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News: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. (Immanuel Kant)
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15. Oktober 2019, 23:22:43
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|22|4|Wer von einem zweijährigen Aprikosensämling überholt wird, ist für eine Schnecke keine Konkurrenz! (bristlecone)

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Autor Thema: Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) - Das Ende der Naschzeit im Garten?  (Gelesen 136989 mal)

oile

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Mich würde interessieren, wie es anderen dieses Jahr ergeht. Bei der Hitze der vergangenen Tage hätte ich angenommen, dass der Befall weniger dramatisch ist.
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Fridays for Future


cave cellam!

Bienenkönigin

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Da es dieses Jahr durch Spätfröste bei mir und in der Umgebung keine Beeren, Trauben und Steinobst gibt, müssen die Kirschessigfliegen wohl verhungern☹️😀
LGr
Bienenkönigin
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Gras wächst nicht schneller, wenn eine dran zieht!

cydorian

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Der Befall war dieses Jahr sehr früh und sehr stark, in etwa so schlimm im ersten Katastrophenjahr in der sie auftrat. Die Hitze hat sie tatsächlich gebremst, aber die Temperaturen schaukelten zu stark, um für einen Vermehrungsreset zu sorgen. Jetzt sind wir wieder zurück auf dem Niveau "ärgerlich". Späte Kirschen und remontierende Erdbeeren werden weiter vernichtet, die Brombeeren werden wie jedes Jahr sicher auch faulender Gärmatsch, aber die weniger beliebten Sachen wie Pfirsiche, Mirabellen, schwarze Johannisbeeren, helle Weintrauben wird es vermutlich nicht ganz erwischen.

Da dieser Importschädling nun schon einge Jahre den Obstbau umpflügt, hab ich mich insoweit daran gewöhnt, dass ich blaue Weintrauben eben immer eintüte, bei einigen Sachen den Anbau eingestellt habe (remontierende Erdbeeren, Brombeeren). Was anhaltend schmerzt, sind späte Kirschen, Zwetschgen, Minikiwis. Hier gibt es keine Lösung. Minibäume mit Netz gehen hier schlichtweg aus vielen Gründen nicht. Pech. Aber den Rest kriegen wir auch noch klein, auch die grossen Anstrengungen sich die marmorierte Baumwanze aus Ostasien zu holen sind bereits erfolgreich. Lassen wir uns überraschen, was danach noch so alles importiert wird. Gute Zeiten für unreife Einheitssorten von Plantagen mit viel Chemie.
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durone

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Flora, deinen Garten kenne ich natürlich nicht und Netze sind teuer. Aber ein 4stelliger Betrag? Dann würdest du ja schon fast in den  gewerblichen Bereich fallen. Und für die Profis gibt es sicher ausgefeiltere Systeme, da würde ich dann suchen.
Das Netz mit Reißverschluss geht so bis 4m hohe Bäumen. Alles höhere ist nicht mehr handelbar und wird nicht angeboten und ist für die Profis nicht relevant da die Plantagen niedriger sind.
Ein Netz und Reißverschluss habe ich auch im Einsatz, ist aber deutlich mühsamer. 5 m lange Stange + Leiter bspw.
Die KEF befällt ja nur die reifen Früchte. Da nicht alles gleichzeitig reif wird können die Netze von Baum zu Baum wandern. Frühe Kirsche, späte Kirsche, Aprikose, Zwetschge, Birne und Äpfel.
Neben KFF und KEF hilft das Netz auch gegen Wickler. Die Kirschen sind auch etwas gegen Starkregen geschützt.
Verschließen tu ich die Netze mit Wäscheklammern und wenigen Schnüren umd den Baumstamm. Löcher zum Pfahl werden mit Tüchern gestopft.
Bisher hat es funktioniert aber wir haben vermutlich noch keine KEF.
Ein rechteckiges Netz habe ich auch, der Aufwand zum Verschließen ist noch einmal höher.
Weniger Licht und Sonne sind nicht relevant, verzögern höchstens den Reifezeitpunkt leicht.
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mavi

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Habe selber kein nennenswertes Obst, aber über einen Obstbauern in der Nähe vor kurzem gelesen, dass er Bäume mit 0,8x0,8 mm-Netzen bis in drei Meter Höhe einnetzt, weil die KEF nicht höher fliegen soll, dazu wird oben (je Reihe?) ein Spalt gelassen, damit andere Insekten ein- und auch wieder ausfliegen können.
Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/kirschessigfliege-obstanbau-100.html
Ob da viel neue Information drinsteckt, weiß ich nicht, da ich den Thread hier nur auszugsweise gelesen habe.
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Flora1957

