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News: "Das Leben ist kein Ponyschlecken"  (Zwiebeltom)
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Autor Thema: Weisskraut  (Gelesen 2518 mal)

Seed

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Re:Weisskraut
« Antwort #15 am: 08. Oktober 2014, 17:34:12 »

Super!
Danke für die Links. Bodenprobe wird auf jeden Fall gemacht,ebenso natürlich Fruchtwechsel.
Begreife immer mehr das Gemüseanbau die Königsklasse des gärtnerns ist.
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cydorian

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Re:Weisskraut
« Antwort #16 am: 10. Oktober 2014, 22:52:20 »

Weisskraut ist viel schwerer anzubauen wie man glauben könnte. Dass die Köpfe platzen, war bei mir auch der Normalfall und ich habe jahrelang viel ausprobiert.

Meistens waren es Schädlinge, Kohleulen und Kohlfliegen -nicht Kohlweisslinge!- die sich tiefer und oft unscheinbar in verschiedene Teile hineinfressen, in der Folge platzt und fault das Kraut von innen oder unten heraus. Diese vergammelten Innenblätter sind der optische Anfang. Bei mir kommt ungeeigneter Boden hinzu, viel zu flach und zu oft Sommertrockenheit. Kraut stellt hohe Ansprüche an den Boden. Ausserdem, man glaubt es kaum, wird es gerne von Windböen umgerissen.

Im kommerziellen Anbau wird sehr viel Pflanzenschutz betrieben. Pro Hektar hauen die 250kg Stickstoff raus, dazu Kopfdüngung mit Kali, erst tabula rasa mit Glyphosat, dann gebeiztes Saatgut gegen Kohlfliege, Läuse und Erdfloh. Danach im Wachstum weitere Behandlungen. Der Bioanbau findet unter Netzen statt - nicht billig, nicht einfach.

Achte mal auf Schädlinge, auf kleine Frassgänge in den Köpfen, vor allem im unteren Bereich.
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Sabrent

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Re:Weisskraut
« Antwort #17 am: 10. Oktober 2014, 23:10:15 »

Auch wenn wir für den Kohlanbau geeigneten Boden haben, habe ich ich vor ein paar Jahren jegliche Aktivitäten bei allen Kohlsorten eingestellt. Grund waren die Schädlinge, meist Kohlweißling-Raupen und Weiße Fliegen und/oder ...; irgendwann waren mir die Namen dieser Biester egal und das ständige Abslesen und Spritzen leid. Kohl kommt mir seitdem nicht mehr in den Garten - schade um die Mühe.
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cydorian

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Re:Weisskraut
« Antwort #18 am: 10. Oktober 2014, 23:51:27 »

Die sind beide nicht schlimm. Kohlweisslinge fressen von aussen und man kann sie leicht absammeln. Weisse Fliege bleibt auch aussen. Kohleulen und Kohlfliegen sind das Problem, die machen ihn fertig.

Ich frage mich nur, wie das früher gemacht wurde. Kraut als Sauerkraut verarbeitet war doch weit verbreitetes Grundnahrungsmittel, Feinnnetze und Pflanzenschutzmittel gab es bis vor 100 Jahren überhaupt nicht. Was ist heute anders, dass es nicht mehr klappt?
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Floris

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Re:Weisskraut
« Antwort #19 am: 11. Oktober 2014, 13:25:09 »

Der Anbau zur Versauerkrautung findet schon sehr lange in besonders dazu geeigneten Regionen statt. In Nordhessen und der Wetterau, oder überhaupt in Norddeutschland, auf den schweren Böden. Windoffene Lagen und Fruchtwechsel helfen gegen die Kohlfliege.
Es wurde aber sicherlich vor der Einführung der von dir skizzierten Anbaumethoden auch viel weggeschnitten weil befallen (wie im Hausgarten).
Schwierig ist die Erzeugung der Qualitäten die von Verbraucher gefordert wird, der für seine Küche einen makellosen Kohlkopf wünscht.
Da dürfen natürlich die dicken Rippen nicht von der Kohlfliege zerfressen sein (obwohl die eh rausgeschnitten werden) und wehe das Umblatt hat Pilzflecken.
Beim Lagerkraut oder Sauerkraut ist das nicht ganz so schlimm, weil die sehr stark abgeblattet werden, bis sie schön sauber sind.
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gardener first

oile

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Re:Weisskraut
« Antwort #20 am: 11. Oktober 2014, 13:49:09 »

Der Anbau zur Versauerkrautung findet schon sehr lange in besonders dazu geeigneten Regionen statt. In Nordhessen und der Wetterau, oder überhaupt in Norddeutschland, auf den schweren Böden.

Und auf der Filderebene bei Stuttgart. 8)
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Ich habe Besseres zu tun!

Bis jetzt ist alles  gut gegangen, sagte der Mann, als er am 12. Stockwerk vorbei fiel.

Christina

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Re:Weisskraut
« Antwort #21 am: 11. Oktober 2014, 14:13:27 »

Cydorian, hier haben wir auch einen perfekten Kohlboden. Aber, wie du sagst, die diversen Schädlinge, die vergangen 2 Jahre war es überwiegend die Kohlherzdrehmücke, können es einem verleiden. Die besten Erfahrungen habe ich mit den sehr frühen Kulturen gehabt, früher Spitzkohl, schon im Februar angezogen, wird hier immer am Besten. Spätere Kulturen wurden hier meistens nichts mehr.
Da ich es aber nicht lassen kann, setze ich trotzdem immer noch wenige, nie mehr als 6 oder 7 Stück, spätere Rotkohlpflanzen, und in diesem Jahr haben 3 Stück überlebt, die richtig schöne feste Köpfe haben. Auch mein späterer Spitzkohl war so prächtig wie selten. Es ist, wie so vieles auch einfach Witterungsabhängig. Im Hausgarten kann man sich solche Spielchen ja erlauben.
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2014, 14:13:49 von Christina »
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Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.  (Sprichwort der Xhosa)
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