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An sich finde ich die Farbkombination der Hecke gar nicht so schlecht. Es ist allerdings sehr schade, dass die dunkleren Koniferen so struppig sind, während die helleren Koniferen so schön dicht gewachsen sind. Innen ist leider viel braunes. Aber die dunkleren rausreißen und dafür helle nachpflanzen klingt für mich recht aufwändig. Zumal wir dann ja mehrere Jahre auf eine zerstörte Hecke schauen, während die neuen Pflanzen nachwachsen. Und die ganze Hecke ersetzen scheint mir hinsichtlich Finanzen & Aufwand eine Mammutaufgabe zu sein :-)
Da das Vorhandene größtenteils gefällt, erst mal Tipps, wie man versuchen kann, den Gesamtzustand zu verbessern:
die blauen Scheinzypressen wachsen anders als die Thujen, die Thujen wachsen von sich aus dichter und verzweigter.
Man könnte versuchen, die Blauen in den nächsten Jahren häufiger zu schneiden als die Gelben, um sie dichter zu bekommen.
Aber leider, wie schon gesagt, kann man nicht tief zurückschneiden, da wo keine grünen (bzw. blauen) Nadeln mehr sind und Braunes zu sehen ist, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach braun bleiben und nicht neu nachtreiben.
Paralell dazu sollte eine Hecke schon gedüngt werden, vor allem, wenn sie etwas vernachlässigt ist, im Handel gibts Koniferendünger, aber "Heckendünger" täte es auch.
Wenn man der Hecke was ganz besonders Gutes tun wollen würde könnte man versuchen, Nadelbaum-Endo-
Mykorrhiza zu bekommen (die Firma GEFA Fabritz in Krefeld bietet Mykorrhiza für Städte und Kommunen an, ich weiß aber nicht, ob für Privat)
Dann aber nicht gleich hinterher düngen!
Falls doch ein Austausch angedacht werden sollte, wäre Eibe meine erste Wahl, aber das kennt man hier schon
Hab um die 150m Eibenhecke bei mir inzwischen gepflanzt, waren meist 60-80cm-Pflanzen von Hornbach für 8,95€, die ich mit meinem "Düngeturbo" ziemlich schnell hochgepusht bekomme

(heißt Verdopplung der Höhe in 2 Jahren)
Eibe ist immergrün, kann aber auch im Alter noch stark zurückgeschnitten werden, da sie auch aus altem Holz wieder austreibt.
Wenn Liguster, würd ich für Ligustrum vulgare plädieren, eine Ligustrum ovalifolium-Hecke beim Nachbarn hat sich sehr zurückhaltend entwickelt und letzten Winter sind einige Pflanzen nach gut 5 oder 6 Jahren Standzeit erfroren.
Ansonsten, wenn es nicht immergrün sein müsste, wäre Hainbuche (Carpinus betulus) oder Rotbuche (Fagus sylvatica) noch eine auch nicht so teure Alternative.
Alle Heckenpflanzen bringt man zum schnellen wachsen, wenn man sie die ersten 2-3 Jahre gut pflegt, in Trockenphasen im Sommer durchdringend giesst (je nach Boden natürlich) und regelmäßig von Frühjahr bis spätestens Juli düngt.