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|19|12|Mit dem Glück ist es wie mit der Brille, man sucht sie und hat sie auf der Nase. (Unbekannt)

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Autor Thema: Pfirsichsämling - und nun?  (Gelesen 3715 mal)

Venga

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Pfirsichsämling - und nun?
« am: 27. September 2013, 09:19:35 »

Ich hatte im Sommer beim Jäten einen aufgebrochenen Pfirsichkern, der einen winzigen Trieb hatte, gefunden und in einen Topf gesetzt.
Der Sämling ist jetzt ca. 35 cm groß und hat zwei Seitentriebe.
Macht es Sinn ihn weiter zu kultivieren?
Trägt so ein Sämling später?
Kann man an den Blättern oder der Rinde erkennen ob es ein Pfirsich oder eine Nektarine ist?
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cydorian

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #1 am: 27. September 2013, 09:37:03 »

Kann man an den Blättern oder der Rinde erkennen ob es ein Pfirsich oder eine Nektarine ist?

Nein. Er wird wachsen und kann auch tragen. Wahrscheinlich stammt der Kern aus einem Supermarktpfirsich, oder? Sämlinge aus kommerziell angebauten Sorten vom Mittelmeer dürften aber weder gesunde Bäume noch schöne Ernten geben. Rechne mit viel Kräuselkrankheit.

Wenns dir um Früchte geht, solltest du dir Geld zurücklegen, bis du dir die riesigen Beträge für einen Baum für unser Klima in der Baumschule leisten kannst, 10 bis 30 EUR :-) Da sparst du dir jahrelange Wartezeiten, an deren Ende unvorhersagbare Ergebnisse stehen.

Gehts dir um "mal gucken, was draus wird, egal was" und hast du den Platz dafür, lass ihn wachsen und erfreue dich an diesem Experiment.
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Venga

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #2 am: 27. September 2013, 10:10:33 »

Zitat
mal gucken, was draus wird
Das trifft es genau.
Ich hab gar keinen Platz für einen Baum ;D
Ich hab nur ein Problem damit, gesunde Pflanzen zu entsorgen.
... und neugierig war ich auch. ;)
Wenn es sich lohnen würde, hätte ich ihn meiner Nachbarin gegeben.
Dann werde ich ihn dem Kompost übergeben.

... oder ich pflanz ihn beim nächsten Gassi an einen Feldrand und beobachte, was drauß wird..
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Mediterraneus

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #3 am: 27. September 2013, 10:16:39 »

Bevor du ihn entsorgst:

Sämlingspfirsiche sind hier in der Region oft die besseren Pfirsiche und wachsen und tragen besser als die gekauften. Wenn es der Kern schafft, im hiesigen Klima von allein aufzugehen, es sich schnell ein gesundes Bäumchen entwickelt, dann kann das nichts schlechtes sein.

Wenn man mal rumfragt und sich nach gut tragenden Bäumen erkundigt, erhält man ganz oft die Antwort, dass der Baum mal als Kern gesteckt wurde.

Ob er anfällig für die Kräuselkrankheit ist, stellt man ganz schnell im ersten Frühjahr fest.

Ist er es nicht, trägt er auf jeden Fall Pfirsiche, die dem Mutterbaum relativ nahe kommen, vielleicht etwas kleiner sind. Pfirsiche fallen in der Regel relativ kernecht.

Freu dich an dem Bäumchen und vermache es jemanden, der sich drüber freut.


Falls es wirklich nicht so gute Früchte tragen sollte, dann merkt man das relativ schnell, Pfirsiche tragen sehr früh. Dann lässt sich der Baum auch schnell wieder entfernen.

Aber ich glaube, dass das was wird :D
« Letzte Änderung: 27. September 2013, 10:17:44 von Mediterraneus »
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Venga

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #4 am: 27. September 2013, 10:31:51 »

Danke.
Dann werde ich ihn in einen größeren Topf pflanzen und den im Beet versenken.
Wenn er den Winter überlebt darf er noch bleiben.
Mal sehen wie er sich macht.
Ein paar Jahre wird er wohl im Kübel aushalten?
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wanda26

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #5 am: 27. September 2013, 10:32:56 »

Hi,
so ähnlich machen wir es seit Jahren, man könnte fast sagen Jahrzehnten. Mein Vater hat so angefangen, ich mache es genauso: etliche Kerne stecken, warten bis man die Qualität der Bäumchen einschätzen kann (dauert vielleicht 4 Jahre) und dann die Besten weiterkultivieren.
Man braucht natürlich etwas Platz und Geduld dafür - wird aber durch den Spaß an der Sache gut dafür entschädigt, wie ich finde.
lg wanda
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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #6 am: 27. September 2013, 10:56:06 »

