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News: Kein Mensch käme auf die Idee, in einer Porzellansammlung ein Basketballturnier auszutragen. Aber Fußball wird auf Rasen gespielt!  >:(
(Anonymes Zitat von den Gartenmenschen)
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27. Juni 2021, 20:53:59
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|12|4|Bitte bewahrt alte und historische Sorten vor dem Verschwinden. (Inken)



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Autor Thema: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?  (Gelesen 186149 mal)

Aspidistra

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Ich stelle gerade auf Granatapfel um.
Falls wirklich mal einer dranhängt bricht sie sich da ihren Stachel ab. 8)

Spaß beiseite, mein Masterplan:
- Äpfel, Birnen, Nashis, (Quitten) gehen ja,
- Pfirsich, Trauben, Kiwis vielleicht eintüten,
- bei Beeren frühe Sorten und abwarten, was nicht ganz so schlimm befallen wird.
« Letzte Änderung: 14. April 2015, 09:11:20 von Aspidistra »
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Beeren sind die Poesie eines Gartens.

NaDeWe

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Netter Masterplan. unserer ist: Retten was im Garten bisher gut gedeihen wollte durch Einnetzen. Selbst bei Himbeeren werden wir es versuchen - auch wenn halt weniger Blüten fruchten werden. Nur bei den Brombeeren wird's schwierig, sind einfach zu sperrig, zu hoch, zu wild, unzugänglich, ... :-\

Bei Actinidia chinensis gibt es doch keine KEF-Probleme, oder? Zumindest nicht bei uns im letzten Jahr. Was Heildebeeren angeht, da ist Earlyblue noch so gerade in der ersten Ernterunde genießbar gewesen. Nachreifende hätten wir abdecken müssen. Frühere als Mitte Juni gibt's wohl nicht (am Mittelrhein)? Und die besonders späten? Elizabeth (Anfang Oktober) ist noch zu früh gewesen. In Nachbars Garten wird es nach zwei Jahren Pause wieder Kirschen geben .... vielleicht zieht er ja sämtliche KEF ab. ;D
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cydorian

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Jetzt bis in die Medien ist vorgedrungen, dass der Schädling jetzt bis im Nordosten Deutschland ist: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/04/kirschessigfliege-zecken-milder-winter.html

"Bei unter minus drei Grad stirbt die Fliege zwar, sagte der Lohner, das Insekt könne aber beispielsweise in gut geschützten Gartenlauben überwintern."

Das stimmt so nicht, denn ist nur eine der Möglichkeiten. In den japanische Alpen lässt sich beweisen, dass sie das auch anders kann, entweder durch sehr schnelle Reinvasion über weite Strecken oder durch andere Überwinterungsmöglichkeiten.

Wie man so hört, gibt es Bestrebungen, auch noch Karate Zeon zuzulassen, der Langzeitwirkung wegen, im Elsass letztes Jahr bereits still und leise passiert. Mehr Insektizide, öfter Insektizide, schneller Insektizide...

Wer noch lesen will, das auf dem Kirschessigfliegensymposium in Offenburg gesprochen wurde: http://kirschessigfliege.in.eureregion.de/kirschessigfliege-symposium-in-offenburg/
http://www.badische-bauern-zeitung.de/die-kirschessigfliege-ist-ein-zaehes-luder

Immerhin kamen auch mal Bienen zur Sprache. Der Rest lässt mir allerdings kalte Schauer über den Rücken laufen. Der Präsident des Landesverbandes Erwerbsobstbau wettert gegen "kleinstrukturierte Obstbaulandschaft", die behindere "feldygienische Massnahmen". Mit anderen Worten, der Mann will gegen die Kirschessigfliege eine Landschaft aus Baugebieten mit Betongärten, dann Agrarwüste mit grossflächigen Plantagen, die die man schnell und effizient alle zur Verfügung stehenden Insektizide jagen kann. Hätte er sich die Nordamerikanischen Erfahrungen zu Gemüte geführt, hätte er bereits gelernt, dass richtig grossflächige Plantagen auch nicht besser dastehen.

Zur "kleinstrukturierte Obstbaulandschaft" gehören auch wir, die Hobbyisten.

Zwei unserer Nachbarn haben wieder eifrig Rankgerüste für Brombeeren repariert. Letztes Jahr hat keiner Brombeeren geerntet, die waren ihren Worten nach alle so komisch sauer und sind schnell verfault, "wahrscheinlich das Wetter". Tja. Mal sehen, wieviel Jahre es dauert, bis sie bemerkten, dass es mit derartigem Beerenobst im Garten aus und vorbei ist. Nicht nur im Garten, auch am Waldrand weit draussen wurden die Brombeeren zu gärendem Schimmel.
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oile

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Und was hilft die Verbreitung einer apokalyptischen Stimmung?
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Ich habe Besseres zu tun!

Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

Isatis blau

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Und was hilft die Verbreitung einer apokalyptischen Stimmung?

Nichts, aber Informationen sind trotzdem wichtig.
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cydorian

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Bei deinen Stimmungen kann ich dir nicht helfen, aber Informationen über den Schädling und was dazu läuft zu verbreiten kann nicht verkehrt sein.
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oile

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Ja sicher. Informationen sind immer willkommen. Nur die Anmerkungen über die Nachbarn fand ich sehr entmutigend. Es klang für mich wie die Aufforderung, die Brombeeren zu roden.
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zwerggarten

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nö, wieso – die insekten wollen doch auch leben. nur mit dem reifen leckeren obst für uns ist es eben essig.
im wortsinn
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pro luto esse

moin

"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze."
hugo von hofmannsthal – der brief des lord chandos

b-hoernchen

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Immerhin wurde bei dem erwähnten Symposium http://kirschessigfliege.in.eureregion.de/kirschessigfliege-symposium-in-offenburg/
über interessante Themen, gesprochen, wie Auftreten der KEF im Jahresverlauf, Erfahrungen im Kirschanbau, Lösungsansätze im Steinobstbau, Einnetzen u.s.w. .
Kann man die Vorträge irgendwo nachhören, nachlesen, habe ich einen entsprechenden link übersehen?

Besonders die Sortenanfälligkeit würde mich interessieren. Es scheint doch Unterschiede zu geben, das ist hier im Forum z. B. beim Steinobst vereinzelt angeklungen. Auch bei Birnen scheint man sich nicht ganz sicher zu sein. Ratschläge wie "hartschalige Sorten" sind mir zu vage. Welche Sorten sind hartschalig genug?
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Cum tacent, consentiunt.

Audiatur et altera pars!

Günther

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 Ratschläge wie "hartschalige Sorten" sind mir zu vage. Welche Sorten sind hartschalig genug?

Ich fürchte, nur Walnüsse und Kokosnüsse....
Angeblich geringere Anfälligkeit einzelner Sorten sind wohl nur zufällige nicht repräsentative Einzelbeobachtungen.
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Sternrenette

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Die KEF war an meinem späten Holunder, eventuell auch schon früher an anderen Beeren, ich wußte aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon. Da ich sehr späte Apfelsorten habe, kann ich die Beobachtung bestätigen, daß die KEF an angestochene Früchte zu gehen scheint, nicht jedoch unbeschädigte anpiekst. Ich habe am Komposthaufen und im Holunder Flaschen mit Rotwein-Essig-Spülimischung als Falle aufgehängt. Ob das was hilft? Keine Ahnung, in der Falle waren eine Menge Viecher.
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Nix da!⁸

Aspidistra

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In einigen Berichten wird betont, dass die KEF die Früchte auch durch optische Reize findet, Rote und Dunkle werden bevorzugt.
Von Holunder, Johannisbeeren und Feigen sind mir grüne Sorten bekannt von anderen Obstarten zB. Gelbe oder Weiße (Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Erdbeeren, Tomaten).
Gibt es Beobachtungen, dass grüne oder helle Früchte einigermaßen verschont bleiben?

Welche Beerenfrüchte mit Elefantenpelle sind weniger betroffen? Ich habe zB gehört, dass Datteltrauben nicht (so sehr) befallen werden.
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Aspidistra

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Im Forum gibt es schon viele Einzelbeobachtungen.
Ist es vielleicht möglich eine Tabelle zu entwerfen, in die jeder systematisch seine Beobachtungen zu den einzelnen Obstarten bzw. Sorten eintragen kann.
Das wäre übersichtlicher.

Ich will meinen Slogan nicht ändern müssen. :-X
« Letzte Änderung: 29. April 2015, 09:05:01 von Aspidistra »
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Bumblebee

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 ;D
Das scheint ja wirklich ein Riesenproblem zu sein. Ich hab mittlerweile nur noch Quitten und Äpfel. Beides ist im vorherigen Jahr fast vollständig auch ohne KEF am Baum verfault.
(Quitte ist aber noch jung; da hab ich noch Hoffnung auf eine bescheidene Ernte). ;)
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^^

cydorian

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Die Fruchtfarbe bewirkt nur Präferenzen. Letztes Jahr wurden auch grüne Trauben abgestochen, wenn viele Schädlinge unterwegs waren, z.B. ein Weinberg daneben mit befallenen Trauben etwas frührerer Reife. War auch meine eigene Erfahrung, helle Trauben waren weniger aber auch befallen. Arguta-Kiwis übrigens total. Die hatten hellgrüne Früchte, optisch nicht von unreifen Früchten zu unterscheiden. Interessierte den Schädling nicht. Der ist seit sehr langer Zeit darauf optimiert, mit allen Mitteln Früchte zu finden, die er abstechen kann.
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