Erscheint mir immer noch nicht logisch (außer für "gekochte" Speisen):
Du hast natuerlich recht, fuer Rohkost macht's keinen Sinn
Ich nehme an, fars meint mit 'gekocht' z.B. Tafelspitz bzw. Fleisch, das nicht gebraten, sondern eben gekocht wird.
Aella hat ja eigentlich nach Rezepten gefragt, nachdem sie sich als unbestritten versierte Köchin für dieses Gerät entschieden und wohl auch etwas dabei gedacht hat -nämlich, daß es für ihre speziellen Lebensumstände, Eßgwohnheiten etc. geeignet ist. Mir fällt dazu spontan ein Gericht ein, das ich in Istrien gegessen und nach Gefühl nachgekocht, später glücklicherweise das Rezept in einem jugoslawischen Kochbuch gefunden habe.
Im Vorwort desselben steht, daß man am Balkan in ländlichen Gebieten gern morgens Fleisch, Gemüse, Kräuter und Wein in irdene Gefäße schlichtet und in den Holzofen schiebt, damit abends nach der Feldarbeit das Essen fertig ist. Und daß man dafür auch gern die Resthitze eines Brotbackofens genutzt hat. Diese milde, langsam nachlassende Hitze erzeugt bei richtiger Anwendung der Römertopf, in dem ich das nachfolgende Gericht öfters gekocht habe, der aber inzwischen auch ausrangiert ist, weil ich inzwischen meist Anderes und anders koche. Aber den Bosnischen Topf könnte ich eigentlich wieder einmal machen, er ist nämlich wirkich sehr gut. Natürlich liegt das Argument nahe, daß da Vitamine verlorengehen könnten, aber ausschließlich nach solchen Kriterien zu kochen, wäre doch langweilig, es gibt wohl genügend Möglichkeiten, das auszugleichen
Bosnischer Topf 400 g Schaffeisch (oder junges Rind)
2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen
2 Karotten, 1 Petersilwurzel, 1 kleine Sellerie (oder ein Stück)
15 g Kartoffel, 1/4 Kraut, 100 g grüne Bohnen,2 Paprika, 3 Tomaten, 1 kleine Aubergine
Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Petersil, Paprikapulver, Mehl (hab ich weggelassen), Öl, 1/8 Weißwein
Fleisch und Auberginen in Würfel, Zwiebel in Scheiben, Kraut nudelig, Wurzeln in Scheibchen, Tomaten in kleine Stücke schneiden, Kartoffel und Paprika vierteln, Knoblauch schälen und ganz lassen, Bohnen (am besten breite) brechen, Petersil grob hacken.
Alles (mit den Händen!) gut vermischen, salzen, einen Löffel Mehl (nicht unbedingt) im Wein verrühren, zusammen mit etwas Öl dazumischen, ev. noch Wasser dazugeben, ab in den Ofen. Am Ende soll eine (nicht zu flüssige!) leicht ölige, äußerst aromatische Sauce von der Flüssigkeit bleiben, die mit frischem Weißbot getunkt wird.
Ach, die gußeisernen Gefäße. Wenn sie nicht so schrecklich schwer wären. So eine Pfanne wiegt ja mehr, als ich überhaupt ohne Folgeschäden heben darf.