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@durone:
Einen 4-stelligen Eurobetrag auszugeben ist überhaupt kein Problem. Die Anlage eines Hobbyobstbauern, wie ich einer bin, ist ja grundsätzlich anders strukturiert als eine gewerbsmäßig ausgerichtete Obstplantage. Dort kommen durchgehende mehrere hundert Meter lange Bahnen zum Einsatz, während bei mir der Anbau sehr heterogen ist und somit jede Pflanze einzeln eingepackt werden muß. Bei ca. 50 Obstarten in z. T. mehreren Sorten (z. B. 6 verschiedene Heidelbeeren), die einzeln stehen, müssen viele Pflanzen zeitlich deutlich überlappend eingenetzt werden, ist doch das Anbringen des Schutzes schon deutlich vor der Reife erforderlich (Farbumschlag der Frucht). Da hier auch diverse mäßig große Bäume dabei sind, werden mit Sicherheit reichlich Meter erforderlich sein.
durone, welche Maschenweite haben Deine Netze?
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thuja thujon

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Ich halte nichts davon die Bäume einzunetzen. Das Mikroklima darunter verändert sich, Nützlinge kommen nicht mehr ran, Ohrwürmer und hier auch Waldschaben feiern dann ein Fest.

Hagelschutznetze, auch am Rand vom Garten, sollen auch schon vieles abfangen, da KEF nicht aktiv fliegt, sondern eher mit dem Wind verfrachtet wird. Im Garten hat man aber meist das Problem der Wirtspflanzen, man züchtet sie sich einfach selbst. Dann muss sie nicht mehr mit dem Wind angeweht werden.
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gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität

Rieke

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Lediglich 3 mm groß, z. T. endständig auf den Flügeln je einen schwarzen Fleck, saßen sie auch auf meiner Sauerkirsche Morina. Ich habe über 1 Kg reife Sauerkirschen in den Müll geworfen.
Sicherheitshalber frage ich doch mal nach: hast Du die Kirschen unbehandelt in die Mülltonne getan? Dann züchtest Du KEF in der Mülltonne.
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Wo bleibt der Regen?

durone

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@flora
Es ist immer wieder erstaunlich, welches Ausmaß Hobbies erreichen können.
Ich habe vier Netze, zwei davon haben ca. 1,0 bis 1,2 mm Maschenweite, ich habe sie gekauft noch vor der KEF-Zeit, als Schutz gegen die KFF. Ein Netz hat 1,0 mm Maschenweite und eines  - das mit Reißverschluss - 0,8 mm. Himbeeren und Johannisbeeren sind bisher ohne Schutz, Aprikosen auch. Bei letzteren bin ich am Überlegen ob ich aktiv werden soll...

@thuja thujon
Bezüglich Kleinklima und andere Insekten habe ich bisher nichts negatives außer vielleicht einer gewissen Ernteverzögerung bemerken können. Beim Auflegen der Netze sind die ja schon auf den Bäumen und bleiben einfach da bis die Netze wieder wegkommen. Dienstag habe ich wieder ein Netz abgenommen und beim Ernten der Kirschen sind mir mehrere Marienkäfer in die Hände gefallen, lebend wohlgemerkt. Die Läuse waren weg. Auch sonst keine besonderen Schäden durch Ohrwürmer etc. Ich habe aber teilweise auch Leimringe aufgebracht.
Die augenscheinlichste Wirkung ist, dass einige Äste durch die Netze verbogen werden, nach oben oder unten oder zur Seite. Ich halte das nicht für tragisch.
Ich habe sogar den Verdacht, durch Netze die Ernteperiode verlängern zu können
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Flora1957

