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Autor Thema: Galanthus-Keimung  (Gelesen 18869 mal)

partisanengärtner

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Galanthus-Keimung
« am: 30. Oktober 2013, 20:04:38 »

In einem zweiten Experiment habe ich Galanthussamen von diesjähriger Ernte in Plastikbeuteln in meinem ungeheizten Atelier auf dem Boden unter einem Tisch aufbewahrt. Temperaturschwankungen natürlich gedämpfter als draußen in Töpfen (im Boden versenkt) wie beim letzten mal.
Da war die Keimung früher bilde ich mir ein, um diese Zeit waren schon viele kleine Zwiebeln zu sehen.

Sie beginnen gerade zu keimen. Keimung verzögert unterirdisch. Sie formen also jetzt erst mal eine Zwiebel. Diese wird im folgenden Frühjahr (2014) ihr erstes Blatt treiben.
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Axel

partisanengärtner

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #1 am: 30. Oktober 2013, 21:03:21 »

Scheinbar ist die verzögerte unterirdische Keimung bei Galanthus nicht allgemeines Wissen?
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Axel

knorbs

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #2 am: 31. Oktober 2013, 11:10:19 »

welche Galanthus species ist das axel?

ob verzögert hypogäisch lässt sich doch jetzt noch nicht sagen. wahrscheinlich ist das aber so. zum beweis müsstest du einige der keimlinge warm weiterkultivieren um feststellen zu können, ob sie unter diesen bedingungen ein primärblatt ausbilden. ich stelle das deswegen ein bisschen in frage, weil ein keimungsexperiment mit Glanthus nivalis aus südl. herkünften (valencia/spanien) eine 93% keimung bei konstanter warmkultur bei 15°C ergab. bei kältebehandlung dagegen nur 52%.
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z6b
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partisanengärtner

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #3 am: 31. Oktober 2013, 11:28:40 »

Ich habe die Entwicklung der Keimung schon mehrfach gesehen, aber leider nicht vorher dokumentiert.
Dieses sind plicatus. Sie machen jetzt eine Zwiebel am Ende des Keimschlauches und treiben dann wie die adulten Pflanzen im zeitigen Frühling aus. Ob sie auch ohne Kälteinwirkung ein erstes Blatt machen kann ich aber nicht sagen.
Bisher habe ich allerdings nie im Herbst erst gesäht.
Vermutlich brauchen sie für eine optimale Keimung eine genügend lange Wärmeperiode im Substrat, wie das ja auch unter natürlichen Bedingungen der Fall ist. Unter die Erde kommen sie ja schnell wegen ihres Elaiasoms.

Märzenbecher zeigen das gleiche Verhalten davon hatte ich auch über mehrere Jahre Samen in Mengen zur Verfügung. Da erfolgte die hypogäische Keimung auch im Spätsommer/Herbst.
Austrieb des ersten Blattes im folgenden Frühling.
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2013, 11:33:01 von partisanengärtner »
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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #4 am: 22. November 2013, 22:00:23 »

Ein Update (18.11.)der Schneeglöckchenkeimung. Leider ist nur ein Bild scharf geworden. Die Zwiebeln beginnen sich zu bilden. Leider bei dem scharf fotografierten Exemplar noch nicht so deutlich. Es ist aber schon die eigentliche Wurzel erkennbar.
Die anderen Arten haben auch angefangen zu keimen.
Ich habe das Sphagnumsubstrat jetzt mit Erde versetzt da die Glöckchen scheinbar auf Dauer mit dem sauren Zeug nicht so gut klar kommen. Ich hatte den Eindruck das einige glasig wurden.
Sphagnum nahm ich wegen der leichteren Dokumentierbarkeit.
Vorherige Versuche hatte ich nur mit Erde.
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Axel

Staudo

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #5 am: 22. November 2013, 22:31:56 »

Ich lese interessiert mit. ;)
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Es könnte mal wieder regnen.

partisanengärtner

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #6 am: 07. Dezember 2013, 17:10:31 »

Ein weiteres Update zur Keimung. Die spätere fKeimung hat die Knollen nicht so wachsen lassen wie sie es in der Erde letztes Mal gemacht haben. Ich habe schon einige die bereits das erste Blatt machen. Für mich trotz kleiner Knolle hypogäisch.
« Letzte Änderung: 07. Dezember 2013, 17:44:02 von partisanengärtner »
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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #7 am: 07. Dezember 2013, 17:33:27 »

Hier ein Sämling der bereits ein Blatt schiebt das tun die Knollen bei mir im Garten jetzt auch.
Davor habe ich die im Topf mit etwas lockerer Gartenerde draußen eingeschlagen aufgehoben. Die Knollen waren schon Ende September/Anfang Oktober gut ausgeprägt und kugelrund. (Ich habe leider nichts notiert, aber ich weiß noch das es noch sehr warm war.) Auch die Schläuche waren nicht so ausgeprägt. Ob da das Substrat oder der natürlichere Temperaturverlauf für den Abbau der Keimhemmung verantwortlich war kann ich nicht sagen. Ich mach auf jeden Fall wieder einen Erdversuch im nächsten Jahr.
Wie es aussieht ist die Keimung nahezu 100 % bei G. plicatus
Die G.elwesii und nivalis fingen später an und sind erst zu etwa 30 % im Keimungsstadium mit wachsender Tendenz. Allerdings habe ich davon nicht mehr soviel gefunden. Das wird nächstes Jahr hoffentlich besser.

