Wenn man berücksichtigt, dass das Pflanzenangebot hinsichtlich Arten und Sorten seit dem Krieg drastisch erhöht hat. ist eigentlich auch verständlich, dass das Interesse sich -wenn nicht verlagert- so doch ausweitet auf füher unbekannte Pflanzen. Und die Gärten werden allgemein kleiner, ein nicht zu unterschätzender Faktor! Wenn ich einen "durchblühenden" Garten haben möchte, bleibt weniger Platz für einzelne species.
Meine Beobachtungen (allgemein) auf Märkten: es wird dort gekauft, wo viele Menschen stehen; je lauter, desto besser. Wenn dann noch jemand mit mehreren Sorten einer Art über den Platz zieht, wird er schon auch angesprochen: das sieht toll aus, von welchem Anbieter? **
Ergo: ein Gärtner, der einige Liebhabersorten mit höchstens 10 Stück hat, bleibt eher drauf sitzen als einer, der mit seinem großen, bunten Kistenangebot glänzt (auch wenn es "eigentlich" gar nichts Besonderes ist ).
Pflanzenkenner erkundigen sich schon vorher, welche Anbieter mit welchen Pflanzen kommen. Neulinge laufen einfach so über den Markt..
** UNd wenn da neben 08/15 Sorten auch Rauchphloxe angeboten, aus der Hand gerissen werden, was glaubst Du, wie schnell auch Otto und Lieschen neugierig werden!
Erstmal muss man so einen rauchigen Phlox in voller Schönheit und Üppigkeit sehen können, um selbst zu erkennen, dass er einem aber auch gefällt!
Ohne Marktschreierei geht halt gar nichts

Es wird aber immer Stauden geben, die an der Masse vorüberlaufen. Die aber von Liebhabern händeringend gesucht werden.
Und wenn der Kunde weiß, dass der Gärtner eine Kiste vermehrt, dann meldet er sich schon Monate vorher- auch das muss sich 'rumsprechen.