Das ist ja die übliche Anwendung der Gründüngung: Aussaat nach der Hauptfrucht, im Herbst, abfrierend oder überwinternd, um die Nährstoffreste ins Frühjahr hinein zu retten.
Du schriebst aber von einem kompletten Brachejahr ohne Anbau einer Kulturpflanze. Das ist heute nicht mehr üblich, weshalb es auch kaum direkte Empfehlungen dazu gibt.
Die Angaben zur Juliaussaat bei Lupinen bezieht sich darauf, dass üblicherweise eine Vorkultur, Gerste z. B., angebaut wurde. Danach erst kommt die Gründüngung, dann die Winterung.
Du kannst Gelblupinen ab Mitte März aussäen und den Sommer über stehen lassen. Wenn dann eine Winterung kommt (in der Landwirtschaft Wintergetreide oder Raps) steht der angereicherte Stickstoff dieser zur Verfügung. Wenn nicht, (z. B. Kartoffeln im nächsten Frühjahr) wäre es sinnvoll den Stickstoff über Winter durch den Nachbau einer weiteren Zwischenkultur (Phacelia, Roggen oder auch einen Kreuzblüter) bis zum Frühjahr zu konservieren.
Hallo Floris,
ja, beider Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.
1. Beim kompletten Brachejahr kann ich dem Sandboden mindestens zweimal in einem Brachejahr organisches Material zuführen - was mir wichtig scheint. Aber ich kann eben in diesem Brachejahr auf diesem Teilstück (etwa 100m²) nichts für meinen Teller ernten. - nur auf den anderen 3 Teilstücken (etwa 300m²) wird wohl ein erster Ertrag möglich sein.
2. Die andere Variante ist eben die, so wie Du mir erklärt hast und auch martins9 vorschlug, eine Hauptfrucht und dann die Gründüngung anzubauen - sehr verlockend, weil ich dann einen "Mittelweg" begehe:
Etwas für meinen Teller - ich würde hier dann Frühkartoffeln als Hauptfrucht wählen, weil ich sie recht früh ernten könnte und ich dann recht zeitig die Gründüngung einsäen könnte, so das sie sich noch gut entwickeln kann.
Ich muß mich entscheiden was ich will:
Ausschließliche Bodenpflege auf jeweils einem 1/4 meines Gemüsegartens und also eine echte 4-Felderwirtschaft ohne jegliche Mischkultur, sondern eine Gliederung nach Brache, Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer - hier finde ich auch die Aussicht sehr verlockend, keine Mischkultur mit den unterschiedlichen Gemüsesorten betreiben zu müßen, sonder schlicht und einfach nach Stark- Mittel- und Schwachzehrer zu gliedern.
Dieser Satz hat mich zu meinen Überlegungen geführt:
Entweder zieht man nun jedes Jahr mit den entsprechenden Pflanzen ein Quartier weiter oder hält sich an die Regeln der Mischkultur, die auf dem gleichen Prinzip aufbaut. Mischkultur ist eigentlich nichts anderes, als permanenter Fruchtwechsel auf kleinstem Raum.aus: http://www.frost-burgwedel.de/index.php?seite=bauerngarten_4)
Mir ist dieses ganze "Regelwerk" der fortwährenden Mischkultur eigentlich viel zu umständlich und ich hätte es gerne schlicht und ergreifend.
..........ein akzeptabeler Kompromiss wäre:
Ich gehe von meinem ursprünglichen Plan in so weit ab, daß ich eben jeweils ein Stück immer zuerst mit Frühkartoffeln nutze und danach die Gründüngung, und die anderen 3 Stücke wie oben beschrieben.
Wäre dies wohl eine tauglicher Weg?
Ob das wohl dem Sandboden über die Jahre auch genügend Humus bringt?
(Es wird immer kompostierter, strohiger Pferdedung zur Verfügung stehen)
LG