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Autor Thema: Gründüngung im Gemüsebeet  (Gelesen 7154 mal)

Vogelsberg

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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #60 am: 20. Mai 2017, 14:14:34 »

Systematisches Vorgehen - gefällt mir  ;D
Allerdings sind die Pflanzen recht weit verstreut und 1 qm Platz frei .... neeeee!!! habe ich nicht bei all den Sämlingen von Kohlarten und - Sorten, die noch gepflanzt werden müssen  ;)

Aber ich werde bei dem Ausbringen der schon gekauften Saat ab Spätsommer genau aufpassen, wo ich diese verstreue und dann schauen, ob es weitere Sämlinge - also dann von den jetzigen Brummern kurz vor der Blüte - gibt.

Denn das Zeug wächst hier sehr schön und jedes Jahr neue Saat kaufen muss ja nicht sein, wenn man sich zumindest einen Teil des Saatgutes selbst ziehen kann von Pflanzen, denen es hier richtig gut gefällt...

Grüße
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Manche saufen, ich bin süchtig nach Pflanzen.

thuja thujon

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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #61 am: 17. Juni 2017, 19:33:56 »

Hier haben die Tagetes die letzten warmen Tage zum keimen genutzt.

Leider ist ein Gewitter mit Starkregen drüber gezogen, deswegen ist alles verschlämmt.



Danke Nemi!
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #62 am: 18. Juni 2017, 00:29:53 »

Danke Nemi!
gern geschehen :)

Zitat
Hier haben die Tagetes die letzten warmen Tage zum keimen genutzt.

Leider ist ein Gewitter mit Starkregen drüber gezogen, deswegen ist alles verschlämmt.
ich glaub das wird trotzdem was, wart's mal ab :)

Ich werd die Tage mal ne kleine Fläche Sandhafer zum testen aussäen - ich bin so neugierig wie es sich machen wird :D

LG
Nemi

PS: ich hab da n Anfrage an Dich im Bohnenfaden
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #63 am: 18. Juni 2017, 09:37:44 »

Sandhafer will ich demnächst auch in die Erde bringen. Zuerst müssen allerdings die Kartoffeln noch raus. Nach der Probeernte gestern dauert das wohl noch 2 Wochen. Die Schalen sind noch nicht richtig fest.

Wenn der Sandhafer viel Wasser zum keimen braucht, dauerts vielleicht auch noch ein paar Tage länger bis das mit dem einebnen und halbwegs feuchtem Boden hinhaut. Ich will den nach der Saat nicht angiessen müssen. 

Kann man was zur optimalen Saatstärke, Reihenabstand oder ähnliches vom Sandhafer nachlesen oder hat jemand Erfahrungen damit?
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #64 am: 22. Juni 2017, 23:04:32 »

Es gibt wohl nix besch...neres als frische Sämlinge in verschlämmter Erde während einer Hitzewelle.

Die Bodenwasservorräte ziemlich leer, die Verdunstung wegen der verschlämmten Erde ungebremst, die Wurzeln der Sämlinge noch keine 4cm tief so dass sie mal an Wasser rankämen und obendrüber tagelang 17h Sonne bei über 30°C mit etwas austrocknendem Wind.
Heute schwüle 38°C und bewölkt bzw 5min Gewitter. Die Schnecken werden trotzdem nicht rauskommen, das positive sollte man ja auch erwähnen.

Gestern habe ich vorsichtig bewässert, die Bodenvorräte aufgefüllt. Ich habe ein Gestänge mit Flachstrahldüsen wie man sie Pflanzenschutzspritzen kennt, damit kann man eine Nebelwand machen ohne dass die Bodenstruktur durch den Aufprall energiereicher Tropfen noch weiter zerschlagen wird.
Die 3 Düsen lassen mit meinem Schlauch und knapp über 2bar Wasserdruck in der Minute 7,5Liter durch und verteilen die je nach Wind auch recht genau.





