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Autor Thema: Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen  (Gelesen 7543 mal)

Chrisi89

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Hallo!

Und zwar folgendes: Eine Freundin meiner Schwester hat nächste Woche Sponsion und bekommt von ihren Freundinnen einen Nektarinenbaum geschenkt. Und da ich ja einen Pfirsichbaum (Benedicte) besitze und mich in letzter Zeit allgemein mit Obstbäumen beschäftigt habe, wurde ich zu Rate gezogen.

Das Problem ist jetzt, dass es, soweit ich in Erfahrungen bringen konnte, keine wirklich robuste Nektarine (im Gegensatz zu Pfirsichen) gegen die Kräuselkrankheit gibt. Da aber durchaus die "Gefahr" besteht, dass dieser Nektarinenbaum bei mir/uns zu Hause landet/gepflanzt wird, und dann vielleicht ich noch "drauf schauen muss", wollte ich fragen:

Gibt es eures Wissens nach eine robuste Nektarinensorte? (das Problem ist nämlich das die Freundin meiner Schwester die pelzige Haut von Pfirsichen nicht mag, und deshalb mein Rat einen Pfirsich zu kaufen nicht angenommen wurde)
Und ich habe mir ja eben deswegen einen Benedicte besorgt, da mir das Spritzen zu blöd ist.

Hat vielleicht von euch jemand einen Nektarinenbaum, den ihr nicht spritz, und den trotzdem nicht nach ein paar Jahren der Tod blüht?
Ist es möglich einen Nektarinenbaum auch ohne Spritzen mit halbwegs gutem Ertrag am Leben zu halten?


Meine Schwester und eine andere Freundin waren heute bei der Baumschule, wo der Baum auch gekauft werden wird, und haben mal nachgefragt, was es so gibt.
Ich werde dann die zur Verfügung stehenden Sorten hier posten.

mfg
Christian
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cydorian

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #1 am: 28. Juni 2013, 20:42:21 »

Nein, Nektarinen sind alle recht anfällig. Ja, man kann ihn ohne Spritzen am Leben erhalten. Einfach überdachen und von unten giessen.

Zum Thema Kräuselkrankheit und deren Behandlungsmethoden gibts viele Threads hier.
« Letzte Änderung: 28. Juni 2013, 20:43:26 von cydorian »
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Mediterraneus

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #2 am: 29. Juni 2013, 11:50:37 »

gibt's bestimmt. lt. dieser quelle z.b. "felligni" und "Gold mine"

http://pommiers.com/peche/pecher.htm

gibt's aber bestimmt nicht in Deutschland, es sei denn, eine obstbaumschule würde sich mal über die sotenvielfalt informieren und den schritt weg vom "schlechten standartdsortiment bei uns" wagen. zeit wird's. es gibt doch soviele verschiedene Pfirsich-, Nektarinen-, Pavie- (Härtling) und Brugnolensorten.

wo bleibt da das vereinte Europa, wenn man nicht mal das hervorragende obstsortiment des nachbarlandes kennt ???
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Chrisi89

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #3 am: 29. Juni 2013, 13:27:04 »

gibt's bestimmt. lt. dieser quelle z.b. "felligni" und "Gold mine"

http://pommiers.com/peche/pecher.htm

gibt's aber bestimmt nicht in Deutschland, es sei denn, eine obstbaumschule würde sich mal über die sotenvielfalt informieren und den schritt weg vom "schlechten standartdsortiment bei uns" wagen. zeit wird's. es gibt doch soviele verschiedene Pfirsich-, Nektarinen-, Pavie- (Härtling) und Brugnolensorten.

wo bleibt da das vereinte Europa, wenn man nicht mal das hervorragende obstsortiment des nachbarlandes kennt ???

Danke für die Antwort.

