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heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten (Gelesen 317598 mal)
- Krokosmian
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Mittlerer Neckar
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Ist eine etwas andere Ecke, nahe beim Albaufstieg. Bin dort jahrelang immer wieder nur auf der A8 vorbeigefahren. Dabei ständig gedacht, man könnte dort auch mal halten... Diesen Frühling habe ich es dann tatsächlich gemacht und sofort einen neuen, mittlerweile schon öfter besuchten Lieblingsplatz gefunden. Weil es dort einfach schön ist, der Ort eine positive Ausstrahlung hat und auch weil ich von zuhause aus recht schnell und spontan hin kann.
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Deine Gegend steht auch ganz oben auf der Liste, hat sich nur noch nicht ergeben!
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- Konstantina
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Das hast du gut geschrieben- positive Ausstrahlung. Es stimmt. Wenn du von dort in unsere Richtung fährst (nicht über Nürtingen) ist sogar aus dem Auto aus ist die Gegend einfach wunderschön. Ich liebe es.
- lerchenzorn
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Berliner Umland Klimazone 7a (wohl eher 6b)
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Sehr schöne Bilder von Euch beiden. Konstantina, Deine tollen Orchideenaufnahmen habe ich jetzt erst gesehen. Die Alb ist auch noch so ein Ziel, das wir auf der Liste haben und doch immer wieder nur daran vorbeirauschen.
Eine Pflanze, die in der Schwäbischen und Fränkischen Alb noch häufiger vorkommen müsste, ist Allium lusitanicum, der heimische Berg-Lauch (früher: Allium montanum). Nur ist er, wenn er nicht gerade blüht, so unauffällig, dass er meistens übersehen wird. Genauso ging es mir in der letzten Woche, als auf der höchsten Klippe einer hessischen Burgruine ein sattgrünes "Gras" in den Spalten herumstand, das sich erst auf der sonnigen Seite mit ein paar Fruchtständen als der Lauch entpuppte. Fünf Meter Durchmesser hat diese Population und sie ist dutzende Kilometer vom nächsten Vorkommen entfernt. Wer weiß, ob die Pflanze nicht erst im Mittelalter als Küchengemüse hier eingezogen ist.

Allium lusitanicum, Hessische Rhön
Eine Pflanze, die in der Schwäbischen und Fränkischen Alb noch häufiger vorkommen müsste, ist Allium lusitanicum, der heimische Berg-Lauch (früher: Allium montanum). Nur ist er, wenn er nicht gerade blüht, so unauffällig, dass er meistens übersehen wird. Genauso ging es mir in der letzten Woche, als auf der höchsten Klippe einer hessischen Burgruine ein sattgrünes "Gras" in den Spalten herumstand, das sich erst auf der sonnigen Seite mit ein paar Fruchtständen als der Lauch entpuppte. Fünf Meter Durchmesser hat diese Population und sie ist dutzende Kilometer vom nächsten Vorkommen entfernt. Wer weiß, ob die Pflanze nicht erst im Mittelalter als Küchengemüse hier eingezogen ist.
Allium lusitanicum, Hessische Rhön
- Krokosmian
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Mittlerer Neckar
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Solche wahrscheinliche pflanzliche Überbleibsel aus fernen Zeiten finde ich irgendwie noch berührender als bauliche Reste.
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Heute kurz im Schurwald gewesen, an einem winzigen Zufluss des Zuflusses vom... am Ende gehts jedenfalls in den Neckar. Vieles nicht gesehen, was es dort geben soll, dafür anderes. Meist für mich kaum fotografierbar oder nicht mehr in shape, ich werde wohl nächstes Jahr noch mehrmals dort hin müssen.
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Equisteum telmateia, der Riesen-Schachtelhalm nehme ich wegen der Größe an. Jedenfalls deutlich beeindruckender als das Unkraut nasser Senken im Ackerland. Nur habe ich das leider nicht annähernd aufs Bild bekommen!
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An der tiefsten Stelle im Gelände, wo der Wald am dichtesten und dunkelsten ist, eine Menge Winter-Schachtelhalm, Equisetum hyemale. Keine botanische Rarität, sieht man aber zumindest hier nicht jeden Tag.