Soweit sogut, Wasser ist wieder da, die Hitzewoche erstmal überstanden. Zwischen den vielen Tagetes stehen auch ein paar Unkräuter. Hauptsächlich junger Portulak und wenig Fingerhirse.

Ich würde gerne mal durchhacken, wie mans kennt von den Biobauern wenn die Striegeln. Damit die Kapillaren gebrochen werden und der ein oder andere Portulak verschüttet wird.
In welchem Stadium der Tagetes überstehen die das striegeln am besten?
Nehme ich dazu eher einen steif eingestellten Laubrechen oder gehe ich lieber sehr gefühlvoll mit sanftem Druck mit einem normalen Rechen drüber?

Allzuviele Unkräuter sollten durchs hacken nicht wieder zum keimen angeregt werden, es sind nur wenige Samen im Boden.

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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #65 am: 23. Juni 2017, 00:43:40 »

Es gibt wohl nix besch...neres als frische Sämlinge in verschlämmter Erde während einer Hitzewelle.

Die Bodenwasservorräte ziemlich leer, die Verdunstung wegen der verschlämmten Erde ungebremst, die Wurzeln der Sämlinge noch keine 4cm tief so dass sie mal an Wasser rankämen und obendrüber tagelang 17h Sonne bei über 30°C mit etwas austrocknendem Wind.
Heute schwüle 38°C und bewölkt bzw 5min Gewitter.
...............so gesehn ist's ja ziemlich "haarig" ::)

Zitat
Die Schnecken werden trotzdem nicht rauskommen, das positive sollte man ja auch erwähnen.
  ;D

Zitat
Gestern habe ich vorsichtig bewässert, die Bodenvorräte aufgefüllt. Ich habe ein Gestänge mit Flachstrahldüsen wie man sie Pflanzenschutzspritzen kennt, damit kann man eine Nebelwand machen ohne dass die Bodenstruktur durch den Aufprall energiereicher Tropfen noch weiter zerschlagen wird.
Die 3 Düsen lassen mit meinem Schlauch und knapp über 2bar Wasserdruck in der Minute 7,5Liter durch und verteilen die je nach Wind auch recht genau.
wo bekommt man den solche Flachstrahldüsen? Sehr genaue Bewässerung! Das gefällt mir!



Ich fand heute bei YT 3 kurze aber recht interessante Videos von einer ausgeprägten Gründüngungs- und Mulchwirtschaft in einem Gemüseanbaubetrieb.
Vielleicht möchte sie ja jemand anschauen (3 Videos von selben Kanal zum selben Thema):
1.) Video
2.) Video
3.) Video

Gemüseanbau mit Transfermulch praktizieren wir im Kleingarten doch auch ;D, wenn wir Rasenmähen und dann das Grasschnittmaterial im Gemüsegarten  zwischen die Gemüsepflanzen geben.
Besonders interessant finde ich die gewalzte Gründüngung, in die dann direkt hinein gepflanzt wird.
Ich sehe mich schon in Ermangelung einer Walze mit dem Rasenmäher die Gründüngung mulchmähen  und dann direkt die Grünkohlpflanzen hineinpflanzen.
Ich werds probieren, mal sehen was die Schnecken sagen ::)




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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #66 am: 23. Juni 2017, 11:53:39 »

Die Flachstrahldüsen gibts in diversen Webshops, vielleicht hat sie auch der Landhandel.
Hersteller sind TeeJet oder Lechler. Suchbegriff `Flachstrahldüse´, grobtropfig sollten sie sein.

Lechler ist Marktführer, hat auch verschiedene Weitwurfdüsen für unterschiedlichste Industrieanwendungen.
Die besten Düsen die ich hier habe sind auch wohl mehr aus dem Industrieumfeld, habe sie von einem Kumpel, der hatte damals die Labortests für die Düsenentwicklung gemacht. Nach dem Ende des Projekts wurde das Material entsorgt, deswegen stehts jetzt bei uns im Garten.

