Leana, Gratulation zu Deinem hübschen Frühaufsteher! Es wäre doch interessant zu erkunden, ob es sich um einen Sämling handelt oder ob es am Ende eine Sorte sein könnte.
Weiß jemand (

), ob eine sehr frühe Sorte bekannt ist? Bekannt war?
Könntest Du noch etwas zu ihm schreiben? Wie hoch wird er (normalerweise), wie lange blüht er usw?
Den Älchentrieb habe ich natürlich doch gleich entfernt, ich mag ihn mir nicht immer ansehen müssen! (Ich habe übrigens nicht verstanden, weshalb auf der russischen Seite steht, mal soll befallene Triebe erst etwa einen Monat vor der Blüte ausbrechen; könntest Du, bitte, nachfragen?).
Ein bereits geschwächter Phlox wird vermutlich zumindest eine Zeit lang weiterhin kränkeln- ist auch bei Mensch und Tier so! Erkundige Dich doch mal im Fachhandel / nach Stärkungsmitteln.
Es gibt / gab eins, das hochgelobt wurde, es heißt Bi.plantol, wenn ich richtig erinnere.
Wir müssen uns einfach damit abfinden, dass in diesem Vegetationsjahr Phloxe geschwächt sind. Ein zugekaufter, der im Topf stand, sich an neuen Standort gewöhnen muss, steht unter Stress. Der muss abgebaut werden und das kann ein, zwei Jahre dauern!
Pflanze Deine Phloxe nicht zu dicht nebeneinander, vor allem nicht in Monokultur! Wenn Du häufig unter Älchen leidest, würde ich mal mindestens zwei Jahre lang Tagetes pflanzen, es ist einen Versuch wert.
Die Züchter versuchten bereits vor ca 100 Jahren, nicht nur schöne, sondern auch gesunde Phloxe zu selektieren- die Problematik mit Krankheiten war ihnen bewusst. Warum wohl gibt es in vielen Gärtnereien nur noch kleine Sortimente?
Möglicherweise sind einige der begehrenswerten, alten Sorten, nach denen wir heute lechzen, die wir um (fast) jeden Preis in unsere Gärten holen würden, leider anfällig gewesen und schon deshalb nicht weiter verbreitet worden? Das sind Spekulationen, ich weiß! Aber wenn ich z.B. an 'Wanadis' denke, gab es sie (oder ihn) noch vor paar Jahren im Handel. Von allen Gärtnern, die diese Sorte haben, höre ich, dass sie eher rückwärts wächst, dass sie sie verloren haben - das muss doch einen Grund haben! Klar, es gibt Phloxe, die anspruchsvoll sind und einen ganz bestimmten Boden brauchen, sonst mickern sie im Gegensatz zu anderen Sorten auf gleichem Standort.
Ein Argument der Staudengärtner, alte Sorten und ihre manuelle Vermehrung zu vernachlässigen, ist doch, dass die in vitro vermehrten knackig gesund und vital sind. Zwar oft nur über - na ja, vielleicht fünf Jahre, aber in der Zeit sind sie ansehnlich und schön.
Mein Gegenargument ist die mangelnde Stabilität an Sorteneigenschaften. Müssen wir mit der leben?
Um zum Anfang zurückzukommen, mit Phlox darf man nicht ungeduldig werden. Er hat es verdient, dass wir schlechte Jahre in Kauf nehmen, um uns dann an guten zu erfreuen.
Falls Du kränkliche Pflanzen isolieren kannst, Leana, such ihnen einen Platz, an dem sie luftig stehen aber nicht vollsonnig. Biete ihnen einen gut versorgten Boden und schneide die Pflanzen so weit wie möglich zurück. Vielleicht werden sie so gut durchtreiben, dass sie noch in diesem Jahr blühen, vielleicht gibt es auch erst im nächsten Jahr Blüten - einen Versuch ist es wert.