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Und als kleines Highlight wenige Molinia arundinacea, schon lange nicht mehr wild gesehen.
Ich suche immer noch nach der Stelle an der meine Großeltern Pfeifengras-Stiele als Bindematerial für die Reben geschnitten haben. Es muss allerdings wohl die Schwesternart M. caerulea gewesen sein.
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Heute kurz im Schurwald gewesen, an einem winzigen Zufluss des Zuflusses vom... am Ende gehts jedenfalls in den Neckar. Vieles nicht gesehen, was es dort geben soll, dafür anderes. Meist für mich kaum fotografierbar oder nicht mehr in shape, ich werde wohl nächstes Jahr noch mehrmals dort hin müssen.
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Equisteum telmateia, der Riesen-Schachtelhalm nehme ich wegen der Größe an. Jedenfalls deutlich beeindruckender als das Unkraut nasser Senken im Ackerland. Nur habe ich das leider nicht annähernd aufs Bild bekommen!
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An der tiefsten Stelle im Gelände, wo der Wald am dichtesten und dunkelsten ist, eine Menge Winter-Schachtelhalm, Equisetum hyemale. Keine botanische Rarität, sieht man aber zumindest hier nicht jeden Tag.
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Und als kleines Highlight wenige Molinia arundinacea, schon lange nicht mehr wild gesehen.
Ich suche immer noch nach der Stelle an der meine Großeltern Pfeifengras-Stiele als Bindematerial für die Reben geschnitten haben. Es muss allerdings wohl die Schwesternart M. caerulea gewesen sein.
- Krokosmian
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Mittlerer Neckar
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Auf einer anderen Schaf- und Ziegenweide unweit der Autobahn Stuttgart-Ulm: Fransenenzian, Gentianella germanica. Für ein besseres Bild war es ein wenig zu spät. Zu spät im Jahr und auch noch zu spät am Tag. Aber da ich jetzt weiß wo es zu schauen lohnt, sehe ich das Pflänzchen irgendwann nochmal und dann vielleicht auch in größer. Konnte mich erst jetzt kurz vor Torschluss aufraffen und habe es dann doch tatsächlich auf Anhieb gefunden...
- Krokosmian
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Mittlerer Neckar
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Mach jetzt halt einfach mal weiter, paar schnelle Bilder, diese Woche, vom kleinen Felsen mit den Jovibarba globifera (ja, eigt. Sempervivum globiferum). Gerade so zwischen zwei Schauern aufgenommen. Die Alb scheint zur Zeit wieder das zu tun was sie öfters tut, die Regenwolken von Kessel und Neckartal abzuhalten. Jedenfalls war es wieder zurück dann m. o. w. sonnig. Wie öfters in letzter Zeit, während von anderswo "Land unter" kam.
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Dort in der Nähe gäbe es noch ein paar größere Felsen, teils auch im Wald, die ich gerne mal erkunden würde. Traue mich aber bisher nicht.
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Dort in der Nähe gäbe es noch ein paar größere Felsen, teils auch im Wald, die ich gerne mal erkunden würde. Traue mich aber bisher nicht.
- Konstantina
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Krokosmian, was für Schönheiten zeigst du da wieder. Jovibarba Habe ich hier noch nie gesehen. Hast du kleine Stückchen mitgenommen?
Ich habe nur ganz gewöhnlichen helleborus foetidus.
Ich habe nur ganz gewöhnlichen helleborus foetidus.
- partisanengärtner
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Qualitatives Wachstum hat keine Grenzen. 6b
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Krokosmian hat geschrieben: ↑6. Jan 2024, 18:44
Mach jetzt halt einfach mal weiter, paar schnelle Bilder, diese Woche, vom kleinen Felsen mit den Jovibarba globifera (ja, eigt. Sempervivum globiferum). Gerade so zwischen zwei Schauern aufgenommen. Die Alb scheint zur Zeit wieder das zu tun was sie öfters tut, die Regenwolken von Kessel und Neckartal abzuhalten. Jedenfalls war es wieder zurück dann m. o. w. sonnig. Wie öfters in letzter Zeit, während von anderswo "Land unter" kam.