Mögliche Probleme: man braucht sauberes Wasser, die meisten Düsen sind wegen der kleinen Öffnung verstopfungsanfällig.
Zudem braucht man ein geeignetes Gestänge wenn man mehrere Düsen haben will.
Sehr große Düsen wie man sie von (Gewerbe-)Reinigungslanzen (ähnlich Hochdruckreiniger) kennt, machen zu große Tropfen, so dass zB der Tabak auf den Fotos weiter oben beim fluten mit Wasser umkippen könnte, ähnlich wie man das von den Gießbrausen der Gärtnereien kennt. Die verschlämmen auch deutlich die Erde, Sandkastenkuchen bekommt man damit auf jeden Fall schnell kaputt.


Zurück zum gründung:
das Fremdmulchen sehe ich auch als Vorteil, weil man damit weniger spezifische Pilzkrankheiten fördert.
Verfaulende Radieschenblätter auf dem Boden können nicht gesund für die Radieschensaat sein.
Die Bodengesundheit durch die unterschiedlichsten Pilzkrankheiten sind im Hobbygarten mit in der Regel keinen Fungizidbehandlungen sowieso schon ein großes Thema, dem höchstens durch Kompostgabe und Kalkstickstoff begenet wird. Die Problematik sollte man nicht noch verschärfen, in dem man spezielle Schadpilze durch Mulch in seinen Beeten heranzüchtet.


Die Videos schaue ich mir mal in Ruhe an, zum Thema Mulch und Gemüse läuft nach allem was man dazu lesen kann bei feinen Sämereien auf Vorkultur heraus. Grobkörnige Samen mit hoher Triebkraft wie Bohnen, Erbsen oder Mais kann man aber direkt in die flach durchmischte Mulchschicht legen.

Ich werde die Tagetes im Herbst mit dem Mulchmäher abmähen. Liegen lassen über Winter und im Frühjahr auch nur 3-4cm tief lockern. Im März kommt wahrscheinlich vorgezogener Wirsing, Blumenkohl, Rosenkohl usw rein. Vielleicht mache ich aber auch mal wieder Mais. Der mit den gut haselnussgroßen Körnern interessiert mich.
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #67 am: 17. Juli 2017, 22:11:07 »

Update:

die Tagetes sind mit nur kleinen Lücken aufgelaufen, eigentlich viel zu dicht. Die ersten haben vor 2 Tagen angefangen zu blühen. Da sie so dicht stehen, habe ich dem Beet etwa 150g Kalkammonsalpeter gegeben. Vereinzelt ist noch Unkraut dazwischen, auf dem Foto habe ich nur die ersten 3m gejätet.



Letzte Woche kamen auch die Saubohnen raus. Habe sie etwas trocknen lassen.



Jetzt sind sie kleingehäckselt und ich habe Friseesalat reingepflanzt. Vorher Restunkraut entfernt und 3cm tief gelockert.



Leicht überständig ist der Salat.



Nachdem das Beet seit letzten Spätsommer nicht mehr gewässert wurde, habe ich zum angiessen vom Salat etwa 40-50 Liter pro Quadratmeter angegossen. Die dicke Mulchschicht hat das ganz gut geschluckt, ohne das die Erde wieder so extrem ist wie bei den Tagetes. 
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #68 am: 17. Juli 2017, 23:15:43 »

ich find, Deine Tagetes haben sich aber trotzdem ganz gut gemacht.

Und ja, dass Du 50 Liter giessen konntest und die Bodenstruktur kaum Schaden genommen hat, ist doch ein sehr gutes Zeichen :)

Wir haben hier im Gemüsegarten die Wege mit Grasschnitt gemulcht und was soll ich sagen - nur auf den gemulchten Wegen ist kein Unkraut gekeimt. Auf der restlichen Fläche ist alles wunderbar gleichmässig begrünt mit Gurken, Buschbohnen, Mangold, Möhren, Salat und..................Unkraut/Beikraut. Auf Mutter Natur ist halt Verlass :)
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #69 am: 20. Juli 2017, 12:48:29 »

Unkraut in den Gemüsebeeten ist bei mir kein großes Thema mehr.
Reihenabstand und Sternhacke versuche ich immer dort einzusetzen, wo es Sinn macht.

