Bei 'Bornimer Nachsommer' zweifle ich stark. Diesen kenne ich eher korallenrosa, nieder, mit dichten Blütenständen, spät. Ich kannte ihn noch aus Hagemanns Zeiten.
Es ist der 'Bornimer Nachsommer' aus Hagemanns Zeiten. 
Ob man die alle noch echt bekommt? ...
Und wieder schwebt mir ein Phloxmuseum vor.
Eine feine Idee. Mit so vielen "Abers". Sicher könnte man eine Vielzahl der alten Sorten noch echt bekommen. Mit Expertenunterstützung und deren Wissen und ihrer unbezahlbaren Erinnerung. Und modernem summiertem Wissen.
Wo willst Du beginnen bzw. wie eingrenzen? Lemoine, Pfitzer, Schöllhammer, Foerster? Symons-Jeune, Simpson oder auch Hagemann und zur Linden dann schon nicht mehr? Die zweite Züchtungsphase von Foerster weglassen? Bonne Ruys? - Ach, jetzt hast Du mich angesteckt! 
Foto: 'Antoinette Six' (van der Schoot, vor 1940) - geisterte bei KF als Antoinette Dix herum. Er nutzte diese Sorte für seine Züchtung.
Ich könnte morgen damit beginnen. Das Problem ist nicht das Stückchen Land. Das Problem ist, dass ich mitten in der produktivsten Phase meines irdischen Daseins stehe. Phlox sammeln bis zum Exzess, die ist etwas für die Pension. Und an diese wage ich momentan nicht im Traum zu denken. Bin eben doch noch kein Österreicher, der denkt das halbe Leben an seine Pension.
Andererseits noch Jahrzehnte zu warten bedeutet, dass immer mehr Sorten unwiederbringlich verloren gehen oder die Echtheit immer mehr in Frage gestellt wird. Ich habe es auch in Russland gesehen, dass dort durch Unachtsamkeiten, Etikettenverwechslungen Fehler entstehen. Wenn über 40 Jahre dasselbe Sortiment steht, dazwischen aber jede Menge Personalwechsel vorgenommen wird, kommt es irgendwann zu Fehlern und Unachtsamkeiten.
Sammeln für museale, konservistische Zwecke oder aus Spaß an der Freude? Dies sollte man sich schon fragen. Viele Sorten sind ohnehin schon verschwunden. Leid ist mir nur um einige, die mir positiv in Erinnerung geblieben sind.
'Kirchenfürst' hatte ich Anfang der 90er-Jahre lediglich in Frankreich echt gesehen. 'Wennschondennschon' gab es nur in DDR-Betrieben. Beide Sorten sind nun zum Glück wieder verbreitet.