Da hast du Recht. Als ich voriges Jahr einen Benedicte gesucht habe, habe ich auch etliche Baumschulen abgesucht - Gab es dort nicht und war nicht mal bekannt.
Erst als ich zum Dehner gefahren bin um dort als Alternative "Revita" zu kaufen (sollte laut Internetseite dort zu bekommen sein), habe ich dort doch einen Benedicte entdeckt....

Werde wie gesagt mal in Erfahrung bringen, was für Sorten zur Verfügung stehen und diese hier posten.
« Letzte Änderung: 29. Juni 2013, 13:33:34 von Chrisi89 »
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Chrisi89

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #4 am: 07. Juli 2013, 12:17:34 »

Hallo!

Es ist jetzt die gelbfleischige Sorte "Nectared 6" geworden.

Tipps?

mfg
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b-hoernchen

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #5 am: 10. Juli 2013, 22:25:34 »

Wurde letzte Woche in den Garten einer Freundin eingeladen und durfte dort einen auf dem Komposthaufen gekeimten, angeblichen Mangobaum begutachten.

Der Mangobaum ist eine Nektarine, die bereits Früchte trägt (also mindestens drei Jahre alt) und - Fanfare! - fast nicht an Kräuselkrankheit leidet!

Dies in Oberbayern bei >1300mm Jahresniederschlag und dem allbekannt miserabligen Wetter dieses Jahr.

Im Herbst darf ich sie ausbuddeln....
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Ayamo

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #6 am: 10. Juli 2013, 23:31:16 »

Gib ihr einen schönen Namen ;)
Wenn die Krankheitsresistenz so bleibt und auch die übrigen Eigenschaften gut sind, berichte mal...
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hargrand

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #7 am: 11. Juli 2013, 10:59:04 »

 :o nicht lieber im Frühjahr? :-[ :-\

in 6a wäre ich da vorsichtig und würde sie erst im Frühjahr ausgraben. :)
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b-hoernchen

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #8 am: 11. Juli 2013, 22:49:15 »

@ Ayamo:

Mach ich! Aber erst wird verkostet - zwecks Inspiration!

@ hargrand:

Wann wäre denn der beste Zeitpunkt?
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Chrisi89

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #9 am: 12. Juli 2013, 17:38:16 »

Hallo!

Also es ist wie gesagt eine Nectared 6 geworden.
Und heute ist der Baum zu uns gekommen. Weil ich auch die Unterlage wissen wollte, habe ich auf dem Etikett nachgesehen, und da steht "Brompt., AST 1005".

Das "Brompt." habe ich als Brompton? identifiziert, ist also eine stark wachsende Pflaumenunterlage.

Jetzt wollte ich fragen ob noch jemand weiß was "AST 1005" heißen könnte?

Und mit welchen Ausmaßen/Endgröße ich bei der Unterlage Brompton für den Nektarinenbaum ungefähr rechnen kann (Höhe, Breite der Krone, benötigter Abstand zu anderen Bäumen)?

mfg
Christian

PS: Bei einem Hochstamm kann ich wahrscheinlich eine Erziehung als Spalier bzw. eine Überdachung vergessen?!?
« Letzte Änderung: 12. Juli 2013, 17:38:44 von Chrisi89 »
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Mediterraneus

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #10 am: 18. Juli 2013, 14:05:42 »

es wird eine interne bezeichnung der baumschule sein. vielleicht im Oktober 2005 bezogen, oder vermehrt oder ausgesät.

ich denke nicht, dass sich die starkwachsende unterlage sehr auf den nektarinenbaum auswirkt. Pfirsich und co. gibt nie richtige hochstämme wie etwa bei pflaumenbäumen.
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Chrisi89

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #11 am: 18. Juli 2013, 19:07:30 »

Hallo!