Ich mach das maximal 3-4cm tief lockern (mit Ausnahme wenn gepflanzt wird, da sinds eher 6 bis 12cm) und mulchen wegen der Würmer.

Was sich gerade als Problem herausstellt, ist geeignete Biomasse zum mulchen zu bekommen. Ich denke nächstes Jahr gibts viel Mais als Wurmfutter bei mir. Jenachdem wieviel der Sandhafer jetzt produziert.
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #70 am: 30. Juli 2017, 18:16:29 »

Hat jemand Erfahrungen mit Sonnenblumen als Gründung?

Gibts geeignete, tiefwurzelnde Sorten?
Gibts Unverträglichkeiten, sind sie überträger von irgendwelchen Krankheiten?
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #71 am: 02. August 2017, 01:10:53 »

Ich habe vor 3 Tagen den Sandhafer gesäht, 4 Wochen nach der Kartoffelernte.
Es gewittert sachte drauf, nur ein paar Tropfen, das Unwetter heute hat mit ganzen 2mm zugeschlagen.
Noch ist nichts grünes zu sehen, ich bin gespannt. Die Reihen geben die Premiere meiner neuen Sämaschine.
Hätte gerne angewalzt, aber die Walze für den Bodenschluss funktioniert noch nicht so, wie ichs gerne hätte.

Tagetes beginnt verhalten zu blühen, ca 30-60cm hoch ist der Bestand. Mit dem Rasenmäher wohl nicht mehr beizukommen, wird abfrieren müssen.

Im Endivchenbeet mit den gehäckselten Saubohnen ist einiges an Unkraut gekeimt (Vogelmiere), hacken geht nicht, werde ich wohl nochmal händisch rupfen müssen. Zudem haben die Ratten die übriggebliebenen und mitgehäckselten Samen der Saubohnen entdeckt, sie vernichten sie bereits bevor sie einwurzeln können. Das hat allerdings 2 Wochen gedauert, bis sie darauf gekommen sind. Der ein oder andere Saubohnensämling musste also schon gejätet werden.
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #72 am: 02. August 2017, 23:26:16 »

Moin thuja,

Hat jemand Erfahrungen mit Sonnenblumen als Gründung?

Gibts geeignete, tiefwurzelnde Sorten?
Gibts Unverträglichkeiten, sind sie überträger von irgendwelchen Krankheiten?
Nein, ich kann leider auch noch nicht mit eigenen Erfahrungen mit Sonnenblumen als Gründüngung dienen.
Aber darüber nachgedacht habe ich auch schon.
Wenn sie für mich als Gründüngung taugen sollen, dann müssten sie mehrtriebig und niedrig sein - so was habe ich zwar gefunden, aber es waren F1. Das hat mir als Gründngungspflanze nicht so gut gefallen, wobei ich schon überlegt habe einen Versuch zu machen. Dann aber las ich auf der Packung: "Gut für Allergiker, weil keine Pollen"..........ich vermute, dass sie also steril sind. So können sie für mich natürlich keine Gründüngungssonnenblumen werden, weil ich von meinen Gründüngungspflanzen erwarte, dass ich auch wieder eigenes Saatgut nehmen kann.

Ich habe vor 3 Tagen den Sandhafer gesäht, 4 Wochen nach der Kartoffelernte.
Es gewittert sachte drauf, nur ein paar Tropfen, das Unwetter heute hat mit ganzen 2mm zugeschlagen.
Noch ist nichts grünes zu sehen, ich bin gespannt.
:)

Zitat
Die Reihen geben die Premiere meiner neuen Sämaschine.
Ah :D und? wie bist Du zufrieden? Das interessiert mich sehr!


