Man kann doch auch auf Arten/Sorten zurückgreifen, die an kontinentaleres Klima angepaßt sind - der Mittelmeerraum war ein Beispiel, weil die Gartenbewässerung dort die längste Tradition hat.
Ich gebe dir insofern recht, dass die menschliche Intelligenz in Verbindung mit aktuellem Wissen durchaus auch in D zu erfölgreichen, beständigen und "zumutbaren" Gartenkulturen führen können sollte.
D.h.: 75% des Gejammers über aus irgendwelchen Gründen schwächelnde oder gar gestorbene Pflanzen und(oder zu hohen Erhaltungsaufwand des gewünschten Zustandes sind Folge falscher Zielsetzungen und /oder unzulänglicher Technik.
Aber das ist nun mal so und wird sich auch nicht so schnell ändern. Auch im Mittelmeerraum ist die Anpassung an das Klima nicht innerhalb von 20 Jahren erfolgt. Da stehen und liegen etliche Baudenkmäler herum, die auf eine Jahrtausende dauernde Entwicklung, bzw. Anpassung schließen lassen.
Diese erscheint mir noch vergleichsweise einfach, denn speziell dort wurde es (aus den verschiedensten Gründen, wie z.B. antrophogen verursachte Entwaldung) "einfach" nur wärmer und trockener.
Eine derart "lineare" Klimaentwicklung ist hier noch nicht zu erkennen. Z.B. habe ich vor 30 - 25 Jahren noch erfolgreich nebenbei - damals war ich täglich mindestens 12 Stunden auswärts tätig - Tomaten und Paprika angebaut. Das habe ich inzwischen - obwohl ich jetzt täglich ein paar Handgriffe im Garten machen kann - wegen des miserablen Verhältnisses von Aufwand und Ertrag eingestellt.