Ich war Ende der 80er-Jahre dort. Es war ein kalter Tag im Spätsommer. Er nahm sich sogar Zeit und wir gingen durch die großen Miscanthus-Bestände, was wohl der krönende Abschluss seines züchterischen Lebenswerkes war. An ihn etwas persönlicher rankommen war wohl eine Kunst, wo andere Jahre brauchten, was geschweigedenn mit einem einzigen Besuch niemals möglich war. Lag dies an ihm oder an der norddeutschen Mentalität, mit der ich immer meine Probleme hatte?
Aber immerhin erinnerte er sich später an mich, denn eine rechte Hand von E.P. schrieb ein Tagebuch über ihn und die lange Zeit, die sie mit ihm verbrachte.
Bewundernswert war sein gutes und kritisches Auge für Neuheiten - knochentrocken und kauzig seine Bemerkungen dazu. Bewundernswert ganz besonders seine Bescheidenheit!
Und alle pilgerten sie hin und machten ihm die Aufwartung, ließen sich fotografieren. Preise und Auszeichnungen waren ihm sehr suspekt, das kann ich sehr verstehen! Denn beim Preise vergeben, steht man als Ausgezeichneter nur einmal im Rampenlicht, derjenige, welcher sie vergibt, hingegen ständig. Ein Mittel zum Zweck.

Deswegen fuhr er auch nicht nach Grünberg, um die Karl-Foerster-Medaille entgegenzunehmen, sondern ließ die Herrschaften zu sich nach Leer auf den Acker kommen.