Ich hätte noch eine Frage:

Und zwar will ich den Baum wie meinen Benedicte als Hohlkrone erziehen.
Jetzt wollte ich fragen ob das so möglich ist:

Es gibt 3 starke Äste. Ast1 und Ast3 könnte ich noch runterbinden, sodass sie im Winkel von 45° abgehen. Aber Ast2 ist schon so stark, dass man ihn nicht mehr runter biegen kann.
Also müsste ich ihn entfernen.

Gesamtansicht des Baumes: https://www.dropbox.com/s/kz92tin48at6dsy/Nektarine1.jpg
3 Hauptäste: https://www.dropbox.com/s/dxyf4ipi31e6j9a/Nektarine2.jpg
3 Hauptäste (nah): https://www.dropbox.com/s/x9alzgs9fiyxtsu/Nektarine3.jpg

Nun, würdet ihr auch Ast2 entfernen um eine Hohlkrone (3-4 Leitäste) zu erhalten?

Zweitens: Soll ich Ast2 im August nach der Ernte entfernen oder erst nächstes Frühjahr?

mfg
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Marsch_Düne

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #12 am: 18. Juli 2013, 23:59:37 »

Ich bin da wahrlich nicht der Meister, aber ich würde die Nektarine nächstes Frühjahr nach der Blüte schneiden. Wenn du dann nicht so weich bist, wie ich und einen windschiefen Baum mit drei Früchten in dem Jahr gegenüber einer vernünftigen Hohlkrone, die ein Jahr später überreich trägt, bevorzugst. ;D

Meine Erfahrung ist übrigens je nährstoffreicher Pfirsich oder Nektarine stehen, umso eher werden sie mit der Kräuselkrankheit fertig, wenn man wie ich weder irgendwas spritzt oder abdeckt.
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Chrisi89

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #13 am: 19. Juli 2013, 10:42:22 »

Ich bin da wahrlich nicht der Meister, aber ich würde die Nektarine nächstes Frühjahr nach der Blüte schneiden. Wenn du dann nicht so weich bist, wie ich und einen windschiefen Baum mit drei Früchten in dem Jahr gegenüber einer vernünftigen Hohlkrone, die ein Jahr später überreich trägt, bevorzugst. ;D

Meine Erfahrung ist übrigens je nährstoffreicher Pfirsich oder Nektarine stehen, umso eher werden sie mit der Kräuselkrankheit fertig, wenn man wie ich weder irgendwas spritzt oder abdeckt.

Es geht ja nur um den einen Ast (Ast2). Den Rest würde ich sowieso im Frühling machen, also die eigentliche Hohlkronenerziehung.

Ich habe mir nur deswegen gedacht, dass ich Ast2 heuer im Sommer noch wegschneide, da ich schon öfters gehört habe, man solle bei Pfirsich und Marille stärkere Äste, die größere Wunden hinterlassen, im Sommer schneiden.
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carot

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Re:Gibt es überhaupt "kräuselkrankheitstolerante" Nektarinen
« Antwort #14 am: 19. Juli 2013, 11:49:39 »

Wenn Du den Ast2 vollständig entfernst, kannst Du neue Leitäste ja nur noch aus tiefer stehenden Trieben bilden. Ich würde (auch deshalb) hier davon Abstand nehmen.

Ich würde auch die übrigen LA's nicht mittels Formieren in eine andere Position bringen. Dies macht auch keinen Sinn, wenn Ast2 belassen wird, wie ich es gerade empfohlen habe. Dann würde nämlich die bisher ausgeglichen erscheinende Förderung der LA's entscheidend gestört. Die Ast 1 und 3 würden zurückbleiben. Die Hohlkrone ist bereits angelegt und so schlecht sind die Abgangswinkel nicht.

Versuche die Leitäste lieber durch Ableitungsschnitte auf Triebe oder Rückschnitt auf eine entsprechende Knospe nach außen abzuleiten. Damit würde auch die sich jetzt schon abzeichnende Überbauung verhindert.

Wie Du schon sagst, wäre der Schnittzeitpunkt hierfür das späte Frühjahr.
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