Hi,
so ähnlich machen wir es seit Jahren, man könnte fast sagen Jahrzehnten. Mein Vater hat so angefangen, ich mache es genauso: etliche Kerne stecken, warten bis man die Qualität der Bäumchen einschätzen kann (dauert vielleicht 4 Jahre) und dann die Besten weiterkultivieren.
Man braucht natürlich etwas Platz und Geduld dafür - wird aber durch den Spaß an der Sache gut dafür entschädigt, wie ich finde.
lg wanda

Solche Bäumchen wachsen die ersten Jahre auch gut zwischen Blumen in Staudenbeeten oder im Nutzgarten. Sie lassen sich auch nach wenigen Jahren noch gut ausbuddeln und umpflanzen.
Kübel würd ich nur als Notlösung ansehen, im Kübel kümmert jede Pflanze irgendwie. Aber es geht auch.
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cydorian

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #7 am: 27. September 2013, 11:05:59 »

Pfirsiche lassen sich schlechter wie andere Obstbäume umpflanzen, sie vertragen das nicht gut. Entscheidend ist das Alter, bis zu einem Jahr geht es noch, dann sinkte die Erfolgsrate ab.
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Mediterraneus

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #8 am: 27. September 2013, 11:09:10 »

Mein Opa hat gesagt, dass man die ein paarmal umpflanzen soll, bevor sie an den endgültigen Standort kommen.
Mit der wurzelechten Fränkischen Hauszwetschge hat er das auch so gemacht.

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cydorian

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #9 am: 27. September 2013, 11:25:11 »

Für andere Obstsorten kann man das machen, die Baumschulde verschult Bäume auch. Aber speziell Pfirsiche sind da empfindlicher, auch empfindlicher wie anderes Steinobst, z.B. Zwetschgen. Man sollte Pfirsichbäumchen auch nicht zu alt kaufen. Einjährige Ware, mehr nicht.
« Letzte Änderung: 27. September 2013, 11:27:42 von cydorian »
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Venga

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #10 am: 27. September 2013, 11:28:50 »

Vielen Dank für eure Tipps.
Ich werde das im Kübel versuchen.
Ins Beet kann er nicht, außer über Winter mit Kübel.
Ich möchte da nicht für ein Experiment einen Ballen ausbuddeln müssen.
Mein Garten ist klein.
Ich hab schon Probleme, die Stauden, die ich unbedingt haben will, alle unter zu bringen und muss auf einige verzichten.
« Letzte Änderung: 27. September 2013, 11:29:43 von Venga »
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Rosen-Kater

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #11 am: 27. September 2013, 16:19:52 »

Dieser Pfirsich ist im Frühjahr 2012 gekeimt und ist jetzt ca. 2m groß.
Es waren nur 5 Blätter leicht mit Kk. :)
« Letzte Änderung: 27. September 2013, 16:22:03 von Rosen-Kater »
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carot

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #12 am: 27. September 2013, 19:38:16 »

Ich habe auch bereits einige Pfirsichsämlinge herangezogen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kübelhaltung nicht besonders gut vertragen wird. Die Pflanzen mickern und kränkeln gegenüber den ausgepflanzten Exemplaren erheblich mehr. Nach dem Auspflanzen sind die Sämlinge bei mir regelmäßig im Wachstum förmlich explodiert. Im Topf hatte ich um deren Überleben gebangt :) .
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samensven

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #13 am: 02. Oktober 2013, 20:48:44 »

Zitat
Ich habe auch bereits einige Pfirsichsämlinge herangezogen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kübelhaltung nicht besonders gut vertragen wird. Die Pflanzen mickern und kränkeln gegenüber den ausgepflanzten Exemplaren erheblich mehr. Nach dem Auspflanzen sind die Sämlinge bei mir regelmäßig im Wachstum förmlich explodiert. Im Topf hatte ich um deren Überleben gebangt :) .

Ich möchte auch ein paar Pfirsiche säen. Wann sollte ich sie stecken? Und eher in einen Topf oder direkt ins Freiland, oder ins Gewächshaus?
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carot

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Re:Pfirsichsämling - und nun?
« Antwort #14 am: 03. Oktober 2013, 12:19:11 »

Um keimfähig zu werden, benötigen Pfirsichsamen eine Kälteperiode (Stratifikation). Ich würde die Kerne entweder in Töpfen stecken und dann die jungen Pflanzen möglichst früh an den Standort setzen oder schon an den geplanten Standort stecken. Du hast aber natürlich keine Gewähr, dass die Samen auch aufgehen.
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