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|7|3| Schneit es noch am siebten März, sticht ins Gärtnerherz der Schmerz. (bristlecone)

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Autor Thema: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?  (Gelesen 186154 mal)

Elro

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Die Brombeeren haben seit ca. einer Woche Befall und seit gestern habe ich sie auch den Herbsthimbeeren entdeckt.
Jetzt hoffe ich, daß sie meine Pfirsiche in Ruhe lassen.
Bei den Brombeeren macht es keinen Spaß halbreife Früchte zu ernten :(
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Liebe Grüße Elke

cydorian

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Brombeeren bei mir jetzt Totalschaden, keine Frucht mehr gut. Das übliche Bild:



Ganz charakteristisches Raupenbild, mittlerweile sofort identifizierbar. Auch die Art, wie sich der Schädling bewegt.

Bis vor zwei Wochen waren die Brombeeren im Wald noch nicht befallen, jetzt kommt die Lawine. Aber ich will mich nicht beklagen, die Schwelle zum Massenproblem wurde dieses Jahr über einen Monat später überschritten wie letztes Jahr. Das haben wird dem noch nie dagewesenem Extremwetter zu verdanken mit Trockenheit und über 40° bereits Anfang Juli. Der Schädling mag es nicht heiss und trocken. Da haben wir dieses Jahr wohl das maximal erreichbare Optimum erlebt.

Das bedeutet leider auch, dass für Tafeltrauben, Herbsthimbeeren, 90% der Zwetschgen, Kiwi selbst dieses Optimum nicht ausreicht.
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Apfebam

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #707 am: 20. September 2015, 23:16:56 »

Seit dem Befall an dem von mir besuchten Erdbeerfeld Ende Juni vor der großen Hitze habe ich hier nichts mehr in Sachen KEF gesehen - zum Glück. Umso mehr waren die Kirschen heuer mit der Kirschfruchtfliege befallen. Ansonsten konnten wir alle anderen Früchte problemlos ernten. Jetzt, wo es wieder normal temperiert ist sind ein paar Hollunder betroffen, aber in den Herbsthimbeeren ist bisher nix. Auch wenn ich Hitze nicht ausstehen kann - so hat sie uns dieses Jahr das Vieh vom Leib gehalten und auch die Vermehrung sollte sich in Grenzen gehalten haben.
Ich bin auf nächstes Jahr gespannt!
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cydorian

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #708 am: 21. September 2015, 09:18:46 »

Bei der Weinlese am Samstag waren einige blaue Sorten ziemlich befallen. Musste wieder viel von Hand sortiert werden. Der Befall begann aber viel später wie letztes Jahr. Die Spätsorten haben auch dieses Jahr ein Problem.
Der Schädling verändert schon die Landschaft. An einigen Weinbergen sind danebenliegende Gebüschstreifen abgeholzt worden, um Brombeeren und anderes Wildobst zu verhindern, an denen sich die Fliege entwickelt. Schaden, diese Zonen sind ökologisch hochwertige Areale für viele Tiere und Pflanzen.

Derweil wurde die Ködermethode verboten.
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Wühlmaus

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #709 am: 21. September 2015, 11:24:18 »

Derweil wurde die Ködermethode verboten.

Warum? Wegen zu vieler "Beifänge"?
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WühlmausGrüße

"Das Schiff ist sicherer, wenn es im Hafen liegt. Aber dafür wurde es nicht gebaut." Paulo Coelho

cydorian

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #710 am: 21. September 2015, 14:54:27 »

Es war bisher wohl nur eine Ausnahmegehmigung, die nicht erneuert wurde. Das normale (aufwendige) Genehmigungsverfahren muss erst noch durchlaufen werden.
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Gänselieschen

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #711 am: 21. September 2015, 15:32:58 »

Holunder :o :o

Irgendwie meinte ich die Tage, dass mein Holunder nicht recht reif werden will. Aber alles aus der Ferne, er wirkt leicht getrocknet. Jetzt muss ich doch mal gründlich schauen, ob das nicht einen ganz anderen Grund hat, wenn diese Fliege auch an Holunder geht. In den Brombeeren war sie, aber nur sehr wenig Befall.
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Apfebam

