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News: Da tun sich ja ganz neue Suizidmöglichkeiten auf: Verrottung in eigenem Kompost. (Dunkleborus)
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News: Da tun sich ja ganz neue Suizidmöglichkeiten auf: Verrottung in eigenem Kompost. (Dunkleborus)

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Autor Thema: Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen  (Gelesen 3275 mal)

Chrisi89

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Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« am: 18. Mai 2013, 20:30:40 »

Hallo!

Ich habe folgendes Problem:

Und zwar habe ich vor zwei Jahren ein stärkeren Befall mit dem Pflaumenwickler an unseren Ringlottenbäumen gehabt, jedoch konnte ich trotzdem noch genug (zumindest zum Naschen) ernten.
Also habe ich voriges Jahr schon Mitte April (laut Angabe erst im Mai nötig) Pheromonfallen aufgehangen. Nur ist mir dann aufgefallen, dass die Frücht schon im Mini-Zustand Bohrlöcher aufwiesen. Habe mir gleich gedacht, dass das nicht der Pflaumenwickler sein kann, und hab dann gleich herausgefunden gehabt, dass die PFLAUMENSÄGEWESPE "beschlossen" hat mir die Ernte zu vermiesen.
Habe mich voriges Jahr dann informiert, und gelesen dass eine Befall mit Sägewespen nicht jährlich auftreten muss. Infolgedessen habe ich es voriges Jahr dabei belassen.

Nur heuer leider wieder das selbe: Die Bäume herrlich geblüht, ich die Pheromonfallen für den Pflaumenwickler aufgehangen, und seit zwei drei Wochen wieder ein starker Befall mit der Pflaumensägewespe.

Nun was kann ich jetzt tun/was sind eure Erfahrungen zu den einzelnen Methoden/Maßnahmen (außer Spritzen):

1) Ich habe gelesen dass weiße Leimtafeln gegen die Erwachsenen Tiere helfen sollen. Kann ich mir also davon im nächsten Jahr eine wirkliche Reduktion des Befalls erwarten??? Oder dient dies nur dazu um zu erkennen ob heuer starker Befall auftritt?

2) Ich habe vor einer Woche begonnen alle befallenen Früchten abzusammeln (vom Baum). Was bei 2 Ringlotten-, einem Zwetschkenbaum, und einer (heuer) neu gepflanzten Mirabelle ein enormer Aufwand ist, vor allem da es mich meist schon nach einer halben Stunde bis Stunde "anzipft" und ich dann nicht mehr mag. Weiteres Problem, da die Ringlotten- und der Zwetschkenbaum natürlich schon riesig sind, komm ich sowieso nur zu einem kleinen Teil der Früchte hin.
Eure Erfahrung zu dieser Methode?

3) Dann ist mir eingefallen, ich könnte ja versuchen die Früchte abzuschütteln und dann aufzusammeln.
Nur hier die Probleme:
Ersten ich besitze keine so große Plane, dass die gesamte Fläche des Baumes abgedeckt ist, und somit fallen die Früchte auch ins Gras (und da finde sie mal wieder).

Zweitens: Wir wohnen im steilen Gelände, folglich können die Früchte überall hin kugeln.

Drittens: Habe heute schon mal angefangen abzuschütteln. Nur habe ich mir dann einige heruntergefallene Früchte genauer angeschaut, und mir ist aufgefallen, dass viele der Früchte schon zäh also nicht mehr so frisch wirkten, und ich nur in wenigen Früchten wirklich Larven finden konnte, und weiters sind auch einige, schöne, nicht-befallene Früchte runtergefallen.
Wie wirksam ist diese Methode wirklich, da das aufsammeln der Früchte ja nur dann was bringt, wenn die Larve noch drinnen ist?
Und wie gesagt waren die meisten Früchte zähe, wo keine Larve mehr drinnen war.
Bringt diese Methode überhaupt was, wenn die frisch befallenen Früchte (Larve drinnen) gar nicht richtig runterfallen?

Ich hoffe ihr könnt euch durch meinen Text durchkämpfen und mir eure Erfahrungen und Tipps mitteilen.

Schon mal Danke im Voraus.

mfg
christian
« Letzte Änderung: 18. Mai 2013, 20:31:36 von Chrisi89 »
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Chrisi89

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #1 am: 20. Mai 2013, 19:19:29 »

Niemand eine Idee?
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cydorian

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #2 am: 20. Mai 2013, 21:34:48 »

Großzügig auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten ist überflüssig, denn es gibt sowieso keine Mittel für Privatleute gegen Pflaumenwickler. Da ist überhaupt nichts, auf das man verzichten könnte. Mehr als abgefallene Früchte einzusammen geht nicht. Eine Wirkung ist mit Hausmitteln nicht zu beweisen, denn der Befall ist von Jahr zu Jahr eh unterschiedlich. Man kann also nicht sagen, dass es dieses Jahr besser ist, weil man Vorfruchtfall eingesammelt hat. Das könnte auch ganz andere Gründe haben.

Wenigstens klingt es logisch, das Schadinsekt von den Pflaumenbäumen wegzuschaffen. Verkehrt kann es nicht sein.
« Letzte Änderung: 20. Mai 2013, 21:35:06 von cydorian »
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Chrisi89

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #3 am: 01. Mai 2014, 21:49:40 »

Hallo!

Wollte euch nur mitteilen (wenn es denn noch jemanden interessieren sollte), dass mein tägliches, über Wochen langes, Herumrutschen unter dem Baum, um die befallenen Früchte aufzusammeln, nichts gebracht hat.

Heuer die Ringlotten wieder herrlich geblüht mit reichem Fruchtansatz, und ich sehe schon wieder nur von der Pflaumensägewespe angebohrte Früchte.

Fazit: Heuer verzichte ich sogar auf die Pflaumenwickler-Fallen, da die 3 Früchte, die nach der Pflaumensägewespe übrig bleiben auch schon egal sind.

mfg
Christian
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cydorian

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #4 am: 01. Mai 2014, 22:56:30 »

Schade. Jedes Jahr starker Befall ist selten. An Einzelbäumen im Garten könnte man noch den Boden unter dem Traufbereich direkt nach der Blüte abdecken. Die Raupen in den herabfallenden Früchten schaffen es dann nicht in den Boden. Im Erwerbsanbau werden Acetamiprid- oder Thiacloprid- haltige Insektizide empfohlen, aber im Kleingarten ist das gegen Pflaumensägewespe nicht zulässig - kaufen kann man es z.B. unter dem Handelsnamen Mospilan.

Die Stoffe sind Neonikotinide und alles andere als gesund. Die Grenzwerte dafür wurden letztes Jahr gesenkt.
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mime7

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #5 am: 01. Mai 2014, 23:27:12 »

Schade. Jedes Jahr starker Befall ist selten.
naja. selten kann sein. ärgerlich ist es trotzdem, wenn es ein Baum regelmässig hat.
Meine als Jojo gekaufte vermutliche Katinka hat seit 4 Jahren
Totalausfall wegen Sägeswespe. Blüht super, Früchte werden dann in kürzester Zeit schon im Mai vernichtet.
Eigenartigerweise haben die danebenstehenden Hauszwetschge, Wangenheim und Topking dieses Problem nicht, sind aber alle später dran. Dort nahezu kein Befall mit der Sägewespe. (Dafür die Wangenheim massiv Wickler und Hauszwetsche Monilia. Aber immerhin dort doch kein Totalausfall.)
Die Katinka wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich umfunktioniert zur Aprikose.
« Letzte Änderung: 01. Mai 2014, 23:30:32 von mime7 »
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Chrisi89

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #6 am: 02. Mai 2014, 09:34:03 »

Hallo!

Gibt es eigentlich "Bacillus thuringiensis"-Präparate, die gegen die Pflaumensägewespe helfen würden?

Mfg
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schwarze Tulpe

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #7 am: 02. Mai 2014, 09:38:16 »

... Die Katinka wird in den nächsten Jahren wahrscheinlich umfunktioniert zur Aprikose....
Diese Idee ist genial. Dachte doch beim Text, der Baum würde gefällt.

Was macht die Pflaumenwespe dann? Wird sie sich den nächsten Obstbaum suchen? Nach euren, recht erschreckenden Berichten, klingt es, als wäre die Wespe standorttreu.

Ich habe gestern an einer Frucht meiner Großen Grünen Reneklode ein Loch gesehen. Dann sollte ich die pflücken und mir den Bewohner mal anschauen.

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Urmele

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #8 am: 02. Mai 2014, 09:54:17 »

Hallo!

Gibt es eigentlich "Bacillus thuringiensis"-Präparate, die gegen die Pflaumensägewespe helfen würden?

Mfg

Muss der Bacillus nicht direkt auf die Raupe? Die Raupe frisst aber im inneren der Frucht und ist dadurch geschützt. Ich glaube nicht dass das klappt.

Ich habe meine (kleinen) Bäumchen damit eingenetzt.
Mal schauen.
« Letzte Änderung: 02. Mai 2014, 10:00:34 von Urmele »
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b-hoernchen

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #9 am: 02. Mai 2014, 12:18:01 »

Ich leide auch an Totalausfall beim Steinobst - wohl aus mehreren Gründen.

Freuen würde ich mich, wenn man irgendwie räuchern könnte oder sonstwie durch einen Geruch zur Befallszeit die Biester vergrämen könnte.

Vielleicht Tabak unterm Baum zum Schwelen bringen - wäre das dann die "Paläonicotinoid"-Methode?
Oder den Baum kräftig zum Stinken bringen?
Irgendwas, was die Viecher nicht ausstehen können, muss es doch geben?

Mit Pheromonfallen den Befall verringern halte ich sowieso für aussichtslos.
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cydorian

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #10 am: 02. Mai 2014, 13:18:09 »

Entweder der Zugang des Schädlings wird blockiert (Zuflug der Weibchen, Austritt der Raupen in den Boden) oder systemisch wirkende Insektizide müssen verwendet werden.
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schwarze Tulpe

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #11 am: 02. Mai 2014, 13:33:45 »

Dann wäre es sinnvoll den Obstbereich des Gartens, mindestens den Kronenbereich, mit wasserdurchlässigen Folien zu bedecken.

Wird das im gewerblichen Obstanbau so gehandhabt?
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Urmele

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #12 am: 02. Mai 2014, 20:52:01 »

Habe heute eine Amsel dabei beobachtet wie sie ganz energisch mit dem Schnabel die gemulchten Baumscheiben umgrub. Hoffe dass ihr auch die Raupen, Larven und Puppen der Obstschädlinge zum Opfer fielen.
Hühnerhaltung geht hier nicht, aber Amseln haben wir viele.

Muss ich halt dann später die Kirschen und die Weintrauben vor den Amseln beschützen :-X ;D
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b-hoernchen

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Re:Was tun gegen Pflaumenwespe/eure Erfahrungen
« Antwort #13 am: 02. Mai 2014, 20:55:09 »

Ich seh's schon, ich werd' mir noch Hühner anschaffen müssen.
Aber die fressen dann die Blätter der Bäume bestimmt auch. Zumindest der klienen Apfelbüsche... .
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