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Autor Thema: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen  (Gelesen 40543 mal)

neo

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #300 am: 19. September 2020, 09:38:02 »

(Ich habe mir sagen lassen, dass man auf die anderen, gepflanzten Eibenarten bzw. Hybriden achten soll, die sich ebenfalls unter den Verwilderungen befinden könnten.)
Ich frage einfach mal ganz spontan, warum (will man nicht, dass sie sich mischeln)?
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lerchenzorn

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #301 am: 19. September 2020, 09:45:18 »

Nein, nein. Es geht um die rein botanische Neugier, ob auch Taxus cuspidata und Taxus x media der Sprung in die freie Landschaft gelingt.
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neo

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #302 am: 19. September 2020, 09:58:08 »

Es geht um die rein botanische Neugier
Keine weiteren Fragen mehr, danke. ;)
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Cryptomeria

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #303 am: 19. September 2020, 11:03:28 »

Wenn es genug Amseln gibt und offene Stellen mit leichtem Boden, keimen die Eiben ganz schnell. Früher bei meiner Mutter im Garten in der Vorderpfalz gab es Hunderte Sämlinge auf Sandboden und jedes Jahr wieder. Aber alles Taxus baccata.
VG Wolfgang
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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #304 am: 19. September 2020, 21:44:07 »

Dank meines Eibenhains, der üppig "Früchte" trägt, finde ich jedes Jahr im Herbst in den freiwachsenden Cornus-sanguinea-Hecken doch einige Eibensämlinge.
Es sind aber wesentlich weniger als Eschen-, Weißdorn-, Feldahornsämlinge.
Die Eibe hat "in freier Wildbahn" das Problem, dass sie im Unterstand nicht schnell wächst und dann auch noch gern von Rehen abgefressen wird - obwohl sie wahrscheinlich auch für Rehe giftig ist, die Hintergründe da sind nicht wirklich erforscht.
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micc

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #305 am: 20. September 2020, 11:33:10 »

Vor ein paar Tagen haben wir mit Freunden (Nonbotaniker) mal wieder die Museumsinsel Hombroich bei Neuss besucht. Licht und Farben waren wunderbar, auch wenn die Ausstellungsräume dicht waren und es in der Cafeteria nur Kaffee und Salzbrezeln gab. Aber Landschaft pur ist auch sehr schön.

In der Erft schwammen ununterbrochen Pflanzeninseln vorbei. Die Freunde tippten auf Maisblätter und wunderten sich über den Bauern, der so große Mengen Mais ins Wasser schmisss. Mit der Kamera herangezoomt konnte dann der Wassersalat (Pistia stratiotes) identifiziert werden, eine sub- bis -tropische Aquarienpflanze, die sich offenbar hier am Niederrhein gut hält.

Recherchen in den Lokalzeitungen ergaben, dass esdiese Massenvermehrung schon seit einigen Jahren gibt. Offenbar hilft warmes Wasser aus dem Braunkohletagebau, dass die Erft auch im Winter stellenweise bei mindestens 10 Grad bleibt. So überlebt der Wassersalat, RWE sei Dank!





Links:

https://bemerkenswelt.de/AUSFLUG/Amazonas%20in%20Grevenbroich.html

https://rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/wassersalat-teppiche-treiben-ueber-die-erft_aid-9492503

https://rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/grevenbroich-wassersalat-staut-sich-am-wehr_aid-52771921


Auf Dauer wird sich dieser Neophyt nicht halten, aber.....weiß man's?

:)
Michael
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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #306 am: 20. September 2020, 11:39:04 »

 :o
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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #307 am: 20. September 2020, 11:58:21 »

Zitat
Auf Dauer wird sich dieser Neophyt nicht halten, aber.....weiß man's?

Dass dachte man hier auch von der Große Wassernabel (Hydrocotyle ranunculoides). Ist seit viele Jahren in vielen Flüssen und Bachen zu finden, hat -18 Grad in Januar 2012 überlebt.
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Staudo

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #308 am: 20. September 2020, 12:00:46 »

Drei Tage Dauerfrost werden Pistia nachhaltig ausrotten.
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lerchenzorn

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #309 am: 20. September 2020, 13:27:47 »

Pistia soll aber auch schon in der Schwarzen Elster herumschwimmen. Angeblich schon seit einigen Jahren. Schaum wir mal. 8)
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Staudo

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #310 am: 20. September 2020, 18:44:30 »

Ich bin gerade 25 Kilometer auf dem Elsterdamm flussaufwärts und dann wieder flussabwärts geradelt und habe keine gesehen. Dafür sah ich an einigen Stellen Impatiens glandulifera, worüber ich mich gefreut habe. Phragmites ist wesentlich dominanter, weniger hübsch und ist für Nektarsammler wertlos. Die Riesenbalsamine hat auch nur direkt am Uferstreifen eine Chance. Schon zwei Meter weiter auf dem Flussvorland ist es ihr zu trocken. Noch vor zwanzig Jahren gab es entlang der Schwarzen Elster größere Bestände von Rudbeckia laciniata. Diese sind durch die Hochwässer ab 2002 erloschen.
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lerchenzorn

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #311 am: 20. September 2020, 19:07:26 »

 :o  Du reagierst ja prompt.
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Staudo

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #312 am: 20. September 2020, 19:10:47 »

Der Besuch bei meinen Eltern war sowieso geplant und mits Rad macht es mehr Spaß.  ;) Übrigens wurde an einer Stelle am Elsterdamm offensichtlich knöterichhaltiges Erdreich verbaut, in dem Fall der kleinblättrige. Er ist dabei, einen Auwaldrest zu erobern.  :P
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oile

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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #313 am: 25. September 2020, 21:53:53 »

Wenn es genug Amseln gibt und offene Stellen mit leichtem Boden, keimen die Eiben ganz schnell. Früher bei meiner Mutter im Garten in der Vorderpfalz gab es Hunderte Sämlinge auf Sandboden und jedes Jahr wieder. Aber alles Taxus baccata.
Hunderte sind es bei mir nicht, aber viele. Im Zweitgarten habe ich die größten angesiedelt, jeder hat ein anderes Wuchsverhalten, es dürften mindesten vier sein, eine davon ist eine sehr dichtwachsende Säulenform.
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Re: ausgebüxt und wild geworden, neophytische Beobachtungen
« Antwort #314 am: 25. September 2020, 22:23:58 »

(Ich habe mir sagen lassen, dass man auf die anderen, gepflanzten Eibenarten bzw. Hybriden achten soll, die sich ebenfalls unter den Verwilderungen befinden könnten.)

Ich hatte in meiner Zivizeit einmal selbstgezogene Eiben in unseren Wald gepflanzt, später im Studium in Göttingen habe ich dann echte Wildeiben kennen gelernt. Das ist ein Unterschied der sofort auffällt, die echten Wildeiben haben ein helleres Grün und sind in der Jugend von der Wuchsform eher wie ein Nadelbaum, mit ausgeprägter Spitze. Kultureiben wirken ja oft recht düster und neigen zu schirmartigen Wuchs. Ähnliche Eiben wie die Göttinger habe ich bisher eigentlich nirgendwo anders gesehen, ich vermute das das meiste, was so in der Landschaft wächst irgendwann mal aus Gärten kam oder zumindest verkreuzt ist.

Wenn ich dran denke kann ich später mal ein Foto machen.
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