Frosteinwirkung hatten sie noch überhaupt nicht. Anscheinend ist das vornehmlich Zeit und Temperaturverlauf gesteuert. Ich habe sie beim ersten Versuch regelmäßig auf Feuchtigkeit überprüft. Der Topf war etwa zu 1/3 Samen 2/3 lockeres Substrat (Sand, Gartenerde und Perlite)
Die Annahme das zu geringe Frosteinwirkung für schwache Keimung verantwortlich ist kann ich mir angesichts meiner Versuche nicht vorstellen. Wenn man sie nicht lange genug den natürlichen Bedingungen aussetzt wird wohl die Keimzeit um eine ganze Periode verzögert mit entsprechend geringerer Keimrate.
Auf jeden Fall muß diese Theorie noch weiter getestet werden. Eine derart hohe Keimrate ist mir allerdings auch im Schottenforum nicht vermittelt worden.

Die Überlebensrate der Keimlinge wird bei milderen Bedingungen wohl viel höher sein. Sie sind mir beim ersten Versuch in dem Extremwinter draußen in einer Styroporkiste alle erfroren. Da hatte es ja Februar unter minus 20 Grad und Kahlfrost für einige Wochen nach sehr warmem Januar. Das Laub der kleinen hatte zum Teil überlebt, aber die kleinen Knollen waren Matsch.

« Letzte Änderung: 07. Dezember 2013, 17:42:20 von partisanengärtner »
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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #8 am: 07. Dezember 2013, 17:41:01 »

Leider habe ich von dem ersten Versuch keine Fotos. Ich habe die Samen nur im Topf deponiert, da ich keine Zeit hatte Saatkisten fertig zu machen. Ich dachte ja auch das hat bis zum Spätherbst Zeit. Die kleinen Knollen die alle miteineander verwachsen waren (und viel mehr Wurzeln hatten als dieses mal) haben mich total überrascht. Auch die Keimschläuche waren viel kürzer. Ich habe sie damals vorsichtig auseinander gezerrt und mit ein paar Zentimeter Erde bedeckt.
Die Kamera hatte ich nicht dabei und ich wußte da noch nicht das das noch keiner beobachtet hatte. Nachdem ja solange schon Schneeglöckchen gezüchtet werden.
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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #9 am: 08. Dezember 2013, 13:05:35 »

Wenn ihr versehentlich reifende Früchte von Schneeglöckchen von der Mutterpflanze trennt, auch in einem sehr frühen Stadium, schmeißt sie nicht weg.
An einem hellen kühlen Platz den Stengelrest in feuchter Erde und die Samenkapsel etwas im Boden versenkt reift die Frucht und bringt bei ausreichender Befruchtung auch noch gutaussehende Samen. Ob die allerdings dann keimen habe ich noch nicht getestet, da ich sie mit den anderen immer gemischt habe.
Mach ich aber nächstes mal.
Die Nacktschnecken fressen auch bei normaler Reifung gern die Samen aus den Früchten, besonders wenn sie schon fertig entwickelt sind. Dagegen muß man was tun.
Also rechtzeitig abnehmen.
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Axel

Ulrich

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #10 am: 27. März 2014, 18:20:45 »

Axel, wie erkenne ich eine reife Samenkapsel ? Falls ich es irgendwo überlesen habe, sorry :-[
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Irm

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #11 am: 27. März 2014, 18:24:43 »

Axel, wie erkenne ich eine reife Samenkapsel ? Falls ich es irgendwo überlesen habe, sorry :-[

das interessiert mich auch, denke aber, die Knöllchen gehen dann auf, wenn sie reif sind, oder ?
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*Falk*

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #12 am: 27. März 2014, 18:32:31 »

Die Kapseln werden gelb. ;)
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 Falk

Ulrich

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #13 am: 27. März 2014, 18:45:28 »

Axel, wie erkenne ich eine reife Samenkapsel ? Falls ich es irgendwo überlesen habe, sorry :-[

das interessiert mich auch, denke aber, die Knöllchen gehen dann auf, wenn sie reif sind, oder ?

aber dann sind die Samen evtl. wech ;)
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Irm

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Re:Galanthus-Keimung
« Antwort #14 am: 27. März 2014, 18:55:00 »

alsooo, wenns anfängt, gelb zu werden, Teebeutelchen drüber ?
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