Gestern hab ich endlich den letzten Phlox der "Green" -Serie kompostiert.
Ich hätte nicht gedacht nach Jahrzehnten nochmal so auf die Nase zu fallen.
Hätte ich blos euch zuerst gefragt!
Oh, Phlox ist immer für Überraschungen gut: Voraussagungen passen - oder auch nicht!
Erzähl doch bitte, welche Green-Sorten Du hattest und aus welchen Gründen sie entsorgt wurden.
Wenn hier hin und wieder "neue" Sorten verteufelt werden, darf das nicht auf grundsätzlich alle bezogen werden! Phloxe wachsen nicht immer überall gleich gut. Das war auch früher so. Und kann ganz unterschiedliche Gründe haben.
Aber ich könnte ganz schnell einige Sorten aufzählen, die ich wirklich mag. Darunter sind auch einige neue "Holländer": allen voran 'Danielle' (J.Verschoor); und 'Nirwana', 'Hortensia', 'Hesperis' (C.Jansen). Mein deutscher Favorit ist bisher 'Wildfang' von Uwe Peglov. Seine Apfelblüte finde ich aber ebenfalls sehr schön, oder der 'Fliederenzian' von K.Oetjen; die Phloxe von Andreas Gaedt : Siegessäule, Gesetzesauge... Nicht alle habe ich, weil sie nicht in mein Sammelschema passen. Aber sie sind gesund, blühen gut und haben eine Menge Freunde. Ob z.B. die Phloxe aus der Feelings-Serie von R. v. Gaalen nach 20 Jahren noch in vielen Gärten stehen werden, weiß ich nicht, aber sein 'Popeye' ist so entzückend, dass der sich bestimmt halten wird.
Und auch "die anderen" Neuen haben ihre Liebhaber. Wenn man so sieht, in welchen Mengen sie von den Pflanzenmärkten getragen werden, ist das fast beängstigend. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass viele etablierte Gärtnereien auf den fahrenden Zug gesprungen sind und in ihrem Sortiment hauptsächlich die neuen, laborvermehrten Phloxe verkaufen. Wenn ein Betrieb, der für seine Phloxe und Rittersporne (und viele anderen Stauden) für eben diese Stauden wirbt, aber auf dem Markt in Berlin und in der Gärtnerei fast keine eigene Sorte mehr zeigt, dann ist zu befürchten, dass sie irgendwann ausgestorben sind, sofern sich nicht ein paar Sammler um sie kümmern. Wie Staudo neulich hier sagte: die meristemvermehrten Pflanzen sind die ersten Jahre absolut gesund, wüchsig und reich blühend, was man von konventionell herangezogenen nicht immer behaupten kann. Es gibt aber Profis, die behaupten, nach ca sieben Jahren beginnen viele dieser Stauden "rückwärts" zu wachsen........