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Zweifelsohne habe ich mit meinem dichten Bewuchs im Garten eine die KEF begünstigende Fauna. Dies ändern zu wollen ist  kein realistischer Gedanke, müßten u.a. mehrere große Bäume und Büsche beseitigt werden. Das würde den Gartencharakter auf den Kopf stellen und wäre überdies nicht mal von Erfolg gekrönt, weil es noch Nachbargärten gibt, die meinem halbwegs ähnlich sind. Die Lösung kann also nur eine andere sein.
Eine suffiziente Bekämpfung durch Nützlinge ist (noch) nicht bekannt. Prophylaktische Maßnahmen sind Bodenpflege (Mähen/Mulchen) und Entblätterung (z. B. Wein), Entfernen befallener Früchte.
Die weitaus wirksamste Maßnahme stellt aber der Einsatz von Insektenschutznetzen dar. Effektiv verhindert wird ein Durchdringen der Netze erst ab einer Maschenweite von maximal 1 mm².  Sind die Maschen weiter, kann das Netz zunächst als Barriere dienen und den Befallsbeginn (um ca. 1 Woche) verzögern. Ein ausreichender Schutz ist nicht gewährleistet, da die Fliegen die größeren Maschen passieren können. Bei einem derartig hohen Befallsdruck wie in meinem Garten ist dies leider nicht ausreichend. @thuja thujon: Leider muß ich korrigieren: Wie ich bei meinen Beobachtungen feststellen konnte, sind die KEF deutlich eigenmobil, sodaß es überhaupt kein Problem ist von Busch zu Busch zu fliegen.
Mir ist klar, daß bei kleinerer Maschenweite die Luftdurchlässigkeit abnimmt und somit die Windbrechung zunimmt. Zudem nimmt die Beschattung zu und das Mikroklima unter dem Netz kann beeinflußt werden. Deshalb begebe ich mich ja auf die Suche nach der eierlegenden Wollmichsau. Da sind individuelle Erfahrungsberichte sehr willkommen.
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Flora1957

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@Rieke: Nein, ich habe sie in einem Plastikbeutel entsorgt.
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Elro

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Hier war nach ganz schlimmen Jahren die KEF noch wenig in diesem Jahr unterwegs. Das wird sich jetzt bei den niedrigen Temeraturen ganz schnell ändern.
Das Problem sind meine Nachbarn, der eine läßt seine Himbeeren nur wachsen und erntet nie. Meine eigene Mieterin, die 1,5m von meinen Himbeeren ihre Pflanzen hat macht es ebenso.Die Beeren werden nicht geschnitten, aufgebunden oder geerntet, ganz prima für KEF ::)
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Liebe Grüße Elke

Flora1957

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@durone: Welches Gewicht haben Deine Netze/m"?
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Flora1957

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@durone: Bei weißen Johannisbeeren ist das Befallsrisiko gering, bei roten und schwarzen mittelstark (wobei bei mir im Garten rote Johannisbeeren deutlich mehr befallen wurden als schwarze).
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Dicentra

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Mich würde interessieren, wie es anderen dieses Jahr ergeht. Bei der Hitze der vergangenen Tage hätte ich angenommen, dass der Befall weniger dramatisch ist.
Kann ich Dir sagen: Totalausfall bei den Sauerkirschen dieses Jahr. Die Beute teilen sich KEF und Kirschfruchtfliegenmaden. Nachdem ich im Vorjahr schon gut ein Drittel der Ernte entsorgen musste, ist es dieses Jahr noch schlimmer. GG erntet für den Müll. Wir haben gerade noch so viel retten können, dass es für einen Kuchen gereicht hat. Der Rest wird entweder in der Mikrowelle "vorbehandelt" oder kommt in einem Plastiksack verschnürt in den Müll.

Ach ja:
Rote Johannisbeeren - Totalausfall. Ich hatte ein paar bei Reifebeginn gegessen, dann kam ich voriges Wochenende nicht zum Ernten und jetzt ist alles hin. Unter der Woche ist Ernten und Verarbeiten arbeitsbedingt keine Option.

Schwarze Johannisbeeren - Totalausfall. Es hängen gar keine mehr dran. Angesetzt hatten sie sehr gut. Vor knapp zwei Wochen hatten sie überhaupt noch nicht geschmeckt, nur sauer. Inzwischen hängen nur noch verschrumpelte Reste. Hier kann ich aber nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es die KEF war. Es liegen nicht viele Beeren unter den Büschen, daher könnten vielleicht auch Vögel am Ernteverlust beteiligt gewesen sein.

Ich überlege ernsthaft, die Sauerkirsche zu fällen und die Johannisbeeren zu roden >:(.
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Es gibt nichts Beruhigenderes als eine schnurrende Katze.
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