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Autor Thema: Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht  (Gelesen 3006 mal)

Heinone

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« am: 21. April 2005, 12:46:44 »

Darf ich mich hier mal dazwischenfudeln?

Am 30. April möchte ich eine Kletterrose verschenken, die in einem großen Kübel neben der Haustür von Freunden ihren Platz finden soll. Das Problem:

Vor dem alten ehemaligen Pfarrhaus steht eine Linde ungeheuren Ausmaßes. Sie schattet nahezu alles ab. Zwischen der Dachrinne und der Lindenkrone gibt's eine Lücke von einem Meter Breite, durch die das Tageslicht senkrecht auf die Rose einfallen würde. Außerdem würde die Rose morgens und abends im Sommerhalbjahr je 30 bis 45 Minuten Sonne abkriegen, wenn sie denn scheint Sollte die Rose es schaffen, bei diesen Lichtverhältnissen, das Hausdach zu erklimmen, wären die Lichtverhältnisse dort etwas besser.

Jetzt brauche ich Tips. ;D
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Raphaela

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #1 am: 21. April 2005, 13:05:06 »

Da fällt mir nur Linde aufasten ein ::) Sonst wird´s wahrscheinlich zu knapp mit dem Licht: Linden bilden ja ein ziemlich dichtes Blätterdach...
Unsere Hauslinde wird alle paar Jahre professionell gestutzt und in den Jahren dazwischen schneide ich die neuen Triebeim unteren Bereich ab, bzw. zurück.
Als sie noch nicht gestutzt war, lag die ganze Haus- und Gartenseite im Sommer im Vollschatten.
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Heinone

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #2 am: 21. April 2005, 13:13:39 »

Aufasten geht nicht. Die Linde ist ein Denkmal!

Der Lichtspalt ist auf etwa 15 m Länge 1 m breit, beidseits davon, also nach Osten und Westen, unbegrenzt freier Himmel bis etwa 30 Grad Sonneneinfallswinkel.
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Maradia

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #3 am: 21. April 2005, 15:43:27 »

Vor dem alten ehemaligen Pfarrhaus steht eine Linde ungeheuren Ausmaßes. Sie schattet nahezu alles ab. Zwischen der Dachrinne und der Lindenkrone gibt's eine Lücke von einem Meter Breite, durch die das Tageslicht senkrecht auf die Rose einfallen würde. Außerdem würde die Rose morgens und abends im Sommerhalbjahr je 30 bis 45 Minuten Sonne abkriegen, wenn sie denn scheint Sollte die Rose es schaffen, bei diesen Lichtverhältnissen, das Hausdach zu erklimmen, wären die Lichtverhältnisse dort etwas besser.

Das klingt so, als würdest Du meine Hausecke beschreiben. Gleich neben dem Tor steht ebenfalls eine alte Linde (wohl ca. 140J. alt), die alles im Sommer weiträumig beschattet, wenn sie nicht gerade wieder geköpft wurde.

Ich wollte trotzdem eine Kletterrose an der Hausecke haben und habe dort eine Ilse Krohn Superior und eine Clematis gepflanzt, und unter dem Fenster daneben steht eine Schleswig87.

Die Ilse hat im ersten Jahr noch 2-3 Blüten hervorgebracht, in den nächsten 3 J. gar nichts mehr, sie mickerte zwar nicht wirklich, aber es war wohl zu dunkel für Blüten. Die Schleswig87 dagegen wird seither immer gute 2m hoch (und das vor dem Fenster), und blüht unermüdlich bis November-Dezember, auch im Schatten, was sonst nur die New Dawn macht.

Letztes Jahr habe ich die Linde mal wieder auf Kopf zurückschneiden lassen, und siehe da, die Ilse Krohn blühte und blühte.

Deinen Bekannten solltest Du auf alle Fälle nahelegen, der Linde alle paar Jahre einen "Bubikopf" zu verpassen. Das ist für die Linde gut, sieht nach einem Jahr auch wieder nett aus, ist sicherer im Winter, weil die langen Äste nicht mehr bei Sturm herunterkommen können, und der restliche Garten dankt es einem auch.

