Durch Behördenbashing auch nicht.
Viele Behörden kennen sich sehr viel besser mit Naturschutz aus, als so manchem Landwirt, privatem Waldbesitzer, Jäger, Skiliftbetreiber oder Freizeitsportler lieb ist.

Natürlich (sic!) hat das Wirken von Menschen hier in Mitteleuropa die Vielfalt an Lebensräumen und damit auch die Artenvielfalt bis vor nicht allzu langer Zeit vermehrt.
Dieser Vorgang ist aber seit etwa der 1970er Jahre rückläufig, mit zunehmender Geschwindigkeit. Zum einen werden manche Formen der (extensiv)nutzung aufgegeben, zum anderen sorgt die heutige Landwirtschaft für eine Artenverarmung, und nicht zuletzt werden Industriebrachen oder wenig gepflegte und genutzte Flächen innerorts zunehmend versiegelt und überbaut.
Ich kann mich dem nur anschliessen. Ich habe viele Jahre als Sekretärin in einem Büro für ökologische Aufwertungen gearbeitet. Es wurden da (v.ca. 25 Jahren) Erhebungen des Zustandes der Natur gemacht, v.a. Landwirtschaftsland. Unsere Leute wurden teilweise fast bedroht (Mistgabel, Hund), doch mit den Jahren, als von den Bundesbehörden eine Aufwertung der Natur verlangt wurde, da zeigte sich, dass viele Landwirte "fast" keine Ahnung hatten, was eine ökologische Aufwertung überhaupt wäre und waren sehr dankbar für Beratungen.
Ich denke, es sollte im besten Fall ein "Miteinander Mensch - Natur" sein - Im Zweifelsfall für die Natur. In meinem Garten habe ich sehr viele sogenannt einheimische Pflanzen, aber auch andere. Mein Auswahlkriterium ist v.a. dass die Pflanzen oder Strukturen (möglichst vielen) Tieren einen Lebensraum bieten.
Saattermin