Zitat
Hätte gerne angewalzt, aber die Walze für den Bodenschluss funktioniert noch nicht so, wie ichs gerne hätte.
wann gibst da denn mal bald Bilder?

Zitat
Tagetes beginnt verhalten zu blühen, ca 30-60cm hoch ist der Bestand. Mit dem Rasenmäher wohl nicht mehr beizukommen, wird abfrieren müssen.
hm, wenn wir die optimale Wirkung gegen Nematoden nutzen möchten, sollte die Tagetes dann nicht gehäckselt und eingearbeitet werden?.........irgendwo hatte ich darüber gelesen ::)
Aber sicherlich ist eine Decke aus abgefrorenen Tagetes besser, als keine Tagetes.

LG
von
Nemi

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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #73 am: 03. August 2017, 01:49:29 »

Tagetes muss nach allem was ich bis jetzt gelesen habe nicht eingearbeitet werden.
Es wirkt aktiv nur Pratylenchus ssp, auf keinen Fall gegen alle Namtoden. Die Pratylenchus bohren sich tief in die Wurzeln, werden dort von Singulettsauerstoff gekillt. Ist also kein Allheilmittel. Viele Nematodenarten können sich von Tagetes aber nicht ernähren und werden so mit der Zeit ausgehungert. Lupenrein und Feuerwehr ists trotzdem nicht.
http://progemuese.eu/uploads/versionen_08_2013/progemuese_tagetes_DE%20komp_082013.pdf

Deswegen hatte ich auf dem Beet seit April nur 2-3 mal Unkraut flach gehackt (Sternfräse), dass keine Wirtspflanzen aufkommen, bis Anfang Juni also Schwarzbrache und dann Tagetes rein.
Zum Zeitpunkt der ersten Blüte habe ich sie etwas mit Stickstoff gedüngt, weil sie doch recht dicht stehen und sich gegenseitig behindern.
Etwas Hirse, Portulak und 2-3 Tomaten sind auch drin gekeimt und konnten sich bis nach oben ans Licht schieben, die sind mittlerweile weg und jetzt halte ich das `saubere´ Beet ziemlich trocken, damit sie möglichst tief wurzeln.

Zur Sämaschine sage ich erst was, wenn ich das Ergebnis, also die Reihen, sehe. Ich habe heute angegossen, bringt ja nix, die ersten 4cm Staubtrocken. Wenns schon keine Walze für guten Bodenschluss gibt, dann wenigstens die Saat etwas einschlämmen. Der sachte-Brausekopf schaffts ja wenigstens, dass die Krümel relativ ganz bleiben und der Boden noch atmen kann. Die lockere Feinerde zwischen den Krümeln wird zwar immer verschlämmt, aber es ging nun mal jetzt nicht anders.

Gründünger und F1, manchmal will ich ihn nicht bis zur Samenreife ausreifen lassen. Wenn die Samen rausfallen und im Beet landen, hat man ja auch nichts gewonnen. Saubohnen (Hiverna) werde ich evtl unter die frisch aufgepflanzten Obstbäume im Herbst säen. Die können dann das Nitrat abfangen was nach dem pflanzen und damit im Boden rumrühren unnütz frei wird, den Winter über wachsen, Stickstoff sammeln, im Februar werde ich sie dann mit der Hacke killen, damit im März das Futter da ist für den Austrieb der noch jungen Obstbäume. Samenreife kommt in dem Plan also nicht vor.