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Dort in der Nähe gäbe es noch ein paar größere Felsen, teils auch im Wald, die ich gerne mal erkunden würde. Traue mich aber bisher nicht.
Sei lieber vorsichtig selbst geübte Kletterer stürzen manchmal ab.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.
Axel
Axel
- Krokosmian
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Mittlerer Neckar
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Solche kleinräumigen Gesellschaften auf kargem Untergrund faszinieren mich unendlich. Auch und gerade weil dort Kleinigkeiten bis Kostbarkeiten können, welche es sonst schwer haben. Bei den Wurzen ist es eher ein steiniger Rain, wo man ohne echte Anstrengung hinkommt. Wenn ich dann allerdings wirklich klettern müsste, würden rechtzeitig vorher Vernunft und Höhenangst :'( einschreiten. Im Frühjahr bin ich aufm Albtrauf einem Trampelpfad gefolgt und stand plötzlich knapp an einer Kante. Da eh schon da, woltte ich gleich ein Bild senkrecht runter machen. Wurde wegen schlotternder Knie nix draus.
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Konstantina, die Stelle habe ich vor zwischenzeitlich ein paar Jahren rein zufällig gefunden und war sporadisch immer wieder dort. Irgendwann lagen zwei, drei weggerollte Kindel auf dem Stein, die wollte ich nicht zurücklassen... Leben hier in einem Topf, muss ich aber mal besser unterbringen.
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"Nur" und "gewöhnlich" finde ich bei Helleborus foetidus ziemlich relativ. Im winterkahlen Garten oder Wald sind sie doch eine echte Freude fürs Auge. Mir persönlich sind sie zudem zwischenzeitlich lieber als viele andere, eigentlich prachtvollere Helleboren.
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Konstantina, die Stelle habe ich vor zwischenzeitlich ein paar Jahren rein zufällig gefunden und war sporadisch immer wieder dort. Irgendwann lagen zwei, drei weggerollte Kindel auf dem Stein, die wollte ich nicht zurücklassen... Leben hier in einem Topf, muss ich aber mal besser unterbringen.
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"Nur" und "gewöhnlich" finde ich bei Helleborus foetidus ziemlich relativ. Im winterkahlen Garten oder Wald sind sie doch eine echte Freude fürs Auge. Mir persönlich sind sie zudem zwischenzeitlich lieber als viele andere, eigentlich prachtvollere Helleboren.
- Konstantina
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Ja, hast recht. Es ist auch für mich nich nur und gewöhnlich. Ich liebe es, die begeistern mich sehr. So wie alles anderes, was hier wächst. Habe auch ein paar Sämlinge in Garten umgesiedelt.
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Bremer Norden/ am Rande der Stader Geest
Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
@ Krokosmian - verfolge Deine posts und Bilder in diesem Faden immer mit großem Interesse, so zB Dein letzter post mit Jovibarba globiferum ( yubaba
ist jedenfalls die Hexe bei Chihiro ), aber auch die Bilder vom Riesenschachtelhalm etc.
@Konstantina - klasse Aufnahme mit den Nieswurzen und Wald - / Laubkulisse.
ist jedenfalls die Hexe bei Chihiro ), aber auch die Bilder vom Riesenschachtelhalm etc.
@Konstantina - klasse Aufnahme mit den Nieswurzen und Wald - / Laubkulisse.
Rus amato silvasque
- Zwiebeltom
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Zwischen überwiegend hellviolett-fleischfarbenen Corydalis cava sind selten auch mal attraktiv zweifarbige Exemplare dabei.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
- Zwiebeltom
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Stellenweise machen weiße Pflanzen fast die Hälfte des Bestandes aus. Auffällig durch die dunklen Tragblätter.
Das Leben ist kein Ponyschlecken.
- APO-Jörg
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Toll
Ein gestylter Garten kommt mir vor wie eine Besserungsanstalt für die Natur
Wer Schreibfehler findet darf sie behalten
Gruß Jörg
@SuperFisch01
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- APO-Jörg
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Re: heimische Pflanzen an ihren natürlichen Standorten
Felsen-Gelbstern (Gagea bohemica)

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