Bei mir wachsen notgedrungen einige Kletterrosen auch im Schatten, durchgesetzt haben sich aber bisher am ehesten die New Dawn, Super Dorothy, Super Excelsa, That's Jazz, Paul's Scarlet Red und Santana (nein, ich habe hier nicht nur knallfarbige 0815-Rosen ;) ). Veilchenblau, Ilse Krohn, Harlekin und Goldener Olymp blühen auch noch im Schatten. Dieses Jahr kommen noch Alberic Barbier, Penny Lane, Gloire de Dijon und A Shropshire Lad hinzu, dazu kann ich aber noch nicht viel sagen. Maigold soll auch gut für ungünstige Verhältnisse sein, vielleicht hole ich mir die auch noch.

Direkt unter der Linde haben sich ansonsten Kletterhortensie und Clematis gut entwickelt, die fühlen sich in dem Schatten wohler als die Rosen. Die Ilse Krohn (s. Foto) hat sich mit dem Platz unter der Linde sonst ganz gut angefreundet, auch wenn sie manchmal zurückhaltender ist als anderswo. Achja, auch die Shogun, die ich zuerst für viel zu kitschig und modern hielt, hat den schattigen verregneten Sommer letztes Jahr richtig aufgehellt mit ihren vielen Blüten.

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macrantha

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #4 am: 23. April 2005, 10:39:22 »

*räusper*
wir sind hier zwar im Rosenforum, aber um Gottes Willen keiner alten Linde grundlos einen Kopfschnitt verpassen! Das ist alles andere als gut! :o
Schaderegern wird so die Tür weit geöffnet und auf lange Sicht wird morsches Holz nicht ausbleiben.
Wenn man einen Kopfschnitt von Klein auf durchführt und das auch jedes Jahr, dann mag es funktionieren, sonst nicht! Ein gesunder Baum behällt auch im Sturm seine Äste bei sich, problematisch wird es erst, wenn das Holz z.B. durch Schnitt schon schadhaft ist und das Verhältnis zwischen Krone und Wurzel empfindlich gestört wurde.
Aber besagtes Naturdenkmal soll ja gar nicht ... ich weiß ... bin nur erschrocken...
Liebe Grüße
macrantha
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Querkopf

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #5 am: 23. April 2005, 11:48:32 »

Hallo, Heinone,

der Standort, den du schilderst, ist zwar extrem, trotzdem mal ein Versuch: 'Chevy Chase' (Vorsicht, helpmefind-Rosenfotos haben alle 'nen Blaustich!), einmalblühender Rambler in kräftigem Rot, verträgt Schatten - so jedenfalls steht's ausdrücklich auf der Netpage der belgischen Rosenschule Lens. Und da die Angaben dort sonst sehr verlässlich sind, habe ich drauf vertraut und diese Rose an einen schattigen Fleck gesetzt. Mal gucken...

Sie schafft angeblich 4-5 Meter (merkt man meiner noch nicht an, die ist noch zentimeterklein ;)). Wie gut oder schlecht bei einem solch wüchsigen Teil Kübelpflanzung geht, weiß ich nicht, dazu können aber sicher Topfrosenerfahrene was sagen.

Und vielleicht gibt's hier ja auch jemanden, der 'Chevy Chase' selbst im Garten hat und abschätzen könnte, ob sie mit deiner Denkmallinde fertig wird ;)...

Hier findest du übrigens noch'n Bild, ein schöneres.

Schöne Grüße
Querkopf
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Maradia

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #6 am: 23. April 2005, 14:17:21 »

Vielleicht sollte man diesen Teil des Threads verschieben?

Wenn man einen Kopfschnitt von Klein auf durchführt und das auch jedes Jahr, dann mag es funktionieren, sonst nicht!

Das ist ganz offensichtlich bei diesem Baum schon immer gemacht worden sein. Einige km weiter ist ein alter Friedhof, der von alten Linden gesäumt wird, die sehen genauso aus und werden auch seit jeher zurückgeschnitten. Das wurde wohl früher in dieser Gegend schon so gemacht.

Die oberen Äste sind dementsprechend auch immer recht dünn, kaum armdick. Als ich das Haus vor 6 Jahren kaufte, war die Linde gerade 1 Jahr vorher geschnitten worden. Ich wollte es auch nicht mehr machen, aber diese dünnen Ästchen wachsen so lang, daß ich sogar von der Straßenbehörde angeschrieben wurde, weil sie über der Fahrbahn ragten. Bei Stürmen brachen sie zudem in der Krone oft ab und dann lagen überall diese 3m langen Peitschenäste herum.