Wenn F1 bei den Sonnenblumen als Garant dafür stehen würde, dass sich der Bestand gleichmäßig entwickelt und sehr kräftig wächst, dann wäre ich durchaus bereit, dafür Geld hinzulegen. Gründünger soll ja schliesslich wachsen wenn er was bringen soll, mickernder Gründünger bringt ja keinem was, verfehlt den Zweck.
Pollenfreiheit, nein, leider verloren. Futter für die Brummer muss schon sein wenn die Blüte eingeplant ist.
Bei Sonnenblumen würde ich die Blüten auch separat für die Wintervogelfütterung aufheben, nur Blätter und Stengel häckseln. Mais als Gründung wäre als Gras noch weiter weg vom üblichen Gemüse, hätte diesbezüglich also Vorteile, lässt sich auch gut häckseln, wächst wenigstens genauso kräftig wie Sonnenblumen, braucht dabei weniger Wasser, wenn Sonnenblume, dann wegen Pollen und Nektar.
Also letztendlich, deine Hybride ist raus.
Gesucht wid die Sorte mit kräftiger Jugendentwicklung, kräftigem Wuchs, unverzweigt, gerne auch 4m hoch und große Blütenköpfe.

wann gibst da denn mal bald Bilder?
Na wenn du schon so fragst  ;D, dann gibts die schon vorab. Wollte eigentlich erst später drüber schreiben.

Habe gerade überlegt, obs hier überhaupt in einen Gründungstrang reinpasst.
Ja, das tuts. Und zwar deswegen:
Beim Gründüngen und beim no-dig oder Pfluglos oder kein umgraben sind eigentlich die ersten 3-6 cm vom Boden entscheidend. Die müssen Luft durchlassen, dürfen also nicht verschlämmen, dort hängt der Großteil vom Humus, nicht zu fein wegen verschlämmen, nicht zu grob wegen feine Samen müssen noch gut keimen können.
Wenn man ständig nur flach hackt bzw mulch einarbeitet, also Sternfräse zB, 3cm tief, dann ist das oben alles locker. Wenns einmal draufregnet, hat man gröbere Krümel und durchs überlockern viel Feinerde dazwischen. Die viele Feinerde und das was die Regentropfen beim Aufprall aus den gröberen Krümeln rausschlagen, ist letzendlich die Masse, die die verschlämmte Kruste bildet und die Bodenatmung verhindert.
Wenn man lockere Haufen fester stapelt, sind sie stabiler.
Das kann eine Walze machen.
Zudem sorgt das rückverdichten mit der Walze bei Aussaaten oder bei Gründungmaterial für Bodenschluss, so das die Samen gut keimen oder die frische Pflanzenmasse gut verrotten kann.

Eine Walze gehört also eigentlich dazu, wenn man richtig Gründung machen will.
Gründüger wachsen lassen und untergraben, wenns doof läuft vertorft der unten im Boden und wenns anders läuft, wird der Humus durch die massive Bodenbewegung schon gleich verheizt, bevor er überhaupt richtig wirken kann. Perlen vor die Säue wäre das.

Also musste eine Walze her. Eine die nicht alles glatt hinterlässt oder gar verschmiert wie die Rasenwalzen, eine die auch auf kleinen Gemüsebeeten funktioniert und eine, die auch die Erde in 3-6cm Tiefe noch ausreichend rückverdichtet und nicht nur die ersten 2cm wie die Rasenwalzen.
Fertiges zu kaufen gibts nix, also im Müll gucken und aus Scheiße Gold machen.
Los gehts:
Abwasser oder Gasrohr aus Plastik, jedenfalls Baustellenabfall, 20cm breit, 17cm Durchmesser. Holzschrauben mit je 2 Muttern reingebohrt, um auch die etwas tieferen Bodenschichten mit zu erfassen und um etwas Struktur reinzubringen, Glattwalze taugt ja nix:


Leergewicht war 1,5 kg, damit verdichtet man nix. Eine Betonfüllung bot sich an.
Armierungsgitter und Achsenhalterung und als Achse eine Gewindestange:


Brett mit Frischaltefolie umwickelt, so bleibt der Kellerboden sauber:


fertig mit Beton gestopft, warten bis es durchgetrocknet ist:


Griff dran, endlich ist der Gardena-Streuwagen mal zu was zu gebrauchen:


Übergang Achse zu Griff, die Gerüstbauösen waren keine gute Idee, wie sich später rausgestellt hat, die fallen raus.


