicht ständig genutzte Parkplatzflächen genommen.
Die Pflanzen wachsen nicht sehr hoch, vertragen eine Mahd ab und an und gehen auch dort zurück, wo viel langgelaufen wird.
Sie besetzen aber andererseits die ökologische Nische effektiv, die sich jetzt deinem Unkraut wunderbar bietet.
Wenn der Platz besetzt ist, keimt auch nicht mehr viel Unkraut und fällt dann auch nicht weiter auf.