Es gibt hier außerdem gelegentlich von den Elatior Einzelpflanzen (Hybriden?!) die exakt denselben Habitus wie die "Normalen" haben, deren Krone aber in diesem hellen stumpfen Lilarot ist. Diese scheinen immer wieder mal komplett weg zu sein, dann taucht doch noch irgendwo eine auf.
Und wieder mal: etwas mickrig und am zum Fotografieren saudoofsten Platz (man verzeihe die Pranke vor der Linse), aber doch da, Totgeglaubte leben länger!
Die Farbe kenne ich von unserer P. elatior auch nicht. Sieht sehr interessant aus und wirkt nicht wie die Absaat einer "Vielfach-Hochzucht-Hybride".
Ein ähnlicher Farbton kommt vereinzelt bei Primula amoena (P. elatior subsp. meyeri) im Kaukasus und den nordosttürkischen Gebirgen vor, unter den vorherrschenden, dunkel rotviolett blühenden Pflanzen. Ich will damit allerdings nicht sagen, dass Deine Pflanze dazu gehört - es sei denn, Du hättest sie tatsächlich mal bekommen. Es ist eine hochalpine Form, die ich nur oberhalb der Waldgrenze bei etwa 2500 m gesehen habe.
Diese "roten" Primula elatior gabs hier schon vor mir, sind aus Großmutters Zeiten und eine meiner frühesten Gartenerinnerungen. Hybride hatte ich gedacht, weil es dieselben wie in
#401, also so Halbvulgaris, wiederum im selben Stumpfrot gibt, habe aber natürlich jetzt keine gefunden...
Auf Primula amoena/elatior ssp. meyeri bin ich dieser Tage auch gestoßen (im Netz nicht in echt), sie war mir vorher völlig unbekannt. Als ich aber "alpin" gelesen hatte habe ich sie mir sofort wieder aus dem Kopf geschlagen...
Das meine Großeltern sie mal gehabt hätten erscheint mir schwerlich vorstellbar, aber nichts ist völlig unmöglich. Soweit gereist sind sie nicht, vielleicht haben sie aber mal was ertauscht. Oder Samen in einem BG oder so gemopst. Meinst Du es wäre rein theoretisch denkbar, dass sich Spuren von ihr über Jahrzehnte in der "Normalform" gehalten haben?