Der Unterschied liegt darin, dass bei BBG der Mensch aktiv ist und mit Initialpflanzen arbeitet, später lediglich bei einem Zuviel eingreift.
Dann müsste doch der Untertitel "Wie versamende Pflanzen Gärten gestalten" eher "Mit versamenden Pflanzen Gärten gestalten" heissen - orientiert man sich ein wenig nach den Lebensbereichen versamen sich doch eigentlich alle Arten, ob man sie nun stehen lassen will liegt ganz in der Hand des Gärtners.
Hier ist fast immer ein Zuviel, bleiben darf das was und wo passt. Eine Splittfläche die im Sommer als (Sommer-)Terrasse dient habe ich mit einigen Galanthus bepflanzt, die sich kräftig aussamen (was sie auch sollen) - das da jetzt auch Allium und Sternbergien angesiedelt haben war nicht geplant (wird aber geduldet).
Samenschleudern wie Stipa capillata oder Nassella (Arten der letzteren Gattung stehen meines Wissens hier auf dem Index und dürfen gar nicht mehr gehandelt werden) waren nach zwei Jahren endlich wieder draussen aus meinem Garten - Stipa barbata und Konsorten sind da deutlich harmloser und werden oft geduldet.
Ich betreue eine grosse Anlage in der ich Standortangepasste und pflegeextensive Pflanzungen durchführe allein schon damit die Kosten im Rahmen bleiben - dabei handelt es sich oft um Initialpflanzungen die sich weiter vermehren sollen, aber wie schon gesagt das Gestalten liegt durch entfernen in meiner Hand.