Eigentlich war ich zu geizig, jemand dafür kommen zu lassen, der den Baum (mit Hub) schneidet, aber Gärtner haben es mir nahegelegt. Ich habe dann die Gärtnerei der Behindertenwerkstatt vorletzten Winter hier gehabt, sie haben auch die Hagebuttenhecken geschnitten, einige Weißdornbäume gelichtet (die sähen sich hier so aus) und noch ein paar Sachen gemacht, das Ganze dann auch noch an Ort und Stelle gehäckselt, und das für ca. 200EU. Der Gärtnermeister ist aber auch selber in die Krone geklettert und hat Ast für Ast entfernt, während 2 Mann die Straße absicherten.

Jedenfalls strotzt die Linde weiterhin vor Gesundheit, und im nachfolgenden Sommer haben die Wildtauben auch wie eh und je darin genistet. Aber ich fürchte, ich werde wohl nie darauf verzichten können, sie immer mal wieder zurück schneiden zu lassen. Vielleicht geht es, wenn ich die Äste in der Krone nur kürzen lasse, damit diese dicker werden können?
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Heinone

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #7 am: 23. April 2005, 14:51:42 »

@Maradia: Da wirst du schon alle paar Jahre die Säge ansetzen (lassen) müssen. Die Schnittstelle bei Kopfbäumen bleibt nach meiner Erfahrung fast immer eine 'Sollbruchstelle'.

Die Ilse Krohn superior sieht sehr gut aus, und zusammen mit Querkopfs Chevy Chase könnten die beiden ein märchenhaftes 'Schneeweißchen und Rosenrot'-Team abgeben. Ich glaube, ich versuchs. Aber die Linde bleibt unbeschnitten...

@Querkopf: Was für ein wunderbarer Tip. Ob mit oder ohne Blaustich: diese Rose paßt wunderbar. Nur pünktlich verschenken kann ich sie nicht mehr. So drucke ich einfach das Foto aus -- und reiche die leibhaftige Chevy Chase nach. Mal gucken, ob ich die noch irgendwo getopft auftreiben kann, 's ist ja schon recht spät im Jahr ;D ...

Danke euch beiden.

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Querkopf

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #8 am: 23. April 2005, 16:33:08 »

Hallo, Heinone,

freut mich, dass der Tipp gefällt (aber ich garantiere für nix ;D)!

Wieso soll's nicht mehr klappen mit der Pünktlichkeit? Ich habe just heute noch meine letzten wurzelnackten Rosen gekriegt (naja, die für dieses Frühjahr letzten ;) ;D)), der Versand ist noch nicht rum - vielleicht gibt's irgendwo noch ein Exemplar. Okay, bei Schultheis steht "ausverkauft" im Online-Shop. Aber zum Beispiel bei Schütt oder bei Lens , die die Sorte auf jeden Fall haben (noch mehr Bezugsquellen hat Christine Meile in ihrer Galerie genannt), könnte sich ein Anruf lohnen; das Schicken geht flott.

Schöne Grüße
Querkopf

Nachtrag: Sehe grad, dass Christine Meile auch Knud Pedersen aufführt - der ist, wenn er das Richtige noch da hat, beim Schicken von der schnellen Truppe :)...
« Letzte Änderung: 23. April 2005, 16:36:29 von Querkopf »
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Maradia

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #9 am: 23. April 2005, 17:15:44 »

Hagen in Rinteln ist derzeit auch noch dabei, Rosen zu versenden, ist mir aufgefallen weil er bei eBay noch anbietet: http://www.rosenbaumschule.de/

Die Qualität der Rosen, die ich bisher dort gekauft habe, war immer einwandfrei.
« Letzte Änderung: 23. April 2005, 17:16:22 von Maradia »
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macrantha

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Re:Kletterrose für schattigen Standort gesucht
« Antwort #10 am: 24. April 2005, 10:44:02 »

Vor 2 Wochen gab es noch etliche getopfte Chevy Chase bei Kalbus ... Ich habe mir letztes Jahr eine mitgenommen, doch leider ging sie mir ein ..- schätze sie hat im Wurzelfilz (ich verspreche: ab jetzt pflanze ich immer! mit Wurzelschutz) kaum Wasser bekommen und schattig wars auch ... aber ich hätte trotzdem nochmal ... die Qualität war jedenfalls super!
LG
macrantha
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