Kontrolle auf der Wagge, gut 9,5kg auf 20cm Arbeitsbreite, das ist schonmal nicht nichts.


Im Februar Premiere beim Rasen säen, das Arbeitsbild sieht eigentlich gut aus. Oberfläche mit Struktur, bei Regen kann überschüssiges Wasser in die Löcher ablaufen, obendrüber verschlämmt auch deswegen weniger.


Bis die 100qm in der Dämmerung fertig gewalzt waren, sind die Gerüstbauösen 3 mal aus dem Griff gefallen. Die Aufhängung/Lager ist das, was jetzt noch nicht fertig ist, weil zuviel anderes dazwischen kam. Egal, der Rasen war erstmal drin.


3 Tage später, als der Boden etwas besser abgetrocknet war, bin ich nochmal mit einer wassergefüllten, handelsüblichen Glattwalze drüber, weil der Anpressdruck der kleinen Walze doch etwas zu gering war und die Wetterlage austrocknend und nirgendwo ein Wasseranschluss mit Wasser hinterm Ventil zum giessen in der Nähe. Der Boden war gut durchgefroren, bester Feuchtigskeitszustand zum bearbeiten, dann kann er auch mal die Glattwalze ab, ohne verschmieren usw.

Fazit: ich habe mir schon das nächste Plastikrohr geschrottelt, eine Art Drainagerohr, mit größerem Durchmesser (~40cm) und vom Oberflächenprofil her ähnlich einer Keilringwalze.

Infos zu verschiedenen Walzentypen kann man zB hier nachlesen:
www.topagrar.com/archiv/Grubber-Welche-Walze-passt-am-besten-151264.html/action%3Ddownload&usg=AFQjCNFxcRecye3JJnKjPZonAcY3yvoVZQ

Im Hobbygarten wohl ein Thema, das noch völlig unterrepräsentiert ist und Ausbaupotential hat.

Wie die grüne Walze zeigt, muss man sich auch keine riesigen, meist unnütz rumstehenden Geräte anschaffen, gerade für feine Samen oder Gründungrotte ankurbeln, es geht auch in klein.
« Letzte Änderung: 03. August 2017, 01:51:49 von thuja thujon »
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Re: Gründüngung im Gemüsebeet
« Antwort #74 am: 04. August 2017, 08:59:30 »

Wenn sie für mich als Gründüngung taugen sollen, dann müssten sie mehrtriebig und niedrig sein - so was habe ich zwar gefunden, aber es waren F1.
Hab mal gegoogelt. Sorte Full Sun F1 ohne Pollen, nee, wäre auch nichts für mich.

Hier sind ein paar Sorten aufgelistet:
http://www.hortipendium.de/Kultur_von_Sonnenblumen

Als Gründünger ist wohl Vogelfutter Standard, nachdem man die Keimfähigkeit getestet hat.
http://www.hortipendium.de/Sonnenblumen_als_Gr%C3%BCnd%C3%BCngspflanze

Habe hier noch was allgemeines zum InSitu-mulchen gefunden.
http://mulch-gemuesebau.de/anbauweisen/insitu-mulch

1kg Gründung-Trockenmasse pro Quadratmeter um Unkraut ausreichend zu unterdrücken wird gefordert. Sollte ich hinbekommen.
Ich glaube ich säh die Tage etwas Mais und zwischen die Reihen Sonnenblumen. Sonnenblumen in Dichtsaat werden bei mir wohl umfallen, deswegen Mais als Stützfrucht dazu.
Dann habe ich wenigstens was zum testen wie das später mit dem häckseln klappt und über Winter ist das Beet abgedeckt.
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