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #712 am: 21. September 2015, 20:31:46 »

Riech mal an den Beerendolden, der Essiggeruch verrät den Befall sofort
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Floris

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #713 am: 21. September 2015, 20:49:52 »

Heute konnte ich erstmalig die Fliegen mit den schwarzen Flecken auf den Fügeln in Ruhe beobachten, und zwar auf glänzend schwarzen Tollkirschen.
Wäre doch eigentlich von Vorteil, wenn die plötzlich eklig schmeckten.
In den späten Erdbeeren sind sei jetzt auch wieder drinnen.

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #714 am: 22. September 2015, 07:59:10 »

bei mir stinken bereits manche trauben, obwohl noch nicht vollreif. :P interessanterweise ist es aber jetzt gerade weit weniger schlimm als befürchtet – die biester toben wohl noch in den resten von brom- und himbeeren; die waren/sind/bleiben fast komplett vernichtet, zum glück konnte ich aber die paar zwetschgen an meinem reliktpflaumenbaum diesen herbst noch ohne probleme ernten.
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"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze."
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mime7

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #715 am: 22. September 2015, 09:35:55 »

Ich habe wie von Ellison empfohlen anfangs Sommer KEF-Fallen in grosser Anzahl aufgehängt.
Nachdem nun fast alles geerntet ist ausser Äpfeln kann ich einen kurzen Rückblick machen.

Zu Beginn hatte ich noch Schäden an den Kirschen, aber nur einzelne.
Dann kam die grosse Hitzewelle, da habe ich KEF nur dutzendweise gefangen. Alles Obst zu dieser Zeit war befallsfrei.
Seit es etwas kühler ist nimmt die Anzahl gefangener Tiere deutlich zu, es geht nun in die Hunderte.
Im Gegensatz zu letztem Jahr konnte ich dieses die Trauben ohne Befall ernten (letztes Jahr war ab Ende August Totalausfall), jetzt habe ich keine Trauben mehr.
Auch sonst habe/hatte ich noch keine sichtbaren Schäden an Pfirsichen, Brombeeren, Zwetschen, kornelkirschen, Feigen. Lediglich bei den Himbeeren sind etwa 10% befallen.
Letztes Jahr hatten wir eine Massenvermehrung, beim Gartendurchgang lief ich durch Wolken von KEF. Dieses Jahr sind nur einzelne zu sehen.
Nun lässt sich trefflich mutmassen, ob das an den KEF-Fallen liegt oder am anderen Wetterverlauf (da entfielen wohl einige KEF-Generationen aufrund Hitze), oder an der Kombination von beidem.
Ich werde nächstes Jahr jedenfalls wieder die Fallen aufhängen.

Selbst wenn bei mir die Fallen helfen (?), so muss das nicht übertragbar sein auf andere Gärten: Ich habe einen eher grossen Garten. Die direkten Nachbarn haben kaum Obst. Lediglich Wildkirschen, Brombeeren und Holunder sind im Umfeld in nennenswerter Zahl als Nahrung für KEF vorhanden. Ansonsten nur Äpfel.
Ich könnte mir vorstellen, dass hier die Bekämpfung eher Sinn macht als in einer Kleingartensiedlung, wo jeder direkte Nachbar Obst hat und nie alle mitziehen.
Aber ein Versuch kann ja nicht schaden.
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cydorian

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #716 am: 22. September 2015, 11:56:17 »

Man sieht an den Fallen zuerst, was kommt, das ist gut. Aber zur Bekämpfung taugen sie im normalen Hobbygartenumfeld nicht. Ich hatte schon früh 14 Fallen, alle 2m eine, direkt gegenüber das Brombeergerüst des Nachbarn. Die späteren Früchte ab Ende August sind trotzdem abgestochen und vernichtet worden. Bei 500 Nachkommen pro Schädling kann man sich freuen, wenn man 100 in der Fall entdeckt, aber die anderen 400 sorgen zuverlässig für faulendes Obst.

Bei meinen Tafeltrauben hatte ich keine Lust mehr auf Experimente, sondern die Blauen ab umfärben mit Organzabeuteln eingetütet. Auch deshalb, weil der Wespenfrass dieses Jahr besonders stark ist. Hat funktioniert, Aufwand nicht so hoch wie befürchtet, wird beibehalten.
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mime7

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #717 am: 22. September 2015, 12:33:07 »

Ich kann mir schon vorstellen, dass die Fallen in bestimmten Situationen etwas bringen:
- Wenn wie dieses Jahr durch äussere Umstände (Hitze) die Population reativ gering ist, dann korreliert der Schaden direkt mit der Anzahl der vorhandenen Fliegen. Jede gefangene Fliege ist dann ein Gewinn und vermindert das Schadniveau.
- Wenn die Massenvermehrung bereits eingesetzt hat wird sowieso jede Frucht mehrfach abgestochen. Da ist es dann egal, ob man 10, 20 oder 50% der KEF wegfängt oder nicht. Das Ergebnis ist in jedem Fall ein Totalschaden.

Die Frage ist, ob man unter den Bedingungen, die grundsätzlich eine Massenvermehrung erlauben würden, mit den Fallen diese Massenvermehrung abwenden oder wenigstens verschieben kann. 
Wenn ich mich an die letztjährigen Schwaden erinnere bin ich skeptisch. Aber versuchen werd ich es trotzdem.

Organzabeutel sind super bei Trauben gegen KEF und Wespen. Gegen Fuchs helfen die Beutel nicht. Der reisst die Beutel samt Traube runter und dann den Beutel auf. Immerhin erwischt er nur die bis 1.20 Höhe. Die Beutel helfen auch nicht gegen Kleinnager (Mäuse, Siebenschläfer?): Die beissen ein fingerstarkes Loch in den Beutel und tragen dann jede Beere einzeln raus. Übrig bleibt ein eingetütetes Traubengerüst.
Gegen diese beiden Schädlinge hilft nur rechtzeitige Ernte.
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Dietmar

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #718 am: 22. September 2015, 13:24:40 »

Meine Tafeltrauben waren letztes Jahr recht stark befallen, vor allem einige blaue Sorten wie z.B. Kodrianka (Totalausfall). Festivee und Ontarion (auch blau) waren dagegen nicht befallen. Einige helle Sorten waren zu ca. 15 bis 20 % befallen, z.B. Frumoase Albe.

Da Fallen nichts bringen und Spritzen nicht möglich ist, habe ich dieses Jahr alle Trauben in Organzabeutel eingetütet - die kleineren Trauben in Größe 20x30 cm und die größeren eine Nummer größer.

Ergebnis: keine einzige Suzuki und keine Wespa fand den Weg zu den Beeren. Ich weiß aber noch nicht, wie sich die Organzabeutel auf die Pilzfestigkeit auswirken. Einerseits perlen die meisten Regentropfen ab, aber anderer seits ist es im Beutel windstell, so dass die Trauben/Beeren schlecht abtrocknen. Man sollte die Organzabeutel nur auf richtig trockene Trauben ziehen, also nicht direkt nach Regen oder Tau. Es reicht, wenn die Beutel zu Reifebeginn aufgezogen werden, da Suzuki erst dann kommen. Zu zeitiges Aufziehen ist eventl. schlecht für die Pilzfestigkeit.

Was bei 2 Dutzend Rebstöcken geht, geht aber nicht bei Erdbeeren, Kirschen, Hollunder usw., auch nicht bei größeren Weinbergen.
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Gänselieschen

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Re: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?
« Antwort #719 am: 22. September 2015, 13:56:55 »

Das klingt alles irgendwie verheerend bzw. wenig ermutigend. Ich gehe mal schnuppern...

Die Tiere, die ich gesehen hatte, hatten aber keine Punkte auf den Flügeln - oder ich brauche schon wieder ne neue Brille.
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