Wenn's nur um Salat und Kohlrabi geht, könntest du es auch einfacher haben: Schaufel jeden Balkonkasten, größeren Topf und jede Schale, die du über hast, mit Kompost voll und ziehe dein Gemüse auf Tischen und Fensterbänken! Je höher, desto besser. So habe ich seit Jahren keinen Ärger mehr mit Schnecken, Wühlmäusen und Kaninchen. Habe so schon erfolgreich gezogen: (Hänge-)Tomaten, Salat, Radieschen, Kresse, Spinat, Zwiebeln, Mangold, kurze Möhren etc.
Der Kompost wird im Februar erneuert und hält dann das ganze Jahr über. Man kann in Kästen genauso Fruchtwechsel und Mischkultur betreiben wie im Beet. Salate, Radieschen und Kresse sind besonders geeignet, um früh im Jahr schon etwas zu ernten und dann im Herbst noch einmal, wenn die Erde schon zu ausgelaugt ist für Anspruchsvolleres. In einem normal großen Balkonkasten kriege ich 6 Salatköpfe unter, und die werden schön groß. Gerade Salat braucht weniger Platz und Erde, als man denkt. Das einzige, was etwas mehr Arbeit macht als im Beet, ist an heißen Tagen das Gießen. Ansonsten finde ich diese Art des Gemüseanbaus wirklich besser, denn man erspart sich so viel Ärger mit den lieben Mitessern!
Anfangs war ich skeptisch, weil es mir irgendwie doof vorkam - habe fast 2000 qm Garten, und dann in Töpfen Gemüsegärtnern ... aber inzwischen finde ich's super - würde am liebsten die Schneckenempfindlichen Stauden auch noch alle in Kübel umsiedeln, vor allem, seit meine Hühner Ferramol für ihr neues Lieblingsfutter halten

. Wenn man am Wiesen- und Waldrand lebt, ist es auf Dauer einfach zu frustrierend, die Wildtiere ständig mit irgendwelchen Tricks aus den Beeten fern zu halten, zumal die immer wieder Schlupflöcher finden (und außerdem möchte ich auch nicht alles einzäunen - sieht nicht schön aus, und es ist ja auch nett, die Hasen, Igel und Fasane